Plauderecke Karriere nach dem BoL

Dieses Thema im Forum "Plauderecke Rechtswissenschaft" wurde erstellt von iii, 11 Mai 2018.

  1. iii

    iii

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    Karlsruhe
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    180 von 210
    Hallo zusammen,

    aus den Mentoriaten und dem Rhetorik-Seminar weiß ich, dass sich sehr viele Ex-Jura-Studenten unter uns befinden. Auch ich habe kein Staatsexamen und aus der Not heraus als Plan B mit dem BoL begonnen. Jetzt stehe ich kurz vor dem Abschluss und überlege wohin die Reise für mich beruflich hingehen soll. :confused:

    Vielleicht kann man sich hier ja austauschen? Über Stellenangebote, Erfahrungen, usw.? Vielleicht möchten auch einige "Ehemalige" berichten, ob sie schnell, einfach, schwierig etc. eine passende Stelle mit dem BoL bekommen haben und als was? Aktuell durchforste ich die üblichen Stellenportale und schicke von Assistentin der GL über Rechtsberaterin in Unternehmen alles mögliche raus.

    Wie siehts bei euch aus?
    :danke:
     
  2. Hallo,

    dieses Thema interessiert mich auch sehr.
    Ich habe mich noch nicht irgendwo beworben.

    Wie ist denn so deine Erfahrung bisher ?
    Ich werde eine Mediationsausbildung beginnen zusätzlich im September.

    Hast du schon antworten von potentiellen Arbeitgebern bekommen?Habe ebenfalls kein Staatsexamen (noch nicht ).
     
  3. KaNarlist

    KaNarlist

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Hab mich auch noch nicht diesbezüglich beworben. Aber wenn man regelmäßig Stellenanzeigen durchstöbert stellt man fest, dass immer mehr Wirtschaftsjuristen gesucht werden. Manchmal wird ein Master verlangt, aber meistens sieht man eher sowas alla "Wirtschaftsjurist/in oder Volljurist/in"
     
  4. iii

    iii

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    Karlsruhe
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    180 von 210
    @Käffchen, nein noch nicht, aber ich habe ja auch erst begonnen :).Achja mich würde aber auch der Öffentliche Dienst interessieren: da dürfte man doch theoretisch dann in den höheren Dienst einsteigen?

    Da würde mich aber interessieren, ob Volljuristen wohl immer bevorzugt werden?
    Weiß jemand, wie "anerkennt" der BoL bei Unternehmen ist?
     
  5. Ulli01

    Ulli01 Gesperrt

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    Bachelor of Laws
    Wie kommst Du auf die Idee, dass man mit dem BoL Zugang zum höheren Dienst hätte?
     
  6. Man kann soweit ich weiß, in den gehobenen Dienst mit dem Bachelor, der höhere Dienst mit dem Master.

    Hast du dich für nächstes Jahr schon beworben, wenn du deinen Abschluss hast oder schon für jetzt ?
     
  7. Ulli01

    Ulli01 Gesperrt

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    Bachelor of Laws
    Naja, in den gehobenen Dienst wird man auch mit Abi eingestellt, da braucht man keinen BoL...
     
  8. Ja aber nur wenn man eine 3 jährige Ausbildung macht kommt man am Ende da rein, nicht direkt mit Abitur
    Der Bachelor berechtigt zum sofortigen Eintritt.
     
  9. Ulli01

    Ulli01 Gesperrt

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    Bachelor of Laws
    Mal sehen, ich will in den gehobenen Dienst, bewerbe mich nach dem Abi bei der entsprechenden Behörde, mache meine 6 Semester duale Ausbildung mit einem entsprechenden Studienabschluss, und kassiere in der Zwischenzeit nach Beamtenrecht meine Anwärterbezüge, oder aber ich studiere auf eigene Faust min. 7 Semester auf eigene Kosten BoL, und habe damit eine Chance eventuell eine Stelle in einem öffentlichen Bereich im gehobenen Dienst zu ergattern, für den nicht genügend eigenen Leute aus dem behördeneigenen Ausbildungsgang zur Verfügung stehen, vorausgesetzt natürlich auch noch, meine Endnote liegt im oberen Bereich, da die Bewerber auf den Listen nach Noten sortiert werden, und die Anzahl an Stellen entsprechend gering ist...
    Ach ja, und in den meisten Fällen wird dabei dann auch noch ein zusätzlicher Vorbereitungsdienst fällig werden...

