Lernmaterial Klausurlösung 2013.09 - 32781 Rechnungslegung (Bilanzanalyse)

Münchner Kindl

Tutorin und Forenadmin
Ort
München
Studiengang
M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
ECTS Credit Points
120 von 120
Die Klausuraufgaben findet Ihr hier.




Aufgabe 4
  • Ziel- und informationskompatibel
  • Bilanz, GuV
  • Einblick in die Vermögens- Finanz- und Erfolgslage
  • Zugriff auf unternehmensinterne Informationen
  • HGB
  • Ermessens – Prognose- und Schätzungsspielräume
  • konservative
  • darstellungsgestaltend
  • Geschäftsführung
  • Anlagenspiegel
  • Verteilungsrechnung
  • Saarbrückener Formel, Firmenwertmethode



Aufgabe 5

a1) Forderung↑ an Umsatzerlöse↑
Das heißt, wir haben unsere Produkte auf Ziel verkauft.
Geld ist noch nicht auf unserem Konto eingegangen, also keine Einzahlung, aber da sich die Forderungen erhöht haben, ist es eine Einnahme.
Einnahme, Ertrag

a2) Darlehen↓ an Bank↓
Das heißt wir haben vom Bankkonto, ein Teil unserer Darlehensschulden getilgt.
Bank und Darlehensverbindlichkeit sinken um den gleichen Betrag, also ist da insgesamt keine Veränderung, also keine Ausgabe. Aufwendungen sind Tilgungszahlungen sind sowieso kein Aufwand (nur die Zinsen zu diesem Darlehen wären das!). Da bleibt nur Auszahlung.
Auszahlung

b) Die Größenklassifizierung ist in §267 HGB.
  • Bilanzsumme aus Bilanz
  • Umsatzerlöse aus GuV
  • Anzahl Arbeitnehmer aus Anhang.
c) Dazu auch Dr. Rosos Übungsaufgabe bearbeiten, die ist in diesem .zip-Archiv enthalten.

Gefragt ist hier danach, wann die Rechtsfolge eintritt. Diese tritt erst ein, wenn die Grenze zweimal überschritten wird, also hat das System eine gewisse Trägheit.

Nicht vergessen, G beinhaltet, daß auch die M-Grenze erreicht wurde, also in G steckt auch M (G ≥ M, oder M ist Teilmenge von G)!

M, G, M, K, M, K, M, M

Erklärung Konstellation 1:
  1. Nach der 1. Periode ist man bei K
  2. Nach der 2. Periode verbleibt man bei K, da M nicht 2mal erreicht wurde
  3. Nach der 3. Periode, wurde M 2mal erreicht (wenn man G erreicht hat, hat man M sowieso schon erreicht!), also wechselt man in Größenklasse M
  4. Nach der 4. Periode bleibt man in M
  5. Nach der 5. Periode bleibt man in M, da man nicht 2mal hintereinander die G-Größen erreicht hat
  6. Nach der 6. Periode bleibt man in M, da man nicht 2mal hintereinander die K-Größen erreicht hat.



Aufgabe 6

a)
1. Identifikation: Art der bilanzpolitischen Instrumente
2. Klassifikation: der identifizierten Instrumente, auf ihre Ausrichtung hin: konservativ/progressiv
3. Quantifizierung ihres Effekts: Schätzung des Ausmaßes

Man kann nie alle bilanzpolitischen Maßnahmen erkennen und damit auch schätzen, vor allem sachverhaltsgestaltende Maßnahmen könne genausogut aus rein betriebswirtschaftlicher Veranlassung geschehen sein.

b1) Es ist zu vermuten, daß die stillen Reserven gesunken sind, weil die neuen Bewertungsmethoden marktähnlichere Werte als die vorherigen Bewertungsmethoden hervorbringen.

Stille Reserven entstehen durch Unterbewertung von Vermögen, oder durch Überbewertung von Schulden.

b2) Daß die Unternehmenslage schlecht ist, sonst hätte es die Geschäftsführung nicht nötig gehabt, zu so einem bilanzpolitischen Trick zu greifen, um das Ergebnis künstlich besser erscheinen zu lassen.

c1) §274 HGB: Ansatzwahlrecht. Sie erhöhen den Gewinn und damit das Eigenkapital.

c2) Darstellungsgestaltung, da nicht die reale wirtschaftliche Lage verändert wird, sie wird nur anders dargestellt.

c3) Progressiv, da der Gewinn erhöht wird.

e)
  1. 20.000€ von KFK in LFK verschieben.
  2. Vorher waren die 5.000€ für Forschung direkt, sofortiger Aufwand, jetzt will man sie "kaufen" und damit aktivieren dürfen → Jahresüberschuß steigt um 5.000, AV steigt um 5.000.
  3. Bei den liquiden Mitteln gibt es keinen Unterschied, vorher hat man die Gehälter (5.000€) der Forscher direkt gezahlt, jetzt zahlt man die 5.000€ der Tochtergesellschaft und die zahlt dann die Gehälter. Weg ist das Geld auf jeden Fall.
SS 2013 6e.jpg

Gewinn: 5.000€ höher → 15.000€
Bilanzsumme: um 5.000€ mehr → 155.000€ (das ist eine Bilanzverlängerung!)




Aufgabe 7

a)
  1. Bei Kennzahlen werden viele Informationen auf einen einzige Kennzahl reduziert und es geht Information dadurch verloren.
  2. Falls man Normvergleiche macht (z.B. Unternehmen muß die goldene Bilanzregel erfüllen) ist der Nutzen dieser Normwerte nicht wissenschaftlich untermauert.
  3. Die Kennzahlen sind durch bilanzpolitische Maßnahmen leicht zu beeinflussen.
  4. Falls man einen Vergleich mit dem Branchendurchschnitt oder den Kennzahlen eines anderen Unternehmens macht, und man besser dasteht, heißt das noch lange nicht, daß man ein gutes Ergebnis hat, vielleicht sind nur die Kennzahlen derjenigen, mit denen wir vergleichen nur sehr schlecht. Laut Schmalenbach, ist dies die Gefahr "Schlendrian mit Schlendrian" zu vergleichen.

b1)
  1. Die 100% Grenze wurde willkürlich festgelegt und hat keine wissenschaftliche Basis.
  2. Die Liquiditätslage war am Bilanzstichtag so, aber seitdem sind mehrere Monate vergangen und die Zahlen sind schon veraltet.
  3. Vielleicht hat das Unternehmen nur durch bilanzpolitische Maßnahmen diese Grenze überschritten, und die wahre Lage ist viel schlechter.

b2) Acid test

c)
Soziale Sicherheit: finanzielle Leistungen des Unternehmens an das Personal
Bildung: betriebliche Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung
Betriebsklima: im Unternehmen herrschende Einflüsse auf die Zufriedenheit des einzelnen Arbeitnehmers
Beförderung: bestehende Aufstiegschancen

e)
  1. GoF rausholen, und das EK um ihn senken: 40.000
  2. Hälfte des JÜ, 15.000€ in EK: 55.000€
  3. Hälfte des JÜ in KFK (da ausgeschüttet werden soll): 45.000
  4. 5.000€ der Forderungen sind langfristig → ins AV verschieben: 105.000
  5. restlichen 35.000€ UV1 und das UV2 zusammenrechnen → bilanzanalytisches UV: 45.000
SS2013 7e.jpg
 
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