Erfahrung Lehrstuhl Lehrstuhl Prof. Dr. Grosser (Wirtschaftspolitik)

ich kann vom Seminar Prof. Grosser Lehrstuhl Wirtschaftspolitik Seminar „Freakonomics“ berichten:

Nachdem man die Info über die Zuteilung eines Platzes bekommen hat, muss man eine Präferenzenliste für die Themen an den Betreuer schicken. Die Themen sind in Moodle im Seminarraum eingestellt. Dann werden am Tag vor dem Bearbeitungsbeginn (Anfang September) die einzelnen Themen zugewiesen (ich hab mein Wunschthema bekommen)
Bis ungefähr zur Hälfte der Bearbeitungszeit kann man dem Betreuer eine Projektskizze (4-5 Seiten) schicken und mit ihm besprechen. Man muss nicht, aber man wird gebeten es im Eigeninteresse zu nutzen.
Es war jederzeit möglich mit dem Betreuer Kontakt aufzunehmen und Fragen zu stellen. Antwort kam meist spätestens am nächsten Tag. Die Arbeit sollte dann per mail bis zu Abgabefrist als pdf an den Betreuer geschickt werden. (war bei mir dann Anfang Dezember)
Kurz vor Weihnachten kam dann die nette Nachricht per mail, über das Bestehen des schriftlichen Teils und die Teilnahme am Seminarvortrag. In dieser mail wurde auch die Note und Kommentare zur Arbeit mitgeschickt und auch Hinweise für den Vortrag.
ca. 1 Woche später kam die Einladung mit dem Zeitablauf für den Vortrag.
Seminardauer: 2 Tage. Man bekam im Vorfeld Teilnehmerliste und die Themen der Anderen und dazu die Angabe das man zu 2 Vorträgen inhaltliche Fragen stellen soll. Der Vortrag sollte 30 Minuten dauern und die Diskussion danach war auf 20 Minuten angesetzt. Es standen 11 Teilnehmer auf der Liste.
4 wochen später dann das Präsentieren. Seminarraum sehr klein, so das man sich im Raum auch nicht sonderlich verloren vorkam :-)
Die Leute waren alle sehr nett. Ich hatte eine angenehme Gruppe in der einige der Teilnehmer genauso aufgeregt waren wie ich. Prof. Grosser war nicht dabei, aber die 2 Betreuer waren sehr nett und echt locker. Durch die Diskussion an der man sich ja quasi vorgegebener massen beteiligen musste wurde die Anspannung auch noch ein wenig gelöst. Es wurde vor jedem Vortrag jemand bestimmt der das Präsentieren selbst beurteilen sollte - also Vortragstechnik und flüssiges reden usw. Fand ich sehr gut, denn gerade wenn man sowas ungern macht oder wie ich gar zum ersten mal, dann ist so ein Feedback hilfreich.

Ob man jetzt mit Folie oder den Projektor nutzte war egal, aber von Spielereien und vielen bunten Bildchen wurde abgeraten. Man sollte von seinem Vortrag zwei Ausdrucke an die Prüfer geben. Frei sprechen war wichtig und ich hatte nicht das Gefühl, daß es nachteilig war mit oder ohne Kärtchen vorzutragen. Es wurde empfohlen zwischendrin auch mal die Tafel oder Flipchart zu nutzen um die Aufmerksamkeit wieder zu steigern. Gern wurde auch gesehen wenn die Zuhöhrer mal direkt mit eingebunden wurden.
Die Betreuer selbst haben auch Fragen zum Inhalt gestellt, aber mehr Verständnisfragen und Erklärungsfragen und keine "in die Pfanne hau Fragen" und wirklich auch nur zum Thema des Vortrages. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck das die Prüfer einen in die Irre führen oder sonstwie "Testen" wollten. Selbst der eine Teilnehmer der seinen Vortrag total verhauhen hatte, weil er a) so aufgeregt war und b) schlecht vorbereitet, wurde nur auf seinem Niveau hin "befragt" und nicht noch mehr fertig gemacht.
Abends ging man (wer wollte) zusammen essen. Am zweiten Tag dann die restlichen Teilnehmer.
Das Ergebnis bekam man dann in der nächsten Woche per mail mitgeteilt. Inkl. Gesamtnote und Bewertung des Vortrages. Gewichtung Seminararbeit (60%) und Vortrags (40%)

