Allgemeine Infos Erfahrungsberichte | 55105 Arbeitsvertragsrecht

Dieses Thema im Forum "55105 Arbeitsvertragsrecht" wurde erstellt von Schnecke, 15 Mai 2017.

  1. Schnecke

    Schnecke Tutorin und Forenadmin

    Ort:
    München
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    200 von 210
    Beginnend mit dem Jahr 2017 wollen wir einen Versuch starten, die bisher gewonnenen Erfahrungen in diesem Modul in diesem Thread zu sammeln.

    Wer gerne seinen Kommilitonen etwas von seinen bisherigen Erfahrungen mitgeben mag, sei es zum Stoff des Moduls, zur Art und Weise wie es vermittelt wird, zu ergänzender Literatur, Fällen und Lösungen, mentorieller Betreuung, wissenschaftlichen Betreuern oder dem Lehrstuhlinhaber selbst - hier ist der rechte Platz dafür.

    Bitte bedenkt: Dies ist ein im Grunde öffentlicher Raum - also schreibt bitte nichts, was ihr den Betroffenen nicht auch ins Gesicht sagen würdet, und haltet euch bei der Darstellungen an die gebotene Netiquette. Nicht nur Angehörige der Fernuni und ihren Lehrstühlen lesen mit, sondern auch aktuelle und zukünftige Studierende.
    Wir wollen informieren, nicht verprellen oder erschrecken.

    Ansonsten gilt: fühlt euch frei, diese Seite zu füllen! :thumbsup:
     
  2. hierhoertderspassauf

    hierhoertderspassauf

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    120 von 210
    Stoff des Moduls
    Die Skripte von Frau Tillmanns sind ganz nett formuliert. Es sind klausurrelevante Absätze grau unterlegt, was am Anfang vielleicht hilfreich wirkt, am Ende mich aber etwas genervt hat.
    Die vier KE sind ordentlich unterteilt und das Inhaltsverzeichnis recht ausführlich, das finde ich zum Suchen gewisser Themen immer wichtig.
    Ansonsten gibt es einige Schemata, zB. zur Prüfung einer AGB-Kontrolle, den Rest muss man sich aber egenständig suchen.
    Dafür wiederum fand ich die Skripte nicht so schön, da sie teilweise bei den einzelnen Themen die Prüfungspunkte vertauscht haben und einige nicht mehr erwähnt wurden, aber dennoch relevant waren. Das ist aber kein Beinbruch, die Schemata findet man im Internet zuhauf und kann sie dann mit den Einzelheiten aus den Skripten noch ergänzen.
    Vom Umfang der Skripte ging es, wie jedes Semester fing ich ganz verzückt und neugierig an zu lesen, erste KE, zweite KE - was, schon Zeit, die EA zu bearbeiten?!
    Naja, für mein Zeitmanagement kann Frau Tillmanns ja nichts ... Die KE kamen danach nur noch partiell dran, beck-online.de usw fand ich etwas hilfreicher.
    Insgesamt kann man sagen, dass viel des Verständnisses auf BGB I und II aufbaut, so zB. die Folgen einer nicht nachholbaren Arbeitsleistung wegen des absoluten Fixschuldcharakters, dadurch § 275 I und die Gegenleistungspflicht nach § 326 I erloschen; Verhalten von Kündigung und Anfechtung und AGB-Kontrolle.

    Klausurvorbereitung
    Es dauerte bei mir etwas, bis die Schemata für die verschiedenen Arten der Kündigungen im Kopf waren. Da sollte man sich aber wirklich Mühe geben; wenn man erst einmal weiß, wo was zu prüfen ist, kann man auch besser mit kleinen Stolpersteinen der Prüfer umgehen.
    Die Online-Vorlesung der Menotrin habe ich mir genau ein Mal angeschaut. Sehr langatmig, man kann währenddessen aber super seine Nägel machen ...
    Dennoch ist die Bearbeitung der Fälle ziemlich wichtig, um zu erfahren, wie die Hagener die Prüfungsreihenfolge denn gerne hätten.
    Man kann zum Glück auch nur die Folien der Musterlösung anschauen und mit der eigenen Lösung vergleichen.
    Dazu habe ich mir wieder ein Schulheft angeschafft, meine stichpunktartige Lösung eingetragen und mit der Musterlösung verglichen.
    Dabei wurde alles falsche rigoros rot angestrichen im Lehrer-Stil und Sachen, von denen ich dachte, die seien nice to know, wurden in grün daneben geschrieben. Diese Kommentare habe ich mir immer und immer wieder durchgelesen, bis ich schlussendlich wusste, was bei den verschiedenen Sachverhalten wichig zu wissen ist.
    Das mag albern wirken, so hatte ich aber alles Wichtige in meinen Heften und war mein Zettelchaos los.
    Falls ihr die Möglichkeit habt, ein Mentoriat zu besuchen, so nutzt sie! Grade um am Anfang den Überblick über die Zusammenhänge der verschiedenen Gesetze zu bekommen, sind die wirklich nützlich.

    Ansonsten gilt wie in jedem Fach auch: Meinungsstreitstände sind schön zu wissen, die EA sind viel zu früh dran gewesen und ohne Fleiß kein Preis!
     
  3. sigi70

    sigi70

    Ort:
    Wampersdorf
    Doktortitel:
    Dr. iur.
    Hochschulabschluss:
    Magister iuris
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    160 von 210
    Hallo
    das Online-Mentoriat habe ich auch abgebrochen, war nicht auszuhalten. Auf den Folien und im Vortrag wurde die Musterlösung des Falles, die man in 10 Minuten durchlesen kann auf eine Stunde ausgedehnt, inhaltlich war da (zumindest in den ersten beiden Einheiten) nicht mehr.
    Die gute Nachricht, für das Fach braucht man nicht viel Vorbereitungszeit, wenn man sich nicht in irgend welchen BAG Urteilen verzettelt. Man muss sich konsequent vor Augen halten, dass es sich um ArbeitsVERTRAGSrecht handelt. Demnach habe ich das Stoffgebiet zunächst dahingehend untersucht, was von meinem bereits erworbenen BGB-Wissen (Vertragsrecht= BGB I) zugunsten des schwächeren Arbeitnehmers durch Spezialregelungen modifiziert wird.

    Über diese Gesetze sollte man zunächst grob wissen was diese regeln. Beim durchlesen daran denken, wie das nun das übliche Vertragsrecht modifiziert. Dann ein paar alte Klausuren ansehen (die werden beim Mentoriat in der Regel eingestellt. Ziel ist es zu verstehen, wie der Lehrstuhl versucht den Stoff abzufragen. Dabei stellt man fest, dass bei allen Klausuren jeweils einem relativ kurzen Teil der jeweiligen Struktur (diese muss zum jeweiligen Thema sitzen) der Schwerpunkt in der Argumentation und der Abwägung liegt und man lediglich zu einem vertretbaren Ergebnis gelangen muss. Natürlich ist es dann einfach, wenn man die Argumente des BAG kennt, dann nimmt man diese. Falls nicht beginnt man die einschlägige Vorschrift auszulegen und diskutiert das Ergebnis. Im Zweifel entscheidet man sich zu Gunsten des AN (Arbeitsgerichte sind in ihrer Tendenz im Zweifel eher AN freundlich). Ich kannte weder Rechtsprechung noch Literatur zu meinem Klausurfall bzw der Zusatzfrage und habe die Klausur mit der zuvor beschriebenen Methode bestanden (Note 3,0 fand ich OK für die selbst erfundene Argumentationskette bzw was ich für die Zusatzfrage bekommen habe)

    Nicht vergessen neben der Kündigungsschutzklage, AGB´s ansehen, die Fristenberechnung vom BGB AT muss sitzen, und natürlich den Gutachtenstil in aller Ausführlichkeit demonstrieren.
    zur Kündigungsschutzklage ist dieser Vortrag ganz gut, der RA fasst das KSchG recht gut zusammen:



    lg
    Sigi
     
    laho und Antonio gefällt das.
  4. Schneider Daniela

    Schneider Daniela

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    welche Fallbuch würdet ihr empfehlen?
     
  5. Pusheen

    Pusheen

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    2. Studiengang:
    Erste Juristische Prüfung
    ECTS Credit Points:
    200 von 210
    Sehr kreativ, @Christel, im Ex-Rewe, InFi, Prop und Arbeitsvertragsrecht Werbung für study-Dings zu machen - sich noch nicht einmal die Mühe machen, was zum Modul zu schreiben, sondern nur Copy and Paste ist ganz schön arm... [​IMG]
    (...und kann ich auch ;-))
     
  6. ENERGY

    ENERGY

    Ort:
    Oberpfalz / Bayern
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Die Skripte in Arbeitsrecht fand ich eigentlich ganz gut. Wenn man aber vorher mit Arbeitsrecht wenig Berührungspunkte hatte, ist es eines der schwereren Module, da -vieles nicht im Gesetz steht, sondern auf Rechtsprechung basiert - das muss man halt einfach dann wissen.

    Somit ist es denke ich am besten, sich anhand von Fällen vorzubereiten. Da gibt's auf Moodle einige und in dem Online Mentoriat wird eigentlich alles durchgekaut, was wichtig ist.

    Auch sollte man in der Prüfung nicht zu sehr auf eine Kündigungsschutzklage hoffen, früher hat der Lehrstuhl fast immer Kündigungsschutzklagen prüfen lassen, inzwischen ist er aber etwas davon weggekommen und man kann schwer einschätzen was genau dran kommen könnte.
     
  7. Leroda

    Leroda

    Ort:
    Rhein-Sieg-Kreis
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    110 von 210
    Ich fand das hier sehr gut. Habe mich fast ausschließlich hiermit vorbereitet und es hat für eine 1,3 gereicht.


     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1 Oktober 2018
    nhuebner und Antonio gefällt das.
  8. laho

    laho

    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Hallo zusammen, ich möchte gerne Arbeitsvertragsrecht belegen, bin mir aufgrund der Rückmeldungen allerdings sehr unsicher. Ist es wirklich so versammt schwer? Hat jemand Altklausuren? Würde gerne mal sehen, wie solch eine Klausur aufgebaut ist. VG Lara
     
  9. Gulliver

    Gulliver

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    100 von 210
    @laho Grundsätzlich braucht man vor keinem Modul Angst haben, die Herangehensweise ist nur entscheidend. Wenn du Arbeitsvertragsrecht nicht als Pflichtmodul hast, sondern es frei wählen kannst, solltest du folgendes wissen:
    Das Arbeitsrecht ist etwas gewöhnungsbedürftig, da (wie die Vorredner schon sagten) viele Definitionen und Vorgehensweisen nicht dem Gesetz sondern der Rechtsprechung zu entnehmen sind. Außerdem musst du den Gutachtenstil beherrschen, was für viele Wirtschaftswissenschaftler erst einmal ein Hürde ist.
    Es ist aber machbar, wenn man sich rechtzeitig eine Liste aller möglichen Prüfungsthemen, auch der kleineren !!!! ( betriebliche Übung, AGG usw.), macht und sich dazu alle wesentlichen Prüfungsschemata ansieht. Am besten holt man sich noch ein Fallbuch, damit man ein Gefühl für die Gliederung und Vorgehensweise hat. Für einige Schemata und Definitionen sind auch die Alpmann-Schmidt Karteikarten sehr hilfreich und du kannst im virtuellen Mentoriat Wünsche äußern, wenn du mit einem Thema nicht so ganz grün wirst. Ich hatte im letzten Mentoriat vor der Klausur um eine AGB-Prüfung gebeten, weil ich die hasse wie die Pest, und ironischerweise kam die auch in die Prüfung rein, obwohl sie im Semester davor auch schon drin war. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es den Prüfern offenbar auf den Kern und die richtige juristische Vorgehensweise ankommt, denn ich hatte aus privaten Gründen so gut wie keine Zeit zum Lernen, hatte mir aber trotzdem die Prüfungsreihenfolgen aller Themen zumindest angesehen und habe bestanden (SS 18). Und ich würde meine Definitionen im Nachhinein eher in die Kategorie "Nicht schön, aber selten" packen. Hoffentlich konnte ich dir deine Bedenken zumindest etwas nehmen.
     
