Aktuelle EA EA-Besprechung | 55105 | SS 2019 | EA1 55105 | 14.05.2019

Dieses Thema im Forum "55105 Arbeitsvertragsrecht" wurde erstellt von Antonio, 7 April 2019.

  1. Antonio

    Antonio Fernuni-Hilfe

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
  2. Sandra M.

    Sandra M.

    Ort:
    Potsdam
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    20 von 120
    Hi, ich habe mich die letzten Tage bereits etwas in die Studienskripte eingelesen und mir auch die 1. EA angesehen. Ich muss dazu sagen, dass ich Schuldrecht AT ebenfalls erst dieses Semester belegt habe, weshalb ich also die möglicherweise nötigen Vorkenntnisse erst jetzt parallel erwerbe.
    Ich tue mich daher bereits mit der Anspruchsgrundlage in der 1. EA schwer. Aus den Skripten ist da jetzt recht wenig herauszulesen, inwieweit das Verhalten nun eine Pflichtverletzung des A darstellt oder eher eine unerlaubte Handlung. Zuerst dachte ich in meinem anfänglichen Eifer "ja, ganz klar 823 BGB unerlaubte Handlung", nun bin ich aber eher bei 280 BGB Schadenersatz wegen Pflichtverletzung. :chewingnails: Die nötigen Schemata sind ja leider auch nicht den Skripten zu entnehmen, da verlass ich mich jedoch voll auf Dr. Google.
    Wer mag sich hierzu austauschen und mir den Unterschied erklären oder mich ggfs. auf eine ganz andere Spur schicken?

    LG
     
  3. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Hi,

    ich hab das Modul dieses Semester auch belegt. Mache allerdings den Master WiWi, hab das als Wahlpflichtmodul belegt und hatte ein wenig Wirtschaftsrecht im Bachelor. Also ich muss mich jetzt auch erstmal zurechtfinden.
    §823 BGB würde ich als Anspruchsgrundlage ausschließen. Es geht zwar um unerlaubte Handlungen, jedoch sind hier für mich die Signalwörter "eines anderen", "dem anderen", durch die der Paragraph meiner Meinung nach nicht passt. Es geht um eine andere Person, der man in welcher Art und Weise auch immer einen Schaden zufügt. Und es muss (bzw. es gibt) kein Schuldverhältnis zwischen den Personen. Hoffe das ist so richtig geschrieben. Z.B. bei Unfall haben die 2 Personen ja kein Schuldverhältnis.
    In der EA geht es ja aber um ein Arbeitsverhältnis, aus dem sich Rechte und Pflichten für AN und AG ergeben. Also es existiert ein Schuldverhältnis und A begeht eine Pflichtverletzung.
    Deswegen bin ich für §280 Abs. 1 BGB als Anspruchsgrundlage. Mit den weiteren Paragraphen in der Anspruchsgrundlage bin ich noch am überlegen. Würde aber sagen es geht in Richtung §§280 Abs. 1, 241 Abs. 2 BGB.

    LG
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 April 2019
  4. tim0

    tim0

    Ort:
    Ingolstadt
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    2. Studiengang:
    Erste Juristische Prüfung
    Hi, aus meiner Sicht bestehen die Ansprüche nach §280 BGB mit §241 BGB (vertragliche Haftung) und nach §823BGB (deliktische Haftung) nebeneinander und müssen beide geprüft werden. A schädigt ja seinen Arbeitgeber die P-GmbH. Das Schuldverhältnis besteht über den Arbeitsvertrag nach §611a.

