Hilfe zur Klausuraufgabe Klausur abmelden oder Risiko eingehen, Leistungsübersicht zu vermasseln?

Welche Strategie empfehlt ihr?

  • abmelden und nächstes Semester mit guter Vorbereitung die Klausur angehen

    Stimmen: 2 25,0%
  • einfach auf den Versuch ankommen lassen, egal welche Note rauskommt

    Stimmen: 3 37,5%
  • Klausur antreten und bei unpassenden Themen leeres Blatt abgeben für bessere Note im Zweitversuch

    Stimmen: 3 37,5%

  • Umfrageteilnehmer
    8
Studiengang
M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
ECTS Credit Points
0 von 120
Masterstudium Wiwi: Ich habe bei der Vorbereitung eine Klausur vernachlässigt, die im Laufe der Woche ansteht. Da dort bislang immer je 2 aus 4 KE abgefragt wurden und die jeweiligen Lagrange-Ansätze mir klar sind (ja, es ist ein VWL-Modul), könnte ich auf Risiko gehen und mit Glück wäre evtl trotzdem eine gute Note drin - oder eben nicht. Wenn ich dann eben in den Zweitversuch muss (eventuell auch am Ende taktisch "alles durchstreiche") oder mir die Note nicht gefällt, gibt es ja immer noch die zwei Extramodule zur Notenverbesserung. Auf dem Abschlusszeugnis muss die Note nicht zwingend stehen…

Problem: Doch wie sieht es aus, wenn ich mich vorher schon mit Noten aus dem Master bewerben will?

Sowohl auf dem Notenbescheid der einzelnen Klausur, den man per Post kriegt, als auch in der Leistungsübersicht kann man einen Zweitversuch immer nachvollziehen, oder?

Überhaupt scheint die Leistungsübersicht ziemlich inoffiziell auszusehen… Gibt es eine Möglichkeit, einen gesammelten Nachweis über ausgewählte bestandene Module mit Siegel und Unterschrift zu erhalten (sodass vielleicht noch „unglückliche Versuche“ ausgeblendet werden können)?

Die Variante, alle repräsentablen Notenbescheide bei Bewerbungen anzuhängen, wäre bei fortgeschrittenem Studium leider suboptimal, da ich ohnehin mit der großen Anzahl an Nachweisen hart an der Schmerzgrenze liege.



Hintergrund: Ich habe im Master noch keine Klausuren geschrieben. Mein Plan war, zwei Klausuren mit guter Vorbereitung anzugehen und Abstriche bei der oben genannten "dritten" Klausur zu machen, um das Quorum von 3 Klausuren direkt zu erfüllen. Da man ja später noch zwei Module zur Notenverbesserung schreiben kann, hätte ich einmal „vier gewinnt“ als notwendiges Übel einkalkuliert.

Nun habe ich mich von einer der eigentlich besser vorbereiteten Klausuren abgemeldet, also ist jetzt eigentlich der Druck entfallen, die Notnagel-Klausur auf Teufel komm raus zu schreiben…

(Leider hatte ich zu spät gemerkt, dass ich mich bei einem der beiden ausführlich vorbereiteten Module zu sehr an den KE orientiert und auf Verständnis gelernt hatte, es bei den Klausuren aber auf schnelles und richtiges Rechnen unter extremem Zeitdruck ankommt. Bei so viel Vorbereitung hätte ich mich über eine schlechte Note dann doch geärgert und habe deshalb geschoben.)



Im Hinblick auf Bewerbungen vor Studienende: Vermassele ich mir möglicherweise leichtfertig die Leistungsübersicht? Andererseits ist eine Klausur im Semester auch nicht besonders beeindruckend…
 
Ich kann mich mit keiner deiner Antwortmöglichkeiten anfreunden... bislang habe ich noch nie bei einer Bewerbung die Note von etwas beigefügt, was noch nicht abgeschlossen war... wenn man noch keine Arbeitszeugnisse hat, mag das aber auch was anderes sein (die Info zu deiner Person ist ja nicht gegeben).
Ich würde alle drei schreiben, da es mich tierisch ärgern würde mich weitere 6 Monate mit Stoff zu beschäftigen, den ich schon ein Semester vor der Nase hatte.
Und letztendlich ist eine Klausur zu einem gewissen Teil meistens Glückssache :paperbag: und die eine Klausur, bei der ich am Ende alles durchstreichen wollte, war im Endeffekt eine der besten Noten...
 