Die Anmeldung zur Bachelorarbeit hatte ich eigentlich beim Lehrstuhl gleich beim Seminar gemacht, aber durch die Umstellung des Systems auf webregis wurden die dortigen Anmeldungen nicht mehr berücksichtigt und so habe ich im Anschluss leider keinen Platz für die BA-Arbeit bekommen und musste das Sommersemester warten. Für die BA-Arbeit kann man bei einigen Themen das Thema der Seminararbeit vertiefen. Welche Themen das sind wird schon in der Themenliste für das Seminar mit angegeben.

Alles in allem war es eine wirklich gute Erfahrung, ich habe viel für mich daraus gelernt. Die Betreuer Herr Paul und Herr Sonnabend sind wirklich nett und machen es einem nicht unnötig schwer. Und ja jetzt im Nachinhein kann ich sagen es war durchaus auch Spaß an der Sache dabei. :-)
 
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Ich kann von meinen zwei Seminaren berichten:
  • WS 2012/13 „Freakonomics“ bei Prof. Grosser und
  • SS 2013 „Statistik“ bei Prof. Singer
Zu dem Seminar bei Prof. Grosser hat @netere ja bereits ausführlich geschrieben. Den Ausführungen kann ich nur zustimmen. Bei mir hat es leider erst beim zweiten Anlauf mit einer Zusage geklappt. Die Themen sind größtenteils jedes Semester identisch. Die Einstiegsliteratur wird bei moodle zur Verfügung gestellt. Die Betreuung war wirklich gut. Man hat immer schnell eine Rückmeldung bekommen. Gut fand ich, dass man sowohl zu der Seminararbeit als auch zu dem Seminar insgesamt ein ausführliches Gutachten bekommen hat. Allerdings war das wohl von dem Betreuer abhängig. Nicht jeder hat dies so ausführlich gemacht. Ich habe sogar meine Seminararbeit mit ganz vielen Kommentaren versehen zurückbekommen, was sehr hilfreich war, um eigene Schwächen aufzudecken. Die Atmosphäre während des Seminars war sehr locker und angenehm.

Als zweites Seminar habe ich dann das Seminar bei Prof. Singer gemacht. Der Lehrstuhl bietet ein sogenanntes Proseminar an, wo man sich einfach mal reinsetzen kann und an einem Seminar teilnimmt, ohne irgendwelche Leistungen zu erbringen. Das Angebot hatte ich 2011 wahrgenommen und wusste zumindest was mich grob erwartet. Darüber hinaus hatte das Seminar den Vorteil, dass die Seminararbeit sehr früh abgegeben werden musste, so dass man durchaus in dem Semester noch gut Klausuren schreiben konnte. Ich habe neben diesem Seminar noch vier Klausuren geschrieben. Allerdings lag ein Teil der Arbeit in dem davorliegenden Semester. Das sollte man auf jeden Fall bei diesem Seminar berücksichtigen.

Die Zusage zum Seminar hatte ich am 21.12.2012 per Mail bekommen. Bis 8.01.2013 musste man seine Themenpräferenzen abgegeben haben. Auf der Internetseite des Lehrstuhls gibt es einen Themenkatalog, der sogar nach dem mathematischen Wissen gegliedert ist. Es gibt also auch Themen, die man gut meistern kann, ohne eine Mathe oder Statistikfreak zu sein (aber auch die finden dort was). Vier Wochen später (bei mir als 8.02.2013) ist zwingend eine Gliederung abzugeben. Nach der Rückmeldung kann man dann loslegen. Abgabetermin war der 5.04.2013. Die Betreuung war ebenfalls sehr gut. Man bekam immer sehr schnell eine Rückmeldung. Die Vorträge selber sollten Anfang Mai stattfinden. Bei mir kam allerdings ein Krankenhausaufenthalt dazwischen und ich konnte die Präsentation erst im November 2013 halten. Da die Themen teilweise auch doppelt vergeben werden, hatte ich mir den Vortrag mit einer Kommilitonin geteilt. Aber auch hier muss ich sagen, dass die Stimmung sehr gut war. Der gesamte Lehrstuhl ist sehr nett. Am Abend war die Gruppe geschlossen essen (inkl. Prof. und alle Betreuer) und hatte so die Möglichkeit die Mitarbeiter noch mal besser kennenzulernen.

Rückblickend muss ich sagen, dass obwohl der Lehrstuhl Grosser als sehr streng gilt, meine Note einen kleinen Tick besser war und das obwohl ich in das Statistikseminar mehr Arbeit investiert hatte. Ich hatte dann auch von beiden Lehrstühlen eine Zusage für die Abschlussarbeit und hatte mich dann aus beruflichen Gründen für den Statistiklehrstuhl entschieden. Ob es die richtige Entscheidung war, lässt sich nachträglich natürlich nur schwer beurteilen.
 
Meine Seminararbeit: Freakonomics

So, dann darf ich auch mal von meinen Erfahrungen berichten.
Ich durfte meine Seminararbeit "Freakonomics" beim Lehrstuhl Grosser schreiben. Mein Betreuer war Dr. Hendrik Sonnabend.

Ich muss zugeben, dass ich den Lehrstuhl anfangs nicht auf der Uhr hatte. Meine ersten Favoriten waren die Klassiker wie Controlling und Marketing. Erst als ich mich intensiver mit den Themen aus der Prüfungsinformation 2 beschäftigt habe, bin ich auf Freakonomics gestoßen. Anfangs dachte ich, wo bin ich denn hier gelandet? Themen wie organisiertes Verbrechen, Kinderarbeit, Korruption, Doping im Sport, Sklaverei etc. standen zur Auswahl :bugeye:. Man darf aus einem Katalog von 40 spannenden Themen wählen.

Da ich die Themen sehr ungewöhnlich und sehr spannend fand und mir der Termin der Präsenzveranstaltung auch gut passte, landete Freakonomics unerwartet auf meiner Prio 1. Und so gab es auch erfreulicherweise eine Zusage vom Lehrstuhl.

Was erwartet einen bei der Seminararbeit?
So ganz genau wusste ich das ehrlich gesagt auch nicht. Habe ich mich doch von den interessanten Themen fast schon blenden lassen :cool:
Zusammengefasst taucht man in die Welt der Mikroökonomik ein, genauer gesagt geht es bei jedem der spannenden Themen um ein theoretisches mathematisches Modell, mit dem man sich befassen darf. Um noch einen draufzulegen, 99% der Literatur ist englischsprachig.

Jetzt mal ohne Witz. Hätte mir jemand vorher mitgeteilt, dass ich meine Seminararbeit und ggf. auch Abschlussarbeit bei einem VWL-Lehrstuhl schreiben werde, ich mich ausführlich mit theoretischen Modellen beschäftigen muss und die gesamte Literatur englischsprachig sein wird, hätte ich ihn nicht für verrückt, sondern für völlig geisteskrank und unzurechnungsfähig gehalten.
Gleiches habe ich mir nämlich selbst vorgeworfen, als ich zum ersten mal wirklich realisiert habe auf was ich mich da eingelassen habe :rolleyes:

Aber warte mal...
VWL fand ich schon immer spannender, Mikroökonomik sowieso. Vielleicht etwas komplizierter, aber immer interessanter als die BWL-Themen?! Da überlegt man sich zum ersten mal, weshalb man eigentlich seinen Studienschwerpunkt nicht auf VWL gelegt hat? Wegen dem Berufsleben oder weil viele über die VWL-Module schimpfen?