  10. Schneider Daniela

    Schneider Daniela

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Ich habe das Modul auch erledigt, mir haben unterschiedliche Fallbücher geholfen als Einstieg habe ich das von Dummies genommen.
    Da war alles sehr einfach erklärt, dann lernen mit Fällen und das von Tillmanns,
    Klausurenkurs im Arbeitsrecht I.
     
  11. laho

    laho

    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Arts
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Danke euch für die Rückmeldungen. Ich werd es mir wohl noch überlegen, habe echt Respekt vor der Klausur. Leider gibt es kein Modul, welches noch so detailliert Personalthemen behandelt, welches ich belegen könnte.
     
  12. bachelorS1987

    bachelorS1987

    Ort:
    Stuttgart
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    90 von 210
    Habe dieses Modul im WS 2018/19 belegt und muss auch sagen, dass es auf jeden Fall machbar ist. Wichtig ist, dass man sich während des Semester immer wieder vor Augen führt, dass es um Arbeitsvertragsrecht geht, in Klausuren also gerne das dran kommt, was im Arbeitsvertrag eben anders ist als in zB einem Kaufvertrag. Besonderheiten eben, wie zB § 310 IV 2 BGB: bei einer AGB-Prüfung im Arbeitsrecht sind dessen Besonderheiten zu beachten. Dazu gehört etwa, dass Vertragsstrafen in den AGB eines Arbeitsvertrages für den Nichtantritt der Arbeit trotz klaren Verstoßes gegen § 309 Nr. 6 BGB dennoch wirksam sind, da gemäß § 888 III ZPO im Arbeitsrecht keine Zwangsmaßnahmen ergriffen werden können und eine Vertragsstrafe somit die einzige Möglichkeit für den Arbeitgeber ist, den Arbeitnehmer dazu anzuhalten, seine Arbeit auch ordnungsgemäß anzutreten.

    Ihr müsst euch beim Lernen einfach immer fragen, wann eine Abweichung zum normalen Vertragsrecht vorliegt - das ist dann auf jeden Fall sehr klausurrelevant!

    Die Skripte sind gut geschrieben und das Wichtigste grau hinterlegt - gerade wenn man am Ende noch einmal widerholt, ist das eine gute Orientierungshilfe. Besonders schön ist der Hinweis in Skript 1, dass man kein Lehrbuch nebenher lesen muss: der Stoff aus den Skripten ist ausreichend! Ich habe daher lediglich in ein paar Fallbücher hineingeschaut und wirklich nur den Stoff der Skripte gelernt - und das Modul im ersten Versuch und auch mit einer zufriedenstellenden Note bestanden...

    Wer in der Nähe von Stuttgart wohnt, dem kann ich das Präsenzmentoriat im Regionalzentrum Stuttgart bei RA Götz nur wärmestens empfehlen: sehr gute Abwechslung zwischen Stoffvermittlung und Falllösung, zudem eine lockere Atmosphäre, da Herr Götz die Mentoriate wirklich sehr humorvoll abhält und die Zeit schnell vergeht.

    Das Onlinementoriat ist eigentlich nicht schlecht, aber wie schon von mehreren erwähnt, leider etwas langatmig: es werden oft Fragen gestellt und dann passiert 3-5 Minuten nichts mehr, bevor es weitergeht... Aber inhaltlich gut, es werden viele alte Klausuren und EAs gelöst...
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Mai 2019

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