Lernen & Organisation Wirkungsvoll präsentieren und überzeugend vortragen (Mentoriat)

Dieses Thema im Forum "Lernen und Organisation" wurde erstellt von Cicero, 13 Juli 2018.

  1. Cicero

    Cicero

    Ort:
    Mainspitze
    Hochschulabschluss:
    Diplom-Wirtschaftsingenieur
    2. Hochschulabschluss:
    Master of Business Administration
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    2. Studiengang:
    Erste Juristische Prüfung
    Leitung: Herr Brandt vom Regionalzentrum Frankfurt
    Ort/Datum: Regionalzentrum Frankfurt / 09.07.2918

    Auf der Veranstaltung ging es um die Fragen:
    1. Was bedeutet Präsentieren?
    2. Wie bereitet man eine Präsentation vor?
    3. Wie hält man eine Präsentation?
    4. Wie geht man mit Lampenfieber um?
    Hier einige Stichpunkte zu den obigen Fragen:

    Zu 1.: Was bedeutet Präsentieren?
    Gute ReferentInnen informieren nicht nur sondern regen zum Nachdenken an, wecken Neugier und können auch provozieren, denn Sie haben
    • relevante Themen
    • interessante Fragen
    • Thesen und Argumente!

    Zu 2.: Wie bereitet man eine Präsentation vor?
    Hier wies Herr Brandt darauf hin, sich nicht nur auf die inhaltliche Ausarbeitung zu fokussieren sondern auch unbedingt die Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Dazu gehören:
    • Redeanlass
    • Art der Veranstaltung (mündl. Prüfung, Seminar etc.)
    • Prüfungsordnung und Vorgaben des Lehrstuhls
    • Atmosphäre
    • Nur eine Präsentation oder mehrere hintereinander
    • Ablauf der Veranstaltung
    • Die Umgebung (inkl. technische Gegebenheiten)
    • Das Publikum (z.B. Prüfer, Beisitzer und Kommilitonen)
    In diesem Zusammenhang empfahl er den Teilnehmern von älteren Semestern zu lernen und stellte die folgenden Webangebote vor und schlug vor dort nach Prüfungsprotokollen zu fragen:

    Zu 3.: Wie hält man eine Präsentation?
    Hier wurden die unterschiedlichen Präsentationsstile vorgestellt
    • Freie Rede (hierunter versteht man an der FernUni Hagen, keine Improvisation sondern, dass der Referent sein Manuskript auswendig aufsagt)
    • Die meisten Studierenden arbeiten mit einem Vortragsmanuskript oder Karteikarten
    Herr Brandt stellte zudem die 3a Technik vor:
    • Manuskript bzw. Karteikarte anschauen, Satz/Wort einprägen
    • Aufschauen und Zuhörer anschauen
    • Aussprechen mit Blickkontakt
    • Kontakt halten, so lange man sprechen
    • Ins Manuskript oder auf die Karteikarte schauen.
    Zur Stimme und Sprechweise führte er aus:
    • laut und deutlich sprechen
    • Sprechgeschwindigkeit: 80 bis 100 Wörter/Minute
    • Sprechtempo variieren (schnell – langsam)
    • Höhen und Tiefen einbauen (Bogensätze)
    • Pausen nutzen (dazu innerlich sagen "Punkt Pause")
    • Wichtige Punkte/Stellen betonen

    Zu 4.: Wie geht man mit Lampenfieber um?
    Hier wurden Atem- und Entspannungsübungen empfohlen. Allerdings mit dem Hinweise, dass diese bereit lange vor der Präsentation üben müsse. (Zwei Tage vor der Präsentation damit zu beginnen sei eindeutig zu kurzfristig).

    Als Nothilfe im Ernstfall kann man sich
    • hinstellen eine Hand auf den Bauch legen
    • einatmen sodass die Luft den Bauch anhebt (wichtig!)
    • die Luft kurz anhalten
    • wohldosiert ausatmen
    Er gab auch Tipps gegen Redeangst:
    • Sich vorab mit dem Standort vertraut machen
    • Sich die Situation möglichst realistisch vorstellen
    • Auf ernste Gesichter gefasst sein
    • Vor dem Vortrag eine Entspannungsübung praktizieren
    • Die Situation nicht zu ernst nehmen
    • Sich den Ernst der Lage bewusst werden, und gleichzeitig realisieren, dass keiner etwas Böses will: Die Prüfer sind auch an erfolgreichen mündlichen Prüfungen interessiert!
    Abschließend sagte Herr Brandt, dass TeilnehmerInnen die Ihre Prüfungsangst/Lampenfieber nicht beherrschen können, sollten sich an das Regionalzentrum wenden. Dort können man Ihnen ggf. geeignete Therapeuten vermitteln.

    Herr Brandt erwähnte mir gegenüber noch 3 aktuelle Angebote des Zentrums die ich im Hessen Forum vorgestellt habe:

    Mein Fazit
    Der Fokus der Veranstaltung lag eindeutig auf Präsentationen im Rahmen von Prüfungen an der FernUni Hagen.
    Die kostenlosen Mentoriate sind besuchenswert, zumal man dort auch andere StudentInnen kennen lernt und sich mit ihnen austauschen kann.

    Idee
    "Reden lernt man durch reden." Cicero

    Regionale fachbereichsübergreifende Diskussions- bzw. Präsentationskreise zu bilden fände ich spannend. — Ähnlich den Toastmasters ( https://www.toastmasters.org/ ) aber speziell für Studierende der FernUni Hagen. Dort könnte man(frau) in einem geschützten Raum diskutieren und präsentieren üben. Zumindest in Frankfurt würde das Regionalzentrum sicher die Räumlichkeiten und technische Infrastruktur kostenlos zur Verfügung stellen.

    Ich werde den Vorschlag auf dem nächsten Stammtisch in Frankfurt am 08.08 vorbringen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Juli 2018
    Lemmy und Antonio gefällt das.

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