Und jetzt darf ich mich sogar mit einem Thema beschäftigen, was mich persönlich schon immer interessiert hat.
"Gehaltsobergrenzen im Profisport" war mein Wunschthema und wurde mir auch erfreulicherweise zugeteilt. Aber wenn es nicht das geworden wäre, hätten mich die weiteren Themen, die ich priorisiert hatte, genauso brennend interessiert.
Man darf alle 40 Themen priorisieren, der Lehrstuhl vergibt dann die Themen und versucht diese auch einmalig zu vergeben, was eigentlich auch immer klappt.

Auf der einen Seite hatte ich nun mit englischsprachigen wissenschaftlichen Artikeln und theoretischen Modellen zu kämpfen, auf der anderen Seite war es aber nun mal ein Thema, was mich brennend interessierte. Zumindest für mich war das Thema wichtiger, was ich auch schnell beim recherchieren merkte. Denn wie jeder selbst am besten weiß, gibt es einen feinen Unterschied zwischen Themen mit denen man sich befassen muss und Themen mit denen man sich befassen möchte.

Für alle Themen gibt es Einstiegsliteratur in Form eines wissenschaftlichen Artikels, der auch die Basis der Seminararbeit bildet. Die Artikel aller Themen kann man sich bereits vor der Themenpriorisierung ansehen und somit vorab entscheiden ob man sich wirklich mit diesem Thema/Modell beschäftigen möchte.

Die Aufgabe
Die Seminararbeit besteht somit aus einem Pflichtteil (Erklärung des Modells) und einem Kürteil mit eigenen Ideen, Erweiterungen, Vertiefungen zum Thema. Die Gewichtung wird ungefähr mit 50/50 vorgegeben, ist aber auch nicht in Stein gemeißelt.

Das Wichtigste ist, dass der Lehrstuhl erkennen kann, dass man das Modell "wirklich" verstanden hat. Verstanden ist die eine Sache, aber selbstverständlich muss man die Thematik in seiner Seminararbeit auch so wiedergeben, dass sie auch andere "Leser" verstehen. Das Niveau des "Lesers" ist ein Studierender nach dem Grundstudium. Man muss somit nicht bei Adam und Eva beginnen.

Die Bearbeitungszeit beträgt 12 Wochen und der Bearbeitungsbeginn darf frei gewählt werden. Zumindest bis zu einem bestimmten Stichtag.

Die Literaturrecherche
Zur Recherche dienen wunderbare Datenbanken. Besonders "Econlit with Full Text" hat es mir angetan. Wenn es etwas relevantes zu diesem Thema gibt, dann findet man es dort auch. Meistens nicht nur die Quellenangabe, sondern den gesamten Artikel als PDF. Gibt es einen Artikel nicht, kann man sich diesen bequem über die Hagener Fernleihe bestellen. Die wissenschaftlichen Artikel in Verbindung mit einem Literaturverwaltungsprogramm bildeten das Hauptwerkzeug für meine Seminararbeit.

Die Betreuung
Mein Betreuer war Dr. Hendrik Sonnabend der mir auf alle meine Fragen, zufriedenstellende Antworten liefern konnte. Erreichbar per Telefon, E-Mail oder persönlich in Hagen. Ich habe sogar alle drei Kontaktmöglichkeiten genutzt, 90% der Kommunikation lief aber bequem über E-Mail. Fragen zu organisatorischen oder formellen Dingen werden direkt beantwortet. Gibt es mal Fragen zum Thema, weil man sich vielleicht unsicher ist, werden diese meist durch Gegenfragen beantwortet, die einem Hinweise liefern. Schließlich soll man ja selbst auf die Lösung kommen.

Zu Beginn der Bearbeitung gibt es eine Einführungsveranstaltung an der man Online oder vor Ort in Hagen teilnehmen kann. Auf der Veranstaltung wird noch mal auf die Aufgabe/Leistung eingegangen die man erbringen muss.

