Klausuraufgaben Besprechung Altklausuren

Dieses Thema im Forum "31921 Konzernrechnungslegung" wurde erstellt von Misscaramello, 12 Januar 2019.

  1. Hallo zusammen,

    vielleicht kann man hier ja ein paar Altklausuren besprechen/Problematiken aufgreifen.

    Ich z.B stehe bei Aufgabe 4 der Klausur März 2016 etwas auf dem Schlauch. Sprich die Herleitung der Ergebnisse.
    Evtl gibt es jemanden hier, der dort durchsteigt. :danke:

    Viele Grüße
     
  2. MSchn

    MSchn

    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    30 von 120
    Aufgabe 4 (Schuldenkonsolidierung)
    Die Hagen AG ist Mutterunternehmen der Münster GmbH. Die Münster GmbH wird in den Konzernabschluss der Hagen AG einbezogen. Am 01.01.01 erhält die Hagen AG von der Münster GmbH ein zinsloses Darlehen in Höhe von 100GE, welches am 31.12.2004 in einem Betrag zurückzuzahlen ist. Die Hagen AG passiviert die Darlehensverpflichtung mit dem Rückzahlungsbetrag. Die Münster GmbH weist die Forderung gegenüber der Hagen AG in den Jahren 01 bis 04 wie folgt aus:

    Posten
    1
    2
    3
    4
    Forderungen gegen verbundene Unternehmen
    70
    80
    90
    100
    a) Entwickeln Sie die Einzelabschlusswerte von Forderungen gegen verbundene Unternehmen Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen sowie passivischer Aufrechnungsdifferenz der folgenden Tabelle fort!
    Posten
    1
    2
    3
    4
    Forderungen gegen verbundene Unternehmen
    70
    80
    90
    100
    Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
    100
    100
    100
    100
    Aktive Aufrechnungsdifferenz
    Passive Aufrechnungsdifferenz
    30
    20
    10
    Veränderung passive Aufrechnungsdifferenz
    +30
    -10
    -10
    -10
    Veränderung aktive Aufrechnungsdifferenz
    Passive Aufrechnungsdifferenz = Forderungen < Verpflichtung
    Aktive Aufrechnungsdifferenz = Forderung > Verpflichtung
    b) Führen Sie die Schuldenkonsolidierung für die Jahre 01 bis 04 durch und erläutern Sie diese kurz! Latente Steuern sind nicht zu berücksichtigen! Geben die zu Ihren Ausführungen die Buchungssätze im Einzelabschluss der Münster GmbH und im Konzernabschluss der Hagen AG an!
    Die Hagen AG passiviert das Darlehen i. H. v. 100 GE in den Jahren 01 bis 04
    Ferner aktiviert die Münster GmbH die Darlehensforderung im ersten Jahr i.H. v. 70 GE im Jahr 01, 80 GE im Jahr 02, 90 GE im Jahr 03 und 100 GE im Jahr 04.
    Eine Erfolgsneutrale Konsolidierung erfolgt in den Jahren 01 bis 04, da es sich um ein Zinsloses Darlehen handelt.
    Entstehende Aufrechnungsdifferenzen werden in der Konzern-GuV verrechnet.
    Konsolidierungsbuchungen für das Jahr 01
    Darlehensverbindlichkeiten 70GE
    an
    Darlehensforderungen 70GE
    Verrechnung der Aufrechnungsdifferenz aus Schuldenkonsolidierung im Jahr 01
    Summe der Einzeljahreserfolge in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
    + 30 GE im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetretene Erhöhung der passiven Aufrechnungsdifferenzen
    = Konzernjahreserfolg
    Konsolidierungsbuchungen für das Jahr 02
    Darlehensverbindlichkeiten 80GE
    an
    Darlehensforderungen 80GE
    Verrechnung der Aufrechnungsdifferenz aus Schuldenkonsolidierung im Jahr 02
    Summe der Einzeljahreserfolge in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
    - 10 GE im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetretene Minderung der passiven Aufrechnungsdifferenzen
    = Konzernjahreserfolg
    Konsolidierungsbuchungen für das Jahr 03
    Darlehensverbindlichkeiten 90GE Verbreitung verboten
    an
    Darlehensforderungen 90GE
    Verrechnung der Aufrechnungsdifferenz aus Schuldenkonsolidierung im Jahr 03
    Summe der Einzeljahreserfolge in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
    - 10 GE im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetretene Minderung der passiven Aufrechnungsdifferenzen
    = Konzernjahreserfolg
    Konsolidierungsbuchungen für das Jahr 04
    Darlehensverbindlichkeiten 100GE
    an
    Darlehensforderungen 100GE
    Verrechnung der Aufrechnungsdifferenz aus Schuldenkonsolidierung im Jahr 04
    Summe der Einzeljahreserfolge in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
    - 10 GE im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetretene Minderung der passiven Aufrechnungsdifferenzen
    = Konzernjahreserfolg
    Aufgabe 5 (Equity-Methode)
    Die Schalke AG, Gelsenkirchen, ist die Muttergesellschaft des Schalke-Konzerns. Zum 31.12.00 erwirbt die Schalke AG eine 35% Beteiligung an der Dortmund GmbH zum Preis von 20.000 TEUR. Die Schalke AG ist in der Lage, auf die Dortmund GmbH einen maßgeblichen Einfluss auszuüben. Die Beteiligung an der Dortmund GmbH wird daher im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bewertet. Sowohl das Geschäftsjahr der Schalke AG als auch das der Dortmund GmbH entsprechen dem Kalenderjahr.
    Das Eigenkapital der Dortmund GmbH beträgt zum Erwerbszeitpunkt insgesamt 40.000 TEUR. In den technischen Anlagen der Dortmund GmbH sind stille Reserven in Höhe von insgesamt 5000 TEUR enthalten. In den sonstigen Passiva sind stille Lasten von insgesamt 2000 TEUR enthalten. Die technischen Anlagen, welche die stillen Reserven enthalten, werden ab 01 über 5 Jahre linear abgeschrieben, ein gegebenfalls auftretender Geschäfts- oder Firmenwert wird ebenfalls über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die stillen Lasten sind zum 31.12.01 nicht mehr im Unternehmen vorhanden. In 01 konnte die Dortmund GmbH einen Jahresüberschuss von 5000 TEUR erzielen- Eine Ausschüttung erfolgt in 01 nicht.
    a) Ermitteln Sie den Wertansatz der Dortmund GmbH für den Konzernabschluss der Schalke AG nach HGB zum 31.12.00 und erläutern Sie kurz, welche zusätzlichen Angaben im Konzernanhang zu machen sind! Legen Sie Ihre Berechnungsschritte offen!
    Beteiligungswert: 20.000,00 €
    EK: 40.000,00 €
    Stille Reserven: 5.000,00 €
    Stille Lasten: 2.000,00 €
    Wertansatz der Dortmund GmbH zum 31.12.00 ist: 20.000,00 €
    Im Anhang ist zudem der vorläufige Unterschiedsbetrag anzugeben: 20.000-40.000*0.35= 6.000
    Anschließend muss noch festgestellt werden, ob ein möglicher Firmen- und Geschäftswert besteht. Dieser wird dann ebenfalls im Anhang angegeben. 6.000-5.000*0.35+2.000*0.35=4950