    VG, Tim
     
  5. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Hi,

    also dann geht meine Überlegung ja schon mal in die richtige Richtung :-) Mir ist nur nicht ganz klar, wieso du auch meinst §823 BGB. Kannst du das vielleicht nochmal etwas näher erläutern?
    Muss mich echt erstmal an die juristische Denkweise gewöhnen ... so als WiWi hätte ich das schon gleich nach dem Prinzip ausgeschlossen, dass §823 BGB im Skript eigentlich nur in Verbindung mit Pflichten des Arbeitgebers zu finden ist bzw. AN hat wegen Pflichtverletzung des AG Anspruch auf Schadensersatz nach §280 und / oder §823 BGB. Diese Richtung erscheint mir auch logisch. Google sagt auch, dass die Ansprüche bei deliktischer Haftung im Gesetz begründet sind. Bei der Fragestellung in der EA wüsste ich jetzt aber nicht, wie ich den §823 BGB als Anspruchsgrundlage unterbringen sollte.
    Wäre super, wenn du noch einen kleinen Hinweis gibst, wieso du auch §823 BGB meinst :-)

    VG,
    Svenja
     
  6. tim0

    tim0

    Ort:
    Ingolstadt
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    2. Studiengang:
    Erste Juristische Prüfung
    Hi,

    ich fange auch erst mit Jura an, also von daher sozuagen ohne Garantie. Grundsätzlich müssten beide Ansprüche in diesem Fall. bestehen bzw. geprüft werden. Wenn A jemand anderen als den Arbeitgeber geschädigt hätte, würde z.B. nur §823 BGB in Frage kommen, da kein Schuldverhältnis bestünde. Nach meiner Meinung prüft man immer alle Ansprüche. (habe ich auch so in Fallösungen bzw. in Schemata zur Arbeitnehmerhaftung gefunden).

    Zur Frage wieso §823: A könnte ja fahrlässig das Eigentum der B-AG wederrechtlich verletzt haben.

    VG, Tim
     
  7. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Ok, danke :-)
    Kann natürlich auch sein, dass ich den §823 von der Logik her ausschließe, die Aufgabenstellung mit "auf alle aufgeworfenen Rechtsfragen gutachterlich eingehen" es trotzdem erfordert diesen zu prüfen z.B. wegen solchen Fällen wie Mankohaftung. Oder dass es vielleicht so Fälle gibt, dass man je nach Anspruchsgrundlage zu einer anderen Höhe des Schadensersatzanspruches kommt. Keine Ahnung. Aber wenn es in Schemata auch als Beispiel ist, kann man das ja auch noch prüfen. Ob es notwendig ist keine Ahnung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 April 2019
  8. Fabian_B.

    Fabian_B.

    Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Hallo zusammen,
    ich bin dieses Semester dabei. Sowohl bei Arbeitsvertragsrecht als auch bei Schuldrecht.
    Ich würde vorschlagen, dass wir zusammen ein Schema erstellen. Ich denke an §§ 280 I, 823 BGB.
    Zuerst der § 280 I.

    I. Schuldverhältnis
    II. Pflichtverletzung, § 241 II
    III. Vertretenmüssen
    IV. Kausalität
    V. Haftungserleichterung

    ....
    Zum Anfang, wir können das ganze ja jetzt mit Leben füllen.
     
  9. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft

    Hallo,
    das mit dem zusammen ein Schema erstellen klingt gut :-)
    Also über die ersten 2 Punkte habe ich mir schon ein paar Gedanken gemacht.

    I. Schuldverhältnis
    § 611a BGB

    II. Pflichtverletzung, § 241 II
    Verletzung der Hauptpflicht § 611a BGB i.V.m. Arbeitsvertrag
    evtl. Verletzung der Nebenpflicht --> Schadensabwendungspflicht §§ 241 Abs. 2, 242 BGB (hier bin ich mir unsicher, ob man das prüfen muss; aber laut Skript heißt es ja "die Schadensabwendungspflicht gebietet es AN auch, in Notfällen über den Rahmen der arbeitsvertraglichen Hauptpflicht hinaus tätig zu werden"; hier Frage ich mich, was ist ein Notfall und liegt in diesem Fall ein Notfall vor, bzw. kann A überhaupt beurteilen ob es sich um einen Notfall handelt)

    III. Vertretenmüssen
    IV. Kausalität
    V. Haftungserleichterung

    Hoffe, dass das schon mal so einigermaßen passt :-)
     
  10. Fabian_B.

    Fabian_B.

    Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Sollten bzgl. der Haupt- und Nebenpflichten jeweils einen Unterpunkt aufmachen?
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deinem Erleben anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden