Aktuelle EA EA-Besprechung | 55105 | SS 2019 | EA1 55105 | 14.05.2019

Dieses Thema im Forum "55105 Arbeitsvertragsrecht" wurde erstellt von Antonio, 7 April 2019.

  1. Antonio

    Antonio Fernuni-Hilfe

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
  2. Sandra M.

    Sandra M.

    Ort:
    Potsdam
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    40 von 120
    Hi, ich habe mich die letzten Tage bereits etwas in die Studienskripte eingelesen und mir auch die 1. EA angesehen. Ich muss dazu sagen, dass ich Schuldrecht AT ebenfalls erst dieses Semester belegt habe, weshalb ich also die möglicherweise nötigen Vorkenntnisse erst jetzt parallel erwerbe.
    Ich tue mich daher bereits mit der Anspruchsgrundlage in der 1. EA schwer. Aus den Skripten ist da jetzt recht wenig herauszulesen, inwieweit das Verhalten nun eine Pflichtverletzung des A darstellt oder eher eine unerlaubte Handlung. Zuerst dachte ich in meinem anfänglichen Eifer "ja, ganz klar 823 BGB unerlaubte Handlung", nun bin ich aber eher bei 280 BGB Schadenersatz wegen Pflichtverletzung. :chewingnails: Die nötigen Schemata sind ja leider auch nicht den Skripten zu entnehmen, da verlass ich mich jedoch voll auf Dr. Google.
    Wer mag sich hierzu austauschen und mir den Unterschied erklären oder mich ggfs. auf eine ganz andere Spur schicken?

    LG
     
  3. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Hi,

    ich hab das Modul dieses Semester auch belegt. Mache allerdings den Master WiWi, hab das als Wahlpflichtmodul belegt und hatte ein wenig Wirtschaftsrecht im Bachelor. Also ich muss mich jetzt auch erstmal zurechtfinden.
    §823 BGB würde ich als Anspruchsgrundlage ausschließen. Es geht zwar um unerlaubte Handlungen, jedoch sind hier für mich die Signalwörter "eines anderen", "dem anderen", durch die der Paragraph meiner Meinung nach nicht passt. Es geht um eine andere Person, der man in welcher Art und Weise auch immer einen Schaden zufügt. Und es muss (bzw. es gibt) kein Schuldverhältnis zwischen den Personen. Hoffe das ist so richtig geschrieben. Z.B. bei Unfall haben die 2 Personen ja kein Schuldverhältnis.
    In der EA geht es ja aber um ein Arbeitsverhältnis, aus dem sich Rechte und Pflichten für AN und AG ergeben. Also es existiert ein Schuldverhältnis und A begeht eine Pflichtverletzung.
    Deswegen bin ich für §280 Abs. 1 BGB als Anspruchsgrundlage. Mit den weiteren Paragraphen in der Anspruchsgrundlage bin ich noch am überlegen. Würde aber sagen es geht in Richtung §§280 Abs. 1, 241 Abs. 2 BGB.

    LG
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 April 2019
  4. tim0

    tim0

    Ort:
    Ingolstadt
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    2. Studiengang:
    Erste Juristische Prüfung
    Hi, aus meiner Sicht bestehen die Ansprüche nach §280 BGB mit §241 BGB (vertragliche Haftung) und nach §823BGB (deliktische Haftung) nebeneinander und müssen beide geprüft werden. A schädigt ja seinen Arbeitgeber die P-GmbH. Das Schuldverhältnis besteht über den Arbeitsvertrag nach §611a.