    b) Ermitteln Sie den Wertansatz der Dortmund GmbH für den Konzernabschluss der Schalke AG nach HGB zum 31.12.01 und erläutern Sie kurz, welche zusätzlichen Angaben im Konzernanhang zu machen sind! Legen Sie Ihre Berechnungsschritte offen!
    Beteiligungswert: 20.000,00 €
    Abschreibung - stille Reserven: 5.000/5=1.000
    Abschreibung – stille Lasten: 2.000/1=2.000
    Abschreibung – Firmen- und Geschäftswert: 6.000/5=1.200
    Jahresüberschuss: 5.000
    20.000+5.000*0.35-1.000*0.35+2.000*0.35-1.200=20900
    Anschließend werden auch der Wertansatz des vorläufigen Unterschiedsbetrags, sowie des Firmen- und Geschäftswert im Anhang zum 31.12.01 ermittelt.
    Unterschiedsbetrags in 00: 6.000
    -1.000*0.35
    +2.000*0.35
    -1.200
    Unterschiedsbetrags in 01: 5150
    Firmen- und Geschäftswert in 00: 4950
    -1.200
    Firmen- und Geschäftswert in 01: 3750
    c) Die Equity-Methode stellt grundsätzlich eine alternative Bewertungsmethode zur Anschaffungskostenmethode dar. Erläutern Sie kurz und vor allem möglichst strukturiert im Hinblick auf zwei von Ihnen gewählte Kriterien (Merkmale) Gemeinsamkeiten oder Unterschiede zwischen der Equity-Methode und der Anschaffungskostenmethode zur Bewertung von Beteiligungen!
    Zeitpunkt der Anschaffung
    Zu diesem Zeitpunkt stimmen beide Methoden darin überein, dass die AK der Bet. Die Be-wertungsobergrenze bilden (1,0 Punkt) und der Zugang erfolgsneutral ist;
    Folgeperioden
    Bei Anwendung der AK-Methode können die AK wegen des Realisationsprinzips nicht überschritten werden. Bei Anwendung der Bewertung „at equity“ ist die Überschreitung des AK durchaus möglich. Insofern verstößt die Equity-Methode gegen das Realisationsprinzip;
    Gewinne AK-Methode: Gewinne erst nach Realisation vereinnahmt werden. Equity: Vereinnahmung erfolgt synchron. Aus insofern ggf. Verstoß gegen Realisationsprinzip;
    Verluste Equity: jedwede Verluste werden sofort berücksichtigt AK-Methode: Abschreibungspflicht nur bei nachhaltiger Wertminderung bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung besteht ein Abschreibungs-WR;
    Ausweis:
    AK-Methode: Unter „Beteiligungen“ (1,0 Punkt) Equity: Unter dem Posten „Anteile an assoziierten Unternehmen“;
    Anwendung:
    AK-Methode: Sowohl im EA wie auch im KA (1,0 Punkt) Equity: Im KA bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen ist auf die Equity-Methode zurückzugreifen;
     

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