    Wofür sollte man sich entscheiden, wenn man in den gehobenen Dienst möchte...? ;-)
     
  10. iii

    iii

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    Karlsruhe
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    Bachelor of Laws
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    Ich meine gehobenen Dienst; habe mich verschrieben/verwechselt ... man kann aber auch etwas netter nachfragen!
     
  11. Ulli01

    Ulli01 Gesperrt

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    Bachelor of Laws
    Wie bereits ausgeführt, benötigst Du für den gehobenen Dienst keinen BoL, da hierfür bereits das Fach-Abi völlig ausreichend ist, und alles andere nur eine Zeitverschwendung darstellen würde, noch dazu mit geringen Chancen auf eine "beliebte" Stelle im gehobenen Dienst...

    Und wie hättest Du die kurze Frage den gerne "netter" formuliert?

    Ich finde Diskussionen wie diese immer wieder interessant zu beobachten!
    Offenbar haben relativ wenige Studenten ein genaues Bild, was sie mit Ihrem Abschluss anfangen können, bzw. eben nicht!
    Ich kann mich nicht daran erinnern in einer derartigen DIskussion (hier und in anderen Foren) schon einmal erfolgreiche Berufseinsteiger angetroffen zu haben, die mit ihrem Abschluss etwas anderes erreichen konnten, als bei einem RA als Rechercheassistent bzw. Kopiermaschinenbediener, oder auf ähnlichen Stellen, anzufangen.
    Stellen im Öffentlichen Dienst habe ich z.B. zum Abschluss BoL nur drei aktuell auf den einschlägigen Jobbörsen gefunden, und bei denen ist der BoL nur einer von vielen Abschlüssen, die als Eignung angegeben waren, oder anders gesagt, da muss man sozusagen nur überhaupt einen Abschluss vorweisen können.
    Auch die immer wieder vorhandene Auschreibung von Stellen für "Wirtschaftsjuristen" haben fast nie etwas mit dem BoL zu tun, sondern richten sich an Dipl-Wirtschaftsjuristen, oder bestenfalls noch LLM´s!
    Erschwerdend kommt für den Abschluss an der FUH hinzu, dass hier gar keine "Wirtschaftsjuristen" graduiert werden, diese Bezeichnung also für einen Hagener BoL auch gar nicht zu verwenden ist.
    Die Tatsache, dass immer wieder damit geworben wird, als BoL wäre man "Jurist", ist im Arbeitsmarkt, vor allem auch angesichts einer großen Zahl an verfügbaren Volljuristen, leider meiner Beobachtung nach, wenig bis nichts wert!
    Schaut Euch mal die mehr als wagen Erläuterungen auf der BoL-Seite der FUH an, das ist nur Wischiwaschi, um die Leute zum Studium zu bewegen, konkret verwertbare Aussagen finden sich dort praktisch nicht, sondern nur das erwecken von (falschen) Hoffnungen....
     
  12. Anja27

    Anja27

    Studiengang:
    Master of Laws
    Wenn ich von der klassichen RA Kanzlei ausgehe, dann wird der Volljurist sicherlich vorgezogen.

    Aber im Bereich Steuerberatung, Datenschutzrecht (wenn ich entsprechendes Interesse mitbringe, bzw.
    bereit bin, mich zusätzlich zu qualifizieren) und im Unternehmenskontext steht der BoL dem Volljurist in nichts
    nach. Aber das ist nur meine bescheidene (berufs)praktische Erfahrung und ich möchte nicht eine
    der unzähligen Diskussionen vom Zaun brechen, ob nun der Volljurist besser ist oder der BoL. M.E. hat beides
    seine Berechtigung.

    Dass nicht ausschließlich ein BoL gesucht wird, ist schon klar. Aber ein Studium alleine qualifiziert in den
    seltesten Fällen (meist eben nur die, die mit dem Staatsexamen abschließen) für einen konkreten Beruf.
    Insofern gebe ich Ulli schon Recht. Man sollte sich vor der Aufnahme des Studiums Gedanken machen
    (wenn man es nicht als reines Hobby betreibt), in welche Richtung man möchte und sich nicht auf die Aus-
    sagen auf der FU Seite verlassen. Und wenn ich in die öffentliche Verwaltung will, dann würde ich diesen
    Weg auch direkt einschlagen.

