Kurzer Erfahrungsbericht zu Mathe Grundlagen SS2020

Hallo zusammen,

ich habe Mathe Grundlagen (Kurs 01141) an der FernUni Hagen im Sommer-Semester 2020 belegt und im 1. Versuch erfolgreich bestanden. Daher gebe ich mal im Folgenden eine kurzen Bericht.

Der Kurs ist unterteilt in 7 Kurseinheiten, wobei insgesamt eigtl. 4 Themenbereiche abgedeckt werden. Diese könnte man folgendermaßen einteilen, mit diesen Inhalten:
  • Allgemeine Grundlagen: Notation, Junktoren, Quantoren, Beweisverfahren, Vollständige Induktion, Abbildungen, Injektivität u. Surjektivität, Kompositionen, Verknüpfungen, Körper
  • Lineare Algebra: Matrizenrechnung, Lineare Gleichungssysteme, Vektorräume, Untervektorräume, Lineare Hülle, Erzeugendensysteme, Lineare Unabhängigkeit, Basis, Dimension
  • Analysis: Differentialrechnung, Integralrechnung, Folgen, Reihen, Stetigkeit, Konvergenzkriterien
  • Logik: Aussagen- und prädikatenlogische Formeln, Negationsnormalform, Konjunktive Normalform, Disjunktive Normalform, Äquivalenzumformungen, Schlussregeln, Quantoren, Formale Beweise
Ablauf des Semesters: Die ersten 14 Wochen verlaufen so, dass man je Kurseinheit 2 Wochen Zeit hat um Einsendeaufgaben einzuschicken, sowie einen Wahr/Falsch-Test ablegen kann (optional!) (20 Multiple-Choice Fragen, von denen man 15 richtig beantworten muss um zu bestehen, wobei bestandene Tests Punkte in der Klausur geben!). Nach den 14 Wochen hat man nochmal ca. 12 Wochen Zeit bis zur Klausur um den Stoff zu wiederholen, Aufgaben zu rechnen etc.

Meine Vorgehensweise:
Ich habe in den ersten 14 Wochen, immer innerhalb von 2 Wochen die Kurseinheit im Lernheft durchgearbeitet (wobei ich nicht jeden Beweis versucht habe nachzuvollziehen, denn dazu reicht die Zeit nicht!), anschließend habe ich mir die aufgenommenen Studientage zum jeweiligen Thema angeschaut, diese kann man auf der Moodle-Website der FernUni anschauen. Danach habe ich mir für die betreffende Kurseinheit noch die Karteikarten ausgedruckt, die ebenfalls von der FernUni auf der Moodle-Website angeboten werden, und habe diese Karteikarten studiert (2mal durchgehen und verstehen). Anschließend habe ich dann je Kurseinheit den W/F-Test abgelegt, und habe jeden Test auch bestanden. Tipp: auf jedenfall die Karteikarten durchgehen vorher, denn oftmals sind es die ähnlichen oder sogar identischen Fragen wie im W/F-Test. Für die Bearbeitung der Einsendeaufgaben hat es leider bei mir zeitlich nur selten gereicht. Es gibt je Kurseinheit ca. 5 Einsendeaufgaben, die allerdings echt anspruchsvoll und sehr zeitintensiv sind. Hier kann man schnell mal einen ganzen Tag mit verbringen, für 5 Aufgaben! Die Zeit hatte ich einfach nicht.
Nach den 14 Wochen habe ich dann mir alle Alt-Klausuren ausgedruckt und bin diese durchgegangen und habe mir eine Art Übersicht gemacht, welche Aufgaben-Typen es gibt. Anschließend habe ich nochmal einige Themen aufgefrischt anhand von den Studientag-Videos auf Moodle. Zu allen Klausur-relevanten Themen habe ich mir dann Übersichten/ Zusammenfassungen geschrieben in eigenen Worten, um zu sehen ob ich es verstanden habe. Außerdem bin ich zum Thema Induktion noch das angebotene Zusatzmaterial (ebenfalls auf Moodle) durchgegangen.
Nachdem ich mir die Zusammenfassungen erstellt hatte, habe ich dann begonnen die ganzen Altklausuren durchzurechnen. Hier war es sehr hilfreich, dass man sowohl für die Altklausuren als auch für die Einsendeaufgaben auf Moodle gute Musterlösungen findet.
Am 26.09. war dann die Klausur - diese habe ich erfolgreich im 1. Versuch bestanden.

Gesamtfazit: Es ist viel Arbeit - aber es ist gut machbar. Die Betreuung habe ich als hervorragend empfunden. Da Skript ist ansruchsvoll (weil sehr formal und wenig Beispiele). Aber die Studientag-Aufzeichnungen online sind sehr gut. Auch die Klausur ist sehr fair und man kann sich gut vorbereiten durch die vielen verfügbaren Altklausuren und sehr guten Musterlösungen die es dazu gibt.

Zeitaufwand: Ich habe ca. 260h investiert (20 Wochen a 13h) - und das hat zum Erfolg geführt.

Gruß.
 
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