Die Seminararbeit
In meine erste wissenschaftliche Arbeit musste ich mich wirklich reinfuchsen. Die Einstiegsliteratur muss wirklich durchdrungen werden. Jeden Satz musste ich wie mit einem Skalpell sezieren, nicht nur wegen der englischen Begriffe. Mathematische Formeln und grafische Modelle müssen sitzen.

Als Schreibwerkzeug habe ich mich für LaTeX entschieden. Eine sehr gute Wahl die ich jedem nur ans Herz legen kann.
Für die Literaturverwaltung habe ich Mendeley verwendet. Ohne Literaturverwaltung geht es natürlich auch, aber warum sich das Leben unnötig schwer machen?

Die Seminarveranstaltung
Besteht man den schriftlichen Teil, wird man zu einem zweitägigen Blockseminar eingeladen. Der ungefähre Termin wird bereits in der Prüfungsinformation 2 kommuniziert, der genaue Termin mit der Seminarzusage. Meine Veranstaltung war von Freitagmorgen bis Samstagabend in Leipzig. Ich denke die Wochentage sind immer gleich, der Veranstaltungsort ist aber von der Lust und Laune der Betreuer abhängig. Ich fand das Regionalzentrum in Leipzig eine sehr gute Wahl. Zentral in Leipzig gelegen und Leipzig ist auf jeden Fall eine Reise Wert.

Die Präsentation
Aufgabe ist es seine Seminararbeit bzw. den Hauptteil der Arbeit in einer 30-minütigen Präsentation vorzustellen. Als Hilfsmittel dienen Laptop mit Beamer (auch eigener Laptop möglich), Tageslichtprojektor, Whiteboard oder Flipchart.

14 Teilnehmer waren es bei mir plus zwei Betreuer.

Die Diskussion
Im Anschluss findet eine 15-minütige Diskussion statt. Es werden zwar vor der Veranstaltung zwei Teilnehmer ausgewählt die 2-3 Fragen zum Thema stellen sollten, aber jeder der Teilnehmer darf fröhlich mitdiskutieren und auch Fragen stellen, die man durch das beschäftigen mit seinem Thema auch beantworten kann bzw. zumindest eine Meinung dazu hat. Viele Fragen drehen sich auch mehr allgemein um das Thema und nicht speziell um das theoretische Modell.
Diese Aufgabe bleibt dann nämlich den Betreuern vorbehalten ;-)
"Erklären Sie uns die Auswirkungen wenn man diesen Faktor verändert" etc.
Hier ist auch Glück gefragt, ob man die Frage wirklich verstanden hat bzw. diese auch beantworten kann. Ich hatte aber den Eindruck, dass die Betreuer bei der Bewertung mit dem richtigen Fingerspitzengefühl unterwegs waren.

Zwei Personen die direkt vor der Präsentation bestimmt werden, dürfen dann auch noch ein kurzes Feedback zum Vortrag abgeben. Positives und auch Kritik darf geäußert werden. Hier brauchen wir uns aber auch nichts vorzumachen. Denn eine Krähe hackt der anderen ja nicht das Auge aus ;-).
Etwas mehr konstruktive Kritik finde ich allerdings durchaus ratsam, denn schließlich sollen sich ja alle Teilnehmer weiterentwickeln. Dem Koch, dem ich nicht mitteile, dass seine Nudeln immer zu weich sind, wird dies auch nicht ändern... Am Ende ist Kritik aber auch subjektiv, deswegen darf man das auch nicht überbewerten. Gilt allerdings nicht für zu weiche Nudeln, die ich aus 20 Meter Entfernung erkennen würde ;-)

Das Niveau der Vorträge war mMn überraschend hoch. Alle die vorher immer schimpfen, sie können nicht präsentieren und es gibt nichts schlimmeres als vor einer Menge zu sprechen, machen sich oft unnötig Sorgen. Beschäftigt Euch mit Eurer Präsentation, übt sie rauf und runter und ihr macht das mit links.

