Hilfe zur Klausuraufgabe Altklausur WS17/18 Aufgabe 4 Geschäftsprozesse

Erstmal ein Herzliches Hallo an Alle :),

ich habe zu Aufgabe 4 (Anwendungssysteme und Geschäftsprozessmodellierung) folgende Frage:

Im Aufgabentext gibt es zwei Passagen, die anscheinend verlangen, dass man zu einem bereits modellierten Prozessschritt zurückspringt:
. Meine Frage: Muss man zu einem bereites modellierten Prozessschritt zurückspringen und wenn ja könnte mir jemand kurz in Word, Power Point ein Beispiel geben wie man das modelliert

oder

kann man Prozessschritte auch redundant angeben, indem ich dann einfach den selben Prozessschritt z. B. Prüfung Unterschriften nochmals modellieren?

Vielen Dank im Voraus!

Michi

“Bei Unvollständigkeit wird der Antrag an den Antragssteller zurückgeschickt, der damit die Möglichkeit bekommt, den Antrag zu vervollständigen und erneut einzureichen. Wenn der Antragsteller den vervollständigten Antrag erneut einreicht, beginnt der Prozess erneut bei der Prüfung auf Vollständigkeit.

….

Wenn Unterschriften fehlen, wird der Antrag zurückgeschickt und der Antragsteller bekomt die Möglichkeit, diese Unterschriften einzuholen und den Förderantrag erneut einzureichen, wobei dann nur die Unterschriften erneut geprüft werden. Eine erneute Prüfung auf Vollständigkeit wird nicht durchgeführt.”
 
Die Frage hatte mich auch beschäftigt.
Eine zufriedenstellende Antwort darauf habe ich aber nicht gefunden.
Da die Aufgabenstellung lediglich verbietet, den Start und Ende Konnektor mehrfach zu verwenden, ist es eigentlich die deutlich unkompliziertere Lösung einen weiteren GPS mit selber Bezeichnung zu verwenden, als ein kompliziertes zurückspringen, was glaube ich auch gar nicht immer funktionieren würde.

Konntest du die Aufgabe in der vorgegebenen Zeit lösen?
Finde die Aufgabe für 30 Minuten Zeit sehr umfangreich von der Zeichnung her.
 
Studiengang
B.Sc. Wirtschaftsinformatik
Es gab mal in einer alten Klausur so etwas ähnliches, wo man einfach zurück zu einem modellierten Schritt gesprungen ist.
Ob das richtig ist, weiss ich leider nicht genau
 
@Jessica: Ich habe die Wiederholung so modelliert wie im Anhang. Die Aufgabe dazu habe ich der Klausur vom WS17/18 entnommen. Da es nicht verboten ist Prozesschritte doppelt zu modellieren werde ich das auch machen in der Klausur. Ansonsten wird die das Modell sehr unübersichtlich und häufig stellt man erst am Ende fest welche Prozessschritte redundant durchgeführt werden.

Bezüglich der Zeit: Man muss sehr viel üben und sich eine Taktik überlegen wie man an die Aufgaben rangeht. Bei ERM und UML schreiben ich mir beim ersten Durchlesen immer alle Enitätsmengen/KLassen raus und notiere dazu alle Informationen aus dem Text. Beim 2. mal lesen kümmere ich mich um die Kardinalitäten.

@mikimit: Vielen Dank für die Altklausur Link. Die werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen :)

LG Michi
 

Anhänge

Studiengang
B.Sc. Wirtschaftsinformatik
@Shaghagi

Wie hast du den die zweite Prüfung (also die Prüfung der Unterschrift) modelliert?
Könntest du es vielleicht posten?
 
Ich habe mal eine generelle Frage zu diesem Diagramtyp. In den Lsg von den alten EAs scheint es ja auch immer so, als ob ein Entscheider mit 2 Ausgängen und einem Eingang (wie z.B. das rechte XOR in der Lsg von Shaghagi) ein XOR ist. Wir benutzen ja scheinbar die ARIS Notation, aber für mich macht ein XOR mit einem Eingang und zwei Ausgängen so gar keinen Sinn. Wo kann man dazu mal was finden oder kann mir das jemand erklären?
 
Hallo,
@mikimit: Im Anhang findest du meinen Vorschlag zur Modellierung vom Start bis einschließlich Prüfung der Unterschriften. Vielleicht fällt dir oder jemanden anderen etwas besseres ein ? :).Über Anregungen freue ich mich immer!
Wegen den XORs im Diagramm: 1. Join (schließend), 2. Split (öffnend), 3. Split, 4. (rechts oben): Split, 5.(rechts mitte): Join
Ich öffne 3 XORs und schließe 2 XORs, ABER: Die Abzweigung "Unterschrift nicht komplett" des XORs(rechts oben vor Ablehnung Antrag) wird mit dem XOR vor dem Ende Konnektor geschlossen. Dann passt wieder alles.

@teresam12555 und alle die es interessiert:

Alle Verknüpfungsoperatoren (AND, XOR, OR) haben eine öffnende Variante (1 Eingang und 2 Ausgänge) und eine schließende Variante (2 Eingänge und 1 Ausgang).
Dabei gilt für die schließende Variante im Falle eines

XOR: Einer der beiden Eingänge muss erfüllt sein damit mit der am Ausgang folgenden Aktivität begonnen werden kann. Z. B: Entweder "Kundenbestellung geht ein" (Eingang1) oder "Konzeninterne Bestellung liegt vor" (Eingang2). Wenn eine der beiden Ereignisse eintritt, dann erst kann die Aktivität am Ausgang bearbeitet werden, z. B. "Prüfung Lagerbestand"

AND: Beide Ereignisse an den 2 Eingängen müssen gleichzeitig (Parallel) erfüllt sein, damit die Aktivität nach dem Ausgang bearbeitet werden kann

Für die öffnenen Varianten gilt im Falle eines

XOR: Der Eingang stellt ein Vorgängerereignis dar, dass eingetreten ist. Die beiden Ausgänge stellen dann jeweilst eine disjunkte Entscheidung dar, sprich Entweder du gehst Weg A oder Weg B aber du kannst nicht beide Wege gleichzetig gehen.

AND: Der Eingang stellt ein Vorgängerereignis dar, dass eingetreten ist. Die beiden Ausgänge werden parallel (gleichzeitig) abgearbeitet!

Schau mal im Skript "Geschäftsprozessmodellierung" KE3 die Abb. 3.58 auf Seite 86 an. Da siehst du öffnende und schließende Verknüpfungskonnektoren (XOR, AND) und Lösung (S. 101) zu Übungsaufgabe 3.2 ist die Erklärung zu XOR, AND, OR

LG Michi
 

Anhänge

Ich habe mal eine generelle Frage zu diesem Diagramtyp. In den Lsg von den alten EAs scheint es ja auch immer so, als ob ein Entscheider mit 2 Ausgängen und einem Eingang (wie z.B. das rechte XOR in der Lsg von Shaghagi) ein XOR ist. Wir benutzen ja scheinbar die ARIS Notation, aber für mich macht ein XOR mit einem Eingang und zwei Ausgängen so gar keinen Sinn. Wo kann man dazu mal was finden oder kann mir das jemand erklären?
Das ist die ganz normale Definition eines XOR.
Schau dir vielleicht mal bei Wikipedia etwas dazu an.
Hier werden ja Entscheidungen getroffen, darauf folgen ganz logisch zwei mögliche Szenarios.
Situation 1 tritt ein oder Situation 2 tritt ein.
 
@Shaghagi
Die Prüfungsschleife wirft einige Fragen auf, vielleicht liegt es aber auch nur am Teilausschnitt der Lösung.

Dort ist kein Exit eingebaut wenn der Antrag nicht erneut zur Prüfung eingereicht wird, weil der Antragsteller vielleicht zu genervt ist es nochmal zu probieren.
Und direkt das erste XOR hat 1 Eingang und wenn der Antrag komplett ist nur 1 Ausgang.
Das ist nicht wirklich die Definition eines XOR. (Es findet keine Entscheidung statt in exakt dieser Situation.)

Wieviel XOR Konnektoren hast du in der gesamten Aufgabe verwendet?
Eventuell spart die gar nichts ein diese Schleife.
Ich bin für die gesamte Aufgabe mit 7 XOR Konnektoren ausgekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich stelle später mal meine komplette Lösung der Aufgabe ein, mit der ich noch nicht so richtig zufrieden bin.
Meine Lösung ist jedenfalls nicht in der Zeit machbar die vorgesehen ist (30 Minuten), denke ich.

Vielleicht bekommen wir ja zusammen eine gute Lösung hin.
Und es stellt noch jemand seine Lösung ein.
 
Hey Jessica, vielen Dank für deine Antwort.
Schleife:
Das erste XOR hat 2 Eingänge (einmal "Antrag geht ein" und "vervollständigter Antrag geht ein") und einen Ausgang, der zur Prüfung auf Vollständigkeit führt. In Abb3.58 auf Seite 86 von KE3 Geschäftsprozess... wird das so ähnlich gemacht.

Wegen Exit Bedingung: Im Aufgabentext steht keine Exit Bedingung drin. Normalerweise würde stehen, dass dann z. B. beim zweiten Mal der Antrag abgelehnt wird.

Ich hab 10 XOR Konnektoren verwendet (Sowohl öffnenden als auch schließende), wobei die Anzahl der verwendeten Konnektoren auch stark davon abhängt wie kompakt du modellierst.

Am Besten lädst du deine Lösung hoch, dann können wir mal darüber sprechen :).

LG
 
Für die öffnenen Varianten gilt im Falle eines

XOR: Der Eingang stellt ein Vorgängerereignis dar, dass eingetreten ist. Die beiden Ausgänge stellen dann jeweilst eine disjunkte Entscheidung dar, sprich Entweder du gehst Weg A oder Weg B aber du kannst nicht beide Wege gleichzetig gehen.

AND: Der Eingang stellt ein Vorgängerereignis dar, dass eingetreten ist. Die beiden Ausgänge werden parallel (gleichzeitig) abgearbeitet!

Schau mal im Skript "Geschäftsprozessmodellierung" KE3 die Abb. 3.58 auf Seite 86 an. Da siehst du öffnende und schließende Verknüpfungskonnektoren (XOR, AND) und Lösung (S. 101) zu Übungsaufgabe 3.2 ist die Erklärung zu XOR, AND, OR
Vielen Dank das hatte ich offenbar nicht gefunden

Das ist die ganz normale Definition eines XOR.
Schau dir vielleicht mal bei Wikipedia etwas dazu an.
Also bei mir haben XOR nur einen Ausgang und bei wikipedia (exclusive oder) auch, aber die Logik, wenn man sie erst mal gefunden hat, passt schon.
 
Wegen Exit Bedingung: Im Aufgabentext steht keine Exit Bedingung drin. Normalerweise würde stehen, dass dann z. B. beim zweiten Mal der Antrag abgelehnt wird.


LG
Für mich liest sich das hier wie eine Wahlmöglichkeit, also die Option den Antrag nicht nochmals einzureichen:
"Wenn Unterschriften fehlen, wird der Antrag zurückgeschickt und der Antragsteller bekommt die Möglichkeit, diese Unterschriften einzuholen und den Förderantrag erneut einzureichen."

Hier mal meine Lösung zur Aufgabe 4.
Die Aufgabe bietet ja einiges das man diskutieren könnte.
 

Anhänge

Hochschulabschluss
Bachelor of Arts
Studiengang
B.Sc. Wirtschaftsinformatik
Ich hatte mir das mal überlegt bzgl dieses Neuantrags, da ich da gerade selbst dran sitze:

Zuerst mal gibts zwei Prüfungen zur Vollständigkeit: Felder und Unterschriften.

Sind die Felder unvollständig, dann wird der zurückgeschickt. Würde das so modellieren, das ich nach der Prüfung Vollständigkeit Felder dann nen XOR nehme und bei NEIN dann zurückschicke mit danach folgendem Pfeil zum Anfangsconnector. Was anderes erscheint mir irgendwie schwierig.
Vor allem sind ja beide Prüfungen anders gewichtet:

Bei Prüfung der Felder wird "nur" zurückgeschickt. Da folgen keine Konsequenzen oder sowas, sondern der Antragssteller kann den Antrag ja wieder einreichen.

Bei Prüfung auf Unterschrift gibt es eine zweistufige Prüfung, also zwei Geschäftsprozessschritte. Wird wieder eingereicht, dann wird Unterschrift erneut überprüft. Schlägt diese fehl, erfolgt ein Eintrag in die schwarze Liste und der Prozess endet. Genauso könnte ich analog ergänzen, was passiert, wenn der nicht eingereicht wird. Dann endet der Prozess wohl auch, jedoch ohne Listeneintrag.

Wird das jedoch irgendwo trotzdem erfolgreich durchgeführt, so folgt der Rest, also Weiterleitung und Prüfung durch Gleichstellungskommitee und Dekanat. usw...

...Oder verstehe ich das gerade falsch?
 
Hallo ihr beiden :). Vielen Dank für die Antworten!
@Jessica: Das hört sich wirklich nach einer Option an. Guter Punkt !. Dein Modell macht auch total Sinn und modelliert den Sachverhalt sehr detailliert.
Wahrscheinlich gibt es nicht genau das EINE RICHTIGE MODELL, sondern vielmehr eine Menge von richtigen Modellen.

@StefanT: Ja das stimmt. So habe ich das auch verstanden und modelliert. Ich springe auch nach "Rücksendung unvollständiger Antrag" zum Anfangskonnektor.

LG Michi
 
Studiengang
B.Sc. Wirtschaftsinformatik
Hallo an alle,

Mein Modell stelle ich noch spät rein,
Muss es erstmal schön zeichnen :D
 
Oben