    Ich kann aber all' die verstehen, die nach einem versemmelten Staatsexamen nach einer Alternative suchen,
    und da ist der BoL sicherlich nicht der schlechteste Weg. Hut ab vor allen, die sich wieder aufrappeln und die Energie
    aufbringen diesen Weg zu gehen.
     
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  13. Das hört sich ja fast danach an, dass die Arbeitslosigkeit vorprogrammiert ist.

    Also so schwarz sehe ich es nicht, gerade bei den Stellen die Wirtschaftsjuristen suchen kann man sich definitiv bewerben. Ich möchte behaupten, dass die Juristen der FUH sogar die besseren Wirtschaftsjuristen sind, weil diese nun mal richtig Jura gemacht haben und dazu auch die richtigen BWL Fächer ( solche die nicht speziell an Juristen angepasst sind, sondern solche die auch die BWLer mitschreiben).

    Bei einem stimme ich überein, dass derjenige der Anwalt werden möchte, natürlich beide Staatsexamen braucht und derjenige der das möchte diesen Weg auch einschlagen muss.

    Nicht destozrotz ist aber der Bachelor gerade für andere Bereiche da, wie z.B in der Rechtsabteilung eines Unternehmen.

    Nicht selten habe ich gelesen, dass Wirtscjaftsjuristen oder Volljuristen gesucht werden. Der Jurist (BOL) mit nachgewiesenen
    wirtschaftswissen. Kenntnissen ist doch immer besser als einer ohne, wenn man in einem Unternehmen tätig wird. Kein Volljurist der nicht speziell ausgebildet ist, versteht es Bilanzen etc. zu lesen und wirtschaftsspezifische Zusammenhänge richtig zu erfassen.

    Es muss endlich mal ein Umdenken stattfinden, selbst die Zeiten von Staatsexamen haben in einem Zeitalter von Europäisierung eigentlich keine Berechtigung mehr.
    Selbst das Staatsexamen für die Lehrerauabildung wird durch den Bachelor und Master mehr und mehr abgeschafft. Das nur mal am Rande.

    Ein gut informierter Arbeitgeber und dies sollte doch eigentlich Standard sein, wenn man eine Juristen / Wirtschaftsjuristwn sucht wird sicher den Mehrwert eines Juristen mit wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen aus einer Universität stammend zu schätzen, statt jemanden von einer Fachhochschule zu bevorzugen. Das Studium ist da natürlich auch anstrengend, aber bei weitem nicht mit einer richtigen Universität zu vergleichen. Dies ist nicht nur meine Meinung, sondern auch die der Lehrenden ( Quelle :familiäres Umfeld).

    Klar kann es einfacher sein in den gehobenen Dienst durch ein Fachhochschule Studium zu kommen, aber bei weitem nicht der einzige Weg.

    Daher bleib schön dran, wenn du darauf Lust hast !
     
  14. iii

    iii

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    Also was ist denn jetzt hier los?:cautious:
    So liest es ich, als könnte man mit Abi direkt Vollzeit einsteigen und das ist (wie du bereits auch geschrieben hast) nicht möglich, da zunächst der Weg über das Studium an der Hochschule für den Öffentlichen Dienst nötig ist.

    Und ich frage mich wirklich, wieso du überhaupt den BoL machst bzw. was du überhaupt hier macht bei so viel Unzufriedenheit? So negativ und frustrierend wie du den BoL beschreibst, sollte man wohl kaum Zeit oder Lebensenergie hier verschwenden. :hammer:
    Ich habe auch nach Erfahrungen gefragt und so ausführlich deine Antworten sind, konnte ich nicht herauslesen, ob es sich bei dir um eigene Erfahrungen handelt.
    Tipps wie "das hätte man direkt nach dem Abi so und so machen sollen!" kann man sich denk ich getrost sparen, außer du weißt wie man sich in die Vergangenheit zaubern kann.

    Mir wurde von mehreren Seiten erzählt, dass das möglich ist bzw. von Leuten erzählt, die diesen Einstieg gemacht haben. Natürlich gibt es unterschiedliche Wege und Möglichkeiten, aber anscheinend ist dieser auch möglich! Ich habe es noch nicht versucht und würde mich daher über ECHTE Erfahrungen und einen Austausch freuen.
     
  15. Ulli01

    Ulli01 Gesperrt

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    @Käffchen
    Aber gerade den Abschluss als Wirtschaftsjurist kannst Du überall besser machen, als an der FUH!
    Das Studium zum Wirtschaftsjurist legt den Schwerpunkt auf die wirtschaftlichen Bereiche, und behandelt