    VG, Tim
     
  5. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Hi,

    also dann geht meine Überlegung ja schon mal in die richtige Richtung :-) Mir ist nur nicht ganz klar, wieso du auch meinst §823 BGB. Kannst du das vielleicht nochmal etwas näher erläutern?
    Muss mich echt erstmal an die juristische Denkweise gewöhnen ... so als WiWi hätte ich das schon gleich nach dem Prinzip ausgeschlossen, dass §823 BGB im Skript eigentlich nur in Verbindung mit Pflichten des Arbeitgebers zu finden ist bzw. AN hat wegen Pflichtverletzung des AG Anspruch auf Schadensersatz nach §280 und / oder §823 BGB. Diese Richtung erscheint mir auch logisch. Google sagt auch, dass die Ansprüche bei deliktischer Haftung im Gesetz begründet sind. Bei der Fragestellung in der EA wüsste ich jetzt aber nicht, wie ich den §823 BGB als Anspruchsgrundlage unterbringen sollte.
    Wäre super, wenn du noch einen kleinen Hinweis gibst, wieso du auch §823 BGB meinst :-)

    VG,
    Svenja
     
  6. tim0

    tim0

    Ort:
    Ingolstadt
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    2. Studiengang:
    Erste Juristische Prüfung
    Hi,

    ich fange auch erst mit Jura an, also von daher sozuagen ohne Garantie. Grundsätzlich müssten beide Ansprüche in diesem Fall. bestehen bzw. geprüft werden. Wenn A jemand anderen als den Arbeitgeber geschädigt hätte, würde z.B. nur §823 BGB in Frage kommen, da kein Schuldverhältnis bestünde. Nach meiner Meinung prüft man immer alle Ansprüche. (habe ich auch so in Fallösungen bzw. in Schemata zur Arbeitnehmerhaftung gefunden).

    Zur Frage wieso §823: A könnte ja fahrlässig das Eigentum der B-AG wederrechtlich verletzt haben.

    VG, Tim
     
  7. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Ok, danke :-)
    Kann natürlich auch sein, dass ich den §823 von der Logik her ausschließe, die Aufgabenstellung mit "auf alle aufgeworfenen Rechtsfragen gutachterlich eingehen" es trotzdem erfordert diesen zu prüfen z.B. wegen solchen Fällen wie Mankohaftung. Oder dass es vielleicht so Fälle gibt, dass man je nach Anspruchsgrundlage zu einer anderen Höhe des Schadensersatzanspruches kommt. Keine Ahnung. Aber wenn es in Schemata auch als Beispiel ist, kann man das ja auch noch prüfen. Ob es notwendig ist keine Ahnung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 April 2019
  8. Fabian_B.

    Fabian_B.

    Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Hallo zusammen,
    ich bin dieses Semester dabei. Sowohl bei Arbeitsvertragsrecht als auch bei Schuldrecht.
    Ich würde vorschlagen, dass wir zusammen ein Schema erstellen. Ich denke an §§ 280 I, 823 BGB.
    Zuerst der § 280 I.

    I. Schuldverhältnis
    II. Pflichtverletzung, § 241 II
    III. Vertretenmüssen
    IV. Kausalität
    V. Haftungserleichterung

    ....
    Zum Anfang, wir können das ganze ja jetzt mit Leben füllen.
     
  9. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft

    Hallo,
    das mit dem zusammen ein Schema erstellen klingt gut :-)
    Also über die ersten 2 Punkte habe ich mir schon ein paar Gedanken gemacht.

    I. Schuldverhältnis
    § 611a BGB

    II. Pflichtverletzung, § 241 II
    Verletzung der Hauptpflicht § 611a BGB i.V.m. Arbeitsvertrag
    evtl. Verletzung der Nebenpflicht --> Schadensabwendungspflicht §§ 241 Abs. 2, 242 BGB (hier bin ich mir unsicher, ob man das prüfen muss; aber laut Skript heißt es ja "die Schadensabwendungspflicht gebietet es AN auch, in Notfällen über den Rahmen der arbeitsvertraglichen Hauptpflicht hinaus tätig zu werden"; hier Frage ich mich, was ist ein Notfall und liegt in diesem Fall ein Notfall vor, bzw. kann A überhaupt beurteilen ob es sich um einen Notfall handelt)

    III. Vertretenmüssen
    IV. Kausalität
    V. Haftungserleichterung

    Hoffe, dass das schon mal so einigermaßen passt :-)
     
  10. Fabian_B.

    Fabian_B.

    Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Sollten bzgl. der Haupt- und Nebenpflichten jeweils einen Unterpunkt aufmachen?
     
  11. Sandra M.

    Sandra M.

    Ort:
    Potsdam
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    40 von 120
    Welche Verletzung einer Hauptpflicht seht ihr hier? Ich würde direkt auf eine Verletzung einer Nebenpflicht (Abwendung von Schäden und Störung gem. §§ 241 II, 242 BGB) gehen.
     
  12. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Ich hätte jetzt als Verletzung der Hauptpflicht gesagt, weil er ja als Hausmeister angestellt ist und dann steht ja auch ziemlich weit unten in der EA, dass er in den Raum geht und eine Glühbirne auswechseln will und "Obwohl das Tätigkeitsfeld des A in keiner Weise die Bedienung oder Wartung von Computern umfasst und er diesbezüglich auch über keinerlei nennenswerte Kompetenz verfügt ..."
    Also er hat ja im Prinzip eine Tätigkeit ausgeführt, obwohl sie nicht zu seinem Tätigkeitsbereich gehört bzw. er hat Tätigkeiten ausgeführt, die zu einem anderen Tätigkeitsfeld gehören und ich habe gedacht, dass man nochmal darauf eingehen könnte, dass der AG dem A keine weiteren Tätigkeiten lt. Arbeitsvertrag zugewiesen hat. Ich dachte mir auch, dass die Angabe des Tätigkeitsfelds des A auch irgendeinen bestimmten Sinn hat.

    Ich kann mich natürlich auch irren, da ich als WiWi Masterstudentin nicht so in der Materie drin bin. Aber ehrlich gesagt kommt mir das zu einfach und zu wenig vor, wenn man nur die Verletzung der Nebenpflicht prüfen würde.
     
  13. Sandra M.

    Sandra M.

    Ort:
    Potsdam
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    40 von 120
    Hm, stimmt schon, aber ich bin trotzdem direkt auf die Nebenpflicht gegangen und hab die "anderweitige" Tätigkeit nur kurz erwähnt. Bin dann mehr auf dieses "zum Wohle des Arbeitgebers" eingegangen. Im Grunde ist es auch fast egal, wie viel man hier zu diesem Punkt schreibt. Hauptsache,m man kommt zum Ergebnis, dass durch A eine Pflichtverletzung stattgefunden hat. Dann gehts weiter mit III. Vertretenmüssen
     
  14. Fabian_B.

    Fabian_B.

    Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Ich habe mal einen ersten Entwurf geschrieben. Ich hoffe wir können darüber diskutieren. Gerne Kritik. Die Abgabe ist noch ein wenig hin und ich habe einen Entwurf, zwar ausformuliert aber noch kann alles geändert werden.

    Obersatz (§§ 280 I und 823 I BGB)
    I. Anspruch aus § 280 I
    1. Schuldverhältnis (§ 611a BGB)
    2. Pflichtverletzung (Hier bin ich auf die Nebenpflichten, Hauptpflicht habe ich nicht erwähnt)
    3. Vertretenmüssen, §280 I 2 (§ 276 I 1, § 280 I 2, § 619a)
    4. Auf der Pflichtverletzung beruhender kausaler Schaden
    a) Schaden
    b) Kausalität
    c) ZE
    5. Haftungserleichterung (Argumentation zu einem Punkt grober Fahrlässigkeit, wie sieht es mit einem Anspruch auf 500.000 € aus.
    6. ZE
    II. Anspruch aus § 823 I
    1. Handlung (+)
    2. Rechtsgutverletzung (Hier: Eigentum)
    3. Verschulden (+)
    4. Kausaler Schaden (+)
    5. Haftungsbegrenzung
    6. ZE
    III. ZE
    ERGEBNIS

    Im Rahmen von 823 I habe ich fast ausschließlich auf oben verwiesen.
    Die Stufen der Fahrlässigkeit befinden sich in KE 2 S. 182
     