Ich schließe mich der Kiwi an.. der Abschluss ist am Ende entscheidend, die Note ist zweitrangig, vorallem auch der Versuch. Denn das kann so viele Gründe haben, warum es nicht geklappt hat, ob es mangelnde oder falsche Vorbereitung war, genau die Lücke kam dran, die eigene Klausur war viiiiel schwerer oder der Hamster krank.
 
Vielen Dank euch beiden für die Antworten. Ich habe im Grunde ziemlich gute Arbeitszeugnisse, die aber völlig irrelevant sind für alle Bereiche, in die ich möchte. Bin leider durch falsche Romantik und Fehlorientierung (=hatte aufgehört, in in meiner Spezialisierung [die ich hier nicht weiter ausführen möchte] zu arbeiten, weil ich aus persönlichen Gründen umziehen wollte und es dort keine qualifizierten Stellen gab) in den Niedriglohn-Sumpf geraten und mache das Studium gerade weil ich da raus will. Mein Erststudium war gut, aber ich bin schon jahrzehntelang raus aus der Materie. Ich denke schon, dass aktuelle Nachweise zu fachlich passenden Modulen glaubwürdiger machen könnten, dass es mir ernst ist mit meiner Rückorientierung und ich wieder einigermaßen up to date bin. VWL wird dabei aber wohl nur untergeordnet eine Rolle spielen.

Um noch einmal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Gibt es eine Möglichkeit, einen gesammelten Nachweis über ausgewählte bestandene Module (idealerweise mit Siegel und Unterschrift) zu erhalten? Oder sind Notenbescheide und die Leistungsübersicht (anscheinend immer incl. aller Fehlversuche) die einzige Möglichkeit?
 
Die Notenbescheide sind dein Nachweis oder der Ausdruck aus dem Prüfungsportal. Die Uni hat weit über 60.000 Studenten, wenn jeder Student nach dem Semester wieder einen Nachweis über ausgewählte Module bräuchte, würden die untergehen.. daher kriegst du ja den Notenbescheid mit Unterschrift und Siegel.

Und nur ein kleiner Hinweis, der nicht böse gemeint ist, du fängst doch gerade erst an. Ein Fernstudium ist eine harte Nummer, wenn man mir als Personaler 2 Notenbescheide schicken würde, dann ist das noch lange kein Studium oder qualifiziert jemanden für einen anderen Job. Das zeigt dein Engagement am Anfang, ja. Wenn du am Ende des Masters stehst, dann wird da etwas Ganzes draus. Und mit 2-3 Modulen ist man noch nicht up to date, meiner Meinung nach.
 
Kann den Vorrednerinnen nur zustimmen... Außerdem: Was spricht dagegen, zwei oder drei einzelne Notenbescheide in Kopie an die Bewerbung zu hängen? Nennenswerte Weiterbildungen hängt man ja schließlich auch an... Wenn allerdings diese zwei oder drei Notenbescheide der "Aufhänger" der Zeugnisse/Bewerbung sein soll, dann muss ich Leilla wirklich zustimmen, dass das irgendwie noch nichts über die tatsächliche Qualifikation aussagt. Es kommt aber auch natürlich total darauf an, wo Du Dich hinbewerben möchtest. Bei kleinen Mittelständlern, wo noch der Chef (äh, ich meine natürlich die Sekretärin) die Bewerbungen sichtet, da kann man was den Bewerbungsanhang angeht durchaus "kreativer" sein... D.h. unschöne Zeugnisse weglassen, dafür Notenbescheide nach vorn etc. (Gibt's viele Tricks... Personaler durchschauen das leider sofort.) Es ist also wirklich schwierig hier einen Hinweis zu geben... Aber ich persönlich würde mir wirklich überlegen, wie viel Zeit ich schon in das Modul investiert hab und ob ich das ertragen könnte, das Ganze noch einmal im nächsten Semester durchzukauen...
Wie Du Dich auch entscheidest: Viel Erfolg für Klausur und Bewerbungen!
 
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