Hilfe zur Klausuraufgabe Klausur 31501 Mrz 2013 (WS 2012/13)

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Guten Morgen,

ich stehe gerade so ein bißchen auf dem Schlauch bei Aufgabe 1c) Aufgabenteil i).

Der Verschuldungsgrad ist nun bei V=3 und die Gesamtrendite in t=1 ist -25 %.

Die Frage ist nun, wie viel erhalten Gesellschafter und Gläubiger.

Wieso rechne ich nun 0,25 x 18000 für den EK? Und woran sehe ich denn jetzt, dass die Gesellschafter 0 GE erhalten? :confused:
 
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Schiiieeebbb... weiß keiner eine Antwort ?
 

Münchner Kindl

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Also, in der Aufgabe 1. c i) in der Klausur vom WS 2012/13 steht, daß jetzt der Verschuldungsgrad 3 sein soll.

Wie bekommen wir V=3 ?
Lösung: wenn das Fremdkapital 3 mal so groß ist wie das Eigenkapital, also FK = 3∙EK.
Damit haben wir Gesamtkapital = 18.000€ = EK + FK = EK + 3∙EK = 4∙EK

Somit haben zum Projekt beigesteuert:
Gesellschafter: EK = $\frac{18.000}{4}$ = 4.500€
Gläubiger: FK = 3∙EK = 13.500€

Laut Angabe in der Aufgabe soll rG = -25% = -0,25 sein

Das bedeutet, am Ende des Projekts ist noch übrig an Geld:
18.000€∙(1 + rG) = 18.000€∙(1 - 0,25) = 18.000€∙0,75 = 13.500€

Diese 13.500€ bekommen die Gläubiger zurück, die versprochenen 10% Zinsen bekommen sie gar nicht und für die Gesellschafter ist auch nichts übrig geblieben :-(

Das ist übrigens auch die Antwort zu Teilaufgabe ii), die Gläubiger bekommen 0% Rendite, da sie nur die 13.500€ zurückbekommen, die sie eingezahlt hatten.
Die Gesellschafter verlieren ihr ganzes Geld (ihre 4.500€ Eigenkapital), also ist deren Rendite -100%.
 
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Oh super, dankeschön.

:danke:
 
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Ist die Eigenkapitalrendite bei Insolvenz immer - 100 % ?
 

Münchner Kindl

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Wenn man als Gesellschafter nichts nachschießen muß (z.B. in einer normalen GmbH), dann haftet man nur mit seiner Einlage, sprich man verliert sie schlimmstenfalls ganz.
Dort is also die Eigenkapitalrendite schlimmstenfalls -100%, auch wenn man in der Rechnung z.B. -200% rausbekommen hatte.

Wenn man aber Gesellschafter einer GmbH ist, in dessen Gesellschaftsvertrag steht, daß man bis xx€ nachschießen muß oder wenn man auch noch mit seinem Privatvermögen gebürgt hat, dann kann die Eigenkapitalrendite bei Insolvenz auch größer als -100% werden, sprich man verliert seine Einlage, plus noch den Betrag, den man nachschießen muß.
In so einem Fall paßt dann der englische Ausdruck "to throw good money after bad" ;-)
 
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Ok.. ich hatte deswegen nachgefragt, weil ich in Aufgabe 1d) nicht gem. Lösungsweg gerechnet habe.
Ich bin von diesem ausgegangen:

-1 = -0,3 + (-0,3-0,1)*V
Und komme dann auf das gleiche Ergebnis V = 1,75.
Wenn jedoch nicht immer von -100 % bei einer Insolvenz auszugehen ist, dann stimmt natürlich dieser Rechenweg nicht mehr.
 
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Ich stehe gerade ebenso auf dem Schlauch:

Wie komme ich bei Aufgabe 1. b ii) auf das $r_G$ in Höhe von $\frac {1} {6}$ bzw. $-\frac{1}{6}$? :inthebush:
Es ist doch definiert als $\frac {Jahresüberschuss + Zinsaufwand} {EK + FK}$?!
Zinsaufwand = 1080, EK = 7200 und FK = 10.800, Jahresüberschuss dachte ich $G_1$

Aber dann kommen ganz komische Werte raus. Hilfe! Habe schon hin und her probiert...das kann doch nicht so schwer sein. :hopelessness:


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Münchner Kindl

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Nein, Überschuß im guten Fall = erzieltes_Vermögen - eingesetztes_Kapital= 21.000 - 18.000 = 3.000

Im schlechten Fall: 15.000 - 18.000 = -3.000

Bißchen unglücklich, daß sie in der Aufgabe das Gesamtvermögen mit G abgekürzt haben, das läßt einen eher an Gewinn denken.
 
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Nein, Überschuß im guten Fall = erzieltes_Vermögen - eingesetztes_Kapital= 21.000 - 18.000 = 3.000

Im schlechten Fall: 15.000 - 18.000 = -3.000

Bißchen unglücklich, daß sie in der Aufgabe das Gesamtvermögen mit G abgekürzt haben, das läßt einen eher an Gewinn denken.
Danke für deine Antwort!

Das hatte ich auch schon probiert. Aber da kommt mit den restlichen von mir genannten Werten immer noch nicht $r_G$ in Höhe von $\frac {1} {6}$ bzw. $-\frac{1}{6}$ raus.
Da muss dann noch irgendwas falsch sein in meiner Berechnung, ich weiß aber nicht was.
 

Münchner Kindl

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Zinsaufwand hat mit der FK-Rendite zu tun.

In der hier gefragten Gesamtkapitalrendite hat der Zinsaufwand von 0,1*0,6*18.000 nichts zu suchen.
 
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So steht es aber im Skript beim Leverage-Effekt, KE 3 S. 60:

$r_G = \frac {Jahresüberschuss + Zinsaufwand} {EK + FK}$

Ist das dann falsch?
 
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So steht es aber im Skript beim Leverage-Effekt, KE 3 S. 60:

$r_G = \frac {Jahresüberschuss + Zinsaufwand} {EK + FK}$

Ist das dann falsch?
Ich hänge schon wieder an einer solchen Aufgabe, wo es mit dem rG nicht klappt. Hat noch jemand eine Antwort für ich, auf meine hier zitierte Frage? :confused:
 
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$r_G = \frac {Jahresüberschuss + Zinsaufwand} {EK + FK}$

Ich berechen die Gesamtkapitalrendite foglendermaßen:
$r_G = \frac {G_1-G_0} {G_0}$ (Die Formel stand in einer Klausurlösung, in der man die Leverage-Formel herleiten musste.)
Damit komme ich auf $r_G = \frac {1} {6}$

Warum genau in der KE steht, dass der Zinsaufwand berücksichtigt werden muss, verstehe ich auch nicht.
 
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Danke für deine Antwort. Das probiere ich dann bei den nächsten Aufgaben dazu mal aus. Wenn es funktioniert, nehme ich den Weg und nehme es jetzt einfach mal als gegeben hin, dass im Skript etwas anderes steht.:cautious:
 
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