  15. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft

    Hi,
    da hast du ja schon einiges gemacht :-) Ich bin noch nicht ganz so weit.
    Mir ist jetzt noch etwas zum §823 I BGB eingefallen. Hoffe ich denke nicht zu kompliziert und korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege :-)
    Ich frage mich gerade, wie die Daten genau definiert werden. Ist das eine Sache und gilt somit Eigentum? Was ich bis jetzt herausgefunden habe können sie nur Sachen bzw. Eigentum sein, wenn sie auf einem geeigneten Datenträger verkörpert sind. Sind sie das in dem Fall? Da sie verloren gegangen sind würde ich jetzt eher sagen, dass sie nur im Zwischenspeicher waren und eben nicht verkörpert sind.
    Ich bin mir da echt unsicher, denn nach § 903 BGB wird Eigentum als die Herrschaft einer Person über eine Sache definiert und eine Sache sind nach § 90 BGB nur körperliche Gegenstände. Da die Daten verloren Gegangen sind würde ich sie als unkörperlich definieren.
    Was hast du dort geschrieben?
     
  16. Fabian_B.

    Fabian_B.

    Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Hi,
    das ist ein sehr guter und wichtiger Gedankte. Das hatte ich wirklich übersehen und muss darüber nachdenken.
    Ich werde mich melden, wenn ich eine Lösung gefunden habe.

    Der Palandt sagt auch das Computerdaten keine Sachen sind. (Kommentierung zu § 90)
     
  17. Fabian_B.

    Fabian_B.

    Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Ich glaube ich habe eine Lösung.
    Schau mal in Beck online in den Münchener Kommentar zum BGB zu § 823 Rn. 296
     
  18. Svenja_K

    Svenja_K

    Ort:
    Bremen
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    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Ok, danke :-) Also meinst du jetzt, dass die Daten als Eigentum gelten oder nicht?
    Ich hab das jetzt erst überflogen und muss mir das nochmal genauer durchlesen und Gedanken machen.
    Beim ersten drüber schauen klingt es für mich aber trotzdem noch so, dass die Daten auf einem Datenträger gespeichert sein müssen. Was sie aber in dem Fall ja eigentlich nicht sind. Zumindest versehe ich das so, dass das eben auch die verarbeiteten Daten aus dem Rendering sind, die erst bei Beendigung des Prozesses gespeichert werden. Vorher befinden sich die Daten, die durch das Rendering generiert wurden, im Zwischenspeicher. Und mich stört so ein bisschen am letzten satz dieses unbefugte Dritte. "Mit dem Recht an den eigenen Daten hat der Berechtigte ein Instrument in der Hand, mit dem er sich gegen die Manipulation oder Löschung seiner Daten durch unbefugte Dritte zur Wehr setzen kann."
    Ich schaue mir das aber später nochmal genauer an
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 April 2019
  19. Sandra M.

    Sandra M.

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    Potsdam
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    Bachelor of Laws
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    40 von 120
    Meint ihr echt, dass die FU hier in der ersten EA schon solch krasse Fallen einbauen würde? Ich hab leider keine Ahnung was die jetzt schon von uns erwarten oder eben auch nicht.
     
  20. Svenja_K

    Svenja_K

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    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Ich hab ja keine Ahnung, ob das jetzt so stimmt. Ich kann mich nur aus meinem Bachelor BWL an einer FH nur erinnern, dass in Wirtschaftsrecht im Rahmen des Kaufvertrags z.B. E-Book, MP3 etc. also digitalen Produkten immer darauf hingewiesen wurde, dass man bei Daten aufpassen muss, wie die zu beurteilen sind. Also ist die Frage ob man es als Falle ansehen kann, oder ob die das als Grundwissen voraussetzen. Ich weiß ja nicht, wie euer Studium sonst aufgebaut ist.
    Ich belege das Modul auch als Wiederholerin, weil ich mich erstmal einfinden musste und mir das letztes Semester zu krass war mit den anderen Modulen. Hatte die EA auch nicht gemacht. Ich fand die Erwartungen des Lehrstuhls schon ziemlich hoch, aber ich habe auch keinen Vergleich was bei euch sonst so erwartet wurde / wird.
     