Der Abend
Nach dem ersten Seminartag geht man noch gemeinsam Essen (freiwillig) und lässt den Abend bei einem Bier oder Wein ausklingen. Wer am ersten Seminartag bereits dran war, konnte den Abend auch etwas länger ausklingen lassen. So durfte ich, der gleich Morgens der Erste war, noch ein wenig das Leipziger Nachleben kennenlernen :whistling:
Fies, wird manch einer sagen, aber alles hat seine Vor- und Nachteile:
So hatten die Teilnehmer die erst am zweiten Tag an der Reihe waren, noch die Möglichkeit an ihrer Präsentation zu feilen und die Dinge die vielleicht weniger gut ankamen zu streichen und um die positiven Dinge zu erweitern.

Die Veranstaltung war aufgrund der Themen, Präsentationsstile und Diskussionen wirklich sehr interessant und hat meinen Horizont erweitert.

Fazit
Ich kann das Seminar Freakonomics mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen.
Allerdings sollte man sich bewusst sein, auf was man sich einlässt. Im Gegenzug darf man sich aber mit spannenden Themen beschäftigen.

Wer sich mit der englischen Literatur nicht so richtig anfreunden kann, braucht sich auch nicht zu verstecken. Ich spreche aus Erfahrung ;-) Wörterbücher, Übersetzungsprogramme etc. sind nützliche Hilfsmittel. Das Vokabular ist bei fachspezifischen Themen auch einigermaßen begrenzt und vieles wiederholt sich bei der Recherche.

Um ehrlich zu sein war meine Seminararbeit bisher das Anspruchsvollste was ich in meinem Studium leisten musste. Allerdings war es auch die interessanteste Aufgabe die mir aufgrund des gewählten Themas sehr großen Spaß bereitet hat.
Am Ende ist es wie mit allem im Studium. Wer sich mit einem Thema intensiv auseinandersetzt, wird jede Aufgabe meistern.

Note:
1,3 schriftliche Arbeit (60%)
1,3 Präsentation (40%)
1,3 Gesamt

:wein:
 
Hallo Antonio, mich würde das Seminar beim LS Grosser auch sehr interessieren. Ich würde mich daher gerne im WS 16/17 gerne für ein Seminar dort anmelden. Dein Erfahrungsbericht klingt ebenfalls interessant und so habe ich mir bereits für das SS16 die Themen schon einmal angesehen. Als Sportfan ist mir das Thema Gehaltsobergrenze im Profisport in Erinnerung geblieben, was ja auch dein Thema war.
Leider kann ich mir unter einer Seminararbeit und den Englischen Einstiegstext noch nichts genaueres vorstellen. Habe nun schon vieles hier im Forum gelesen aber je mehr ich lese desto mehr beunruhigt mich die Aufgabe Seminararbeit.
Wo bekomme ich Literatur her? Wie schreibe ich wissenschaftlich? Was muss ich mit Quellen beachten? Lauter so Fragen dabei hab ich noch nicht mal ein Thema.
Mich würde nun interessieren wie so eine Seminararbeit in der Endfassung aussehen könnte bzw. was so erwartet wird. Habe bisher ein paar Seminararbeiten im Internet gefunden und wollte daher mal nachfragen ob du mir deine zum Lesen zur Verfügung stellen könntest oder zumindest einen kleinen Einblick gewähren könntest ob es wirklich ein "Wunschthema" von mir werden könnte? Kann man sich auch ohnedas man einen Seminarplatz hat die Literatur besorgen, und wenn ja wo und welche?
Desweiteren hast du vielleicht Erfahrung wie schwer es ist beim LS Grosser genommen zu werden für eine Seminararbeit ? Man hört immer das zB der LS Littkemann sehr schwer sein soll eine zu bekommen. Vorallem bin ich nicht Prio 1 was die Vergabe angeht.

Vielen Dank für die Auskunft
 
Wo bekomme ich Literatur her? Wie schreibe ich wissenschaftlich? Was muss ich mit Quellen beachten?
Für solche grundlegenden Fragen gibt es an einigen Regionalzentren super hilfreiche Veranstaltungen. Die kann ich dir nur wärmstens empfehlen. Und auch hier im Forum wurde viel darüber geschrieben. Da sollte man dann einfach mal die ganzen Seminarthemen querlesen. So bekommt man viele hilfreiche Tipps.
 
