Einsendeaufgaben Einsendeaufgabe 1 WS 2019/2020

Dieses Thema im Forum "32301 E-Business Management" wurde erstellt von Maegges, 11 Oktober 2019.

  1. Maegges

    Maegges

    Hochschulabschluss:
    Master of Business Administration
    2. Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftsinformatik
    Hallo zusammen,

    anbei zum Vergleichen die Einsendeaufgabe 1.
    Die Teilaufgabe 6 entspricht der Aufgabe aus dem WS 2014, die bereits in einem Thread besprochen wurde.

    Aufgabe 1)

    Man spricht von Netzwerkeffekten, wenn die Nachfrage nach einem Gut mit der erwarteten Anzahl von Netzwerkteilnehmern steigt. Häufig wird auch von nachfrageseitigen Skalenerträgen gesprochen, die dadurch charakterisiert werden, dass eine linear wachsende Nachfrage zu einer überproportionalen Nutzensteigerung führt. Auf Ebay bezogen bedeutet dies, dass die Nachfrage nach einem Gut das zur Auktion freigegeben wird mit der Anzahl der Benutzer von Ebay steigt.

    Differenziert betrachtet handelt es sich bei Ebay um einen indirekten Netzwerkeffekt. Begründet ist dies darin, dass es für den Anbieter eines Guts einen zusätzlichen Nutzen erbringt, je mehr Nachfrager Ebay nutzen.

    Ein direkter Netzwerkeffekt ließe sich bswp. bei Facebook beobachten. Je mehr Nutzer auf der Plattform angemeldet sind, umso mehr profitieren alle Nutzer hiervon.

    Ein weiteres Beispiel für einen indirekten Netzwerkeffekt wäre die Plattform AirBnB. Der Effekt ist ähnlich wie auf Ebay, nur in umgekehrter Form. Je mehr Anbieter auf der Plattform eine Unterkunft anbieten, umso vorteilhafter für die Nachfrager.


    Aufgabe 2)

    Durch Standardisierung ist die Kompatibilität von Produkten verschiedener Hersteller untereinander gewährleistet und das Produkt eines Herstellers durch das eines Anderen substituierbar. Dies führt in der Gesamtheit betrachtet zu einer Verringerung der Eintrittsbarrieren am Markt.
    Im konkreten Fall (Hersteller von Netzwerkkarten) wäre dies der Netzwerk-Standard IEEE 802.3.


    Aufgabe 3)

    Unterschieden werden können laut Lehrbrief nachfolgende Standards:

    De-Jure à Normen die gesetzlich festgeschrieben sind.
    De-facto à Standards die von Verbänden vorgegeben werden und sind frei zugänglich

    De-facto-Standards lassen sich wieder um unterteilen in:

    Proprietärer Standard à Der Standard ist nicht frei zugänglich und erlauben für die Nutzung herstellerspezifischer Technologien Lizenzgebühren zu verlangen. Der jeweilige Standard wird entsprechend der Vorgaben des Unternehmens, das die Technologien entwickelt, spezifiziert.

    Offener Standard à Der Standard ist frei zugänglich und können unentgeltlich genutzt werden. Standardisierungsgremien arbeiten typischerweise an der Spezifizierung offener Standards.

    Proprietäre Standards ermöglichen es einem Hersteller unter Umständen, eine Monopolposition aufzubauen und entsprechend hohe Preise zu verlangen, da oftmals er der Einzig Berechtigte ist Lizenzen für den Standard zu vergeben. Beispiel Fraunhofer Institut: Jedes Gerät, welches MP3 Dateien abspielen kann muss lizenziert sein.


    Aufgabe 4)

    Der Lock-in Effekt äußert sich dadurch, dass der Wechsel eines beliebigen Netzwerkes ist für einen Nutzer nicht ohne weiteres möglich, da der Wechsel typischerweise mit Kosten verbunden ist. Der Lock-In Effekt bei einem Anbieterwechsel äußert sich durch hohe Wechselkosten in Form von

    • langfristigen Verträge

    • hohen Anschlussgebühren

    • proprietären Formaten.

    Im privaten Bereich wäre ein typischer Lock-in Effekt bei einem Wechsel des Betriebssystems zu beobachten (z.B. Windows <-> Linux). Der Wechsel wird hierbei dadurch erschwert, dass nicht jede vorher genutzte Software auf Linux unterstützt wird, die Benutzerführung sowie das Handling etc. ein anders ist und es für bisher genutzte Hardware und Peripherie nur unzureichende Unterstützung in Form von Treibern vorliegt.


    Aufgabe 5)

    Der First-Mover Vorteil für Ebay liegt darin begründet, dass es sich hierbei um ein anbieterspezifisches Netzwerk handelt, welches nicht durch nachfolgende Anbieter/Konkurrenten genutzt werden kann. Somit liegt keine vollständige Standardisierung vor, somit konkurrierende Netzwerkgüter und Kompatibilitätsprobleme.

    Die Markteintrittsbarrieren für Second-Mover liegen hierbei in der Etablierung der Plattform und der bereits sehr großen Anzahl von Nutzern, sowohl Anbieter- als auch Nachfragerseitig.

    Mögliche Strategien für einen Markteintritt wären zum einen die Preis-Strategie (Skimming-Strategie) und zum anderen die Spezialisierungs-Strategie.
    Die Preis-Strategie hätte zum Inhalt durch niedrige Angebotsgebühren die Plattform für Anbieter attraktiver zu machen, was zur Folge hätte, dass auch die Nachfrager auf diese Plattform „umziehen“ würden, da das Angebot dort größer wäre als auf Ebay.
    Bei der Spezialisierungs-Strategie würde sich die Plattform auf eine Zielgruppe (bspw. Oldtimer, Autoteile o.ä.) fokussieren und exakt auf deren Bedürfnisse die Plattform zuschneiden.
     
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