  21. Hallöchen, ihr Lieben!
    Vielleicht bin ich ja auf dem dem völlig falschen Dampfer und haben die 823 BGB so gar nicht beachtet, denn der A fügt bei Verrichtung seiner Arbeit (Nebenleistung) keinem außenstehenden (betriebsfremden) Dritten einen Schaden zu und haftet somit doch nicht nach den allgemeinen zivilrechtlichen Vorschriften.... ?? Wenn er beispielsweise Baggarfahrer wäre und hätte irgendwie beim Baggern den Bagger nebst eines unbeteiligten Autos geschrottet, dann wäre doch zunächst Anspruch AG 280,241 und dann 823 Autohalter gewesen.

    Ansonsten habe ich eher so die Problematik in der Haftungsbegrenzung gesehen. Nämlich dahingehend das er zwar schon grob fl gehandelt hat, jedoch so wenig Geld bekommt, dass er in Hinblick auf persönliche Verhältnisse/ Verhältnismäßigkeit zum Gehalt haftungsbegrenzt sein dürfte.

    Da es die erste EA ist - welche meiner Meinung nach auch recht flott kommt - bin ich erstmal davon ausgegangen, alles genau darzustellen... sprich zu definieren... AG, AN, die Stufen der Fahlässigkeit... Haftungsbegrenzung... etc.

    Wenn ich da eurer Meinung total falsch liegen sollte, bitte melden!!!! Bin - wie immer am Anfang eines Moduls - doch recht unsicher...

    Wünsche Euch einen schönen Tanz in den Mai...
     
  22. Svenja_K

    Svenja_K

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    Bremen
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    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Hallo @SteffiN (und natürlich auch an alle anderen)
    Also mit dem 823 BGB bin ich mega unsicher. Dachte anfangs auch nein, aber da ich ja nicht so viel Ahnung davon habe, habe ich mich doch sehr verunsichern lassen und hab den einfach mal geprüft. Wie ich hier ja aber schon geschrieben habe, komme ich gleich bei dem 1. Tatbestandmerkmal zu einer negativen Bewertung, also keine weitere Prüfung und somit hat es auch keine Auswirkung auf das Gesamtergebnis. Also ich hoffe, sollte der 823 BGB nicht erforderlich sein, dass es dann nicht so stark in der Bewertung gewichtet wird.

    Ansonsten denke ich auch Problematik / Schwerpunkt liegt auf grobe Fahrlässigkeit und dann Haftungsbegrenzung aufgrund Verhältnis Gehalt und Schadenshöhe.
    Da bin ich mir ein wenig unsicher, weil es im Skript heißt "... auf bis zu 3 Monatsentgelte" Also sollen wir das auch so schreiben oder uns "nach Abwägung aller Interessen etc." auf einen Betrag festlegen, was wir als angemessen sehen würden?
     
  23. Fabian_B.

    Fabian_B.

    Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Das habe ich erst gedacht. Aber eine Höhe berechnet habe ich dann doch nicht. Die Frage heißt ja nur, ob ein Anspruch auf 500.000 € besteht.
     
  24. Svenja_K

    Svenja_K

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    Bremen
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    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Ok, super! Danke! :-) Ja, sowas hab ich mir auch schon gedacht, dass das aus der Frage nicht hervorgeht und außerdem Fehlen meiner Meinung nach ansonsten auch noch konkretere Angaben um zu beurteilen, welche Summe für A zumutbar wäre
     
  25. Hier ein Fall aus der NZA, der den Fall bezüglich § 280 I ziemlich genau wiedergibt.

    NZA 2011, 345 - Haftungsbegrenzung bei betrieblich veranlasstem Handeln - grobe Fahrlässigkeit

    Wem noch etwas Schreibmaterial fehlt kann hier relativ viel davon übernehmen, deckt sich ziemlich mit unserem Fall, insbesondere mit dem Plexiglas über dem "zum Abschalten vorgesehenen Knopf".
     
    Lis gefällt das.
  26. Lis

    Lis

    Hallo ihr Lieben... ich schalte mich jetzt mal in die Diskussion hinzu.
    Es gilt grundsätzlich im Zivilrecht
    I. Vertragliche Ansprüche (Hier der SEA aus 280 I, 241 II BGB der immer eine Nebenpflichverletzung inne hat also hier die Sorgfaltspflicht und Rücksichtnahmepflichten des AN ggü des AG)
    II. Quasivertragliche Ansprüche
    III. Dingliche Ansprüche
    IV. Deliktische Ansprüche ( ja hier bitte unbedingt § 823 Prüfen auch wenn er aus dem gleichen Grund wie 280 I scheitert (Haftungsbeschränkung bei betrieblich veranlasster Tätigkeit)
    V. Bereicherungsrechtliche Ansprüche

    Das müsst ihr im Kopf immer durchgehen und Ansprüche die passen könnte zumindest ansprechen und ggf kurz ablehnen.

    Ich haben die Haftungsbeschränkung (weil ja auf Rechtsfolgenseite anzusprechen ist = 254 II BGB analog) als
    V. Kein Anschluss des Anspruchs wegen der Grundsätze der betriebl. veranlassten Tätigkeit.
    Punkt IV. heißt demnach Rechtsfolge:Schadensersatz nach den § 249 ff BGB ( Schaden, Kausalität)

    Ich bin mir nur nicht sicher, ob es grobe Fahrlässigkeit oder mittlere Fahrlässigkeit sein soll. Aber auf jeden Fall gibt es jede Menge einzelfallbezogene Argumente ,die dann eher für keine Haftung des A sprechen würde.
     
  27. Lis

    Lis

    Ich sehe für eine Rechtsgutsverletzung im Sinne des 823 I BGB auch 2 Anknüpfungspunkte
    1. Prozessbeendigung Rendering (Bestimmungsgemäßer Gebrauch des Computers mit Programm Rendering=Eigentumsverletzung)
    2. Daten ( Sachverhalt sagt ja ,,darüber hinaus'')Problematisch als sonstiges Recht.
    da dann diskutieren und egal welches Ergebnis es bleibt ja Nummer 1 als RG-Verletzung
     
  28. esgl

    esgl

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    Hey leute,
    wie habt ihr die nebenpflichtverletzung begründet? denkt ihr es ist ausreichend hier zu sagen dass die Pflicht zur Rücksichtnahme auf die Rechte, Rechtsgüter und Interessen der P-GmbH missachtet wurde dadurch dass A eigenmächtig den computer ausgeschaltet hat und das rechtsgut ( eigentum) hierdurch verletzt wurde?

    mein schema sieht so aus, bin allerdings sehr unsicher.. wie habt ihr es aufgebaut?
    I. anspruch 280 I, 241 II BGB
    1. schuldverhältnis
    2. pflichtverletzung
    3. vertretenmüssen
    4. Schaden
    5. haftungsausfüllende kausalität
    6. haftungsbeschränkungen gem. § 254 BGB oder § 254 BGB analog
    7. ZE
    II. Anspruch 823 BGB
    1. Rechtsgutverletzung
    2. Verletzungshandlung
    3.Haftungsbegründende kausalität
    4. rwk
    5.verschulden
    6. schadensersatz
    a)schaden
    b)haftungsausfüllende kausalität
    c) 249 ff
    d)254
    7. ergebnis


    hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :-) lg
     
  29. Lis

    Lis

     
  30. esgl

    esgl

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    @Lis vielen dank für die tipps! allerdings ist mir nicht ganz klar was du hiermit meinst : 4. Schaden (4,5 und Rechtfolge SE)
    und noch ne frage zu punkt 6.. bei der hafungsausfüllenden kausalität, also bei dem unterpunkt ob es eine betrieblich veranlasste tätigkeit ist, hast du das hier bejaht auch wenn es ja eig nicht sein tätigkeitsfeld ist oder spielt das keine rolle?

    lg und danke nochmals! :-)
     

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