Ich berichte gerne vom Seminar "Grenzbereiche der VWL" (Prüfer & Betreuer: Prof. Grosser) im SS 2018.

Nach der Zusage zum Seminar bekam jeder Teilnehmer einige Themen zur Auswahl, die mit Einstiegsartikeln hinterlegt wurden.
Bis zum 01.03.2018 mussten Themenpräferenzen auf Basis der Einstiegsartikel abgegeben werden.
Am 25.03.2018 wurde uns das zugeteilte Thema mitgeteilt. Ebenso wurde in dieser Nachricht erwähnt, dass jeder Teilnehmer in den nächsten Tagen Arbeitsaufträge erhält, die die Bearbeitung des Themas erleichtern sollten. Weitere Angaben oder Forschungsfragen gab es nicht.
Die Arbeitsaufträge sind daraufhin nicht eingetroffen. Ein Monat lang war vom Betreuer nichts zu hören. Es gab weder telefonisch noch per Mail eine Antwort. Die Hälfte der Bearbeitungszeit war somit verstrichen, ohne, dass man jemals Hilfe erhalten hätte. Bei mir stellte sich schon langsam Panik ein, weil der Abgabetermin bereits der 03.06.2018 war.

Eines Tages kam nun doch eine Nachricht vom Betreuer. Er entschuldigte sich für das lange "Schweigen" und kam uns mit ein paar Gegenvorschlägen (unter anderem auch das Verschieben der Abgabe auf 22.06.2018) entgegen. Die versprochenen Arbeitsaufträge folgten ebenfalls kurze Zeit später - allerdings waren es nur noch Bearbeitungsvorschläge, weil es ja sein konnte, dass einige Teilnehmer bereits etwas erarbeitet haben. Nach diesem "Ausfallsmonat" waren seine Antworten übrigens regelmäßig und zeitlich OK (max. 2 Tage Wartezeit).

In diesem Monat ohne Antwort versuchte ich, einige Literatur zu finden. Das war wirklich nicht so einfach. Erstmal musste man sich in zurechtfinden, sodass man überhaupt Literatur, die kostenfrei zur Verfügung steht, finden kann. Hierfür mein Tipp: ladet euch die CISCO ANYConnect Sofware runter, mit der ihr eine VPN-Verbindung zum Uni-Server herstellen könnt und steigt über uni-bib ein.

Nachdem ich den Bearbeitungsvorschlag erhalten hatte, habe ich erstmal nur Bahnhof verstanden. Ich dachte immer, dass so eine Arbeit hauptsächlich mit guter Recherche zu tun hat. Aber bei diesem Bearbeitungsvorschlag musste ich einfach nur rechnen. Mein Einstiegsartikel zeigte ein mathematisches Modell, welches in der Arbeit bis aufs kleinste Detail und jeden Zusammenhang zerlegt werden sollte. Der Bearbeitungsvorschlag lieferte eine Vereinfachung des Modells, sodass am Ende eine selbst erstellte Grafik daraus entstand, wodurch ich die Zusammenhänge leichter erklären konnte als im Basismodell. Das hört sich jetzt vielleicht einfach an, aber für mich war das die reinste Hölle.

Am Ende kam eine Arbeit raus, bei der ich keinen einzigen Zusatzartikel integriert habe (nach Info des Betreuers OK). Sämtliche Erkenntnisse, Zusammenhänge und Grafiken habe ich selbst erarbeitet und errechnet. Was mir eigentlich überhaupt nicht liegt.

Ich werde die Arbeit morgen abschicken und hoffe, dass sie positiv ist.
Der Vortrag lässt noch auf sich warten, aber ich werde euch gerne weiter berichten.

:arbeit:Diese Seminar sollte nur belegen, wer mathematisch/mikroökonomisch begabt ist. Ich bin es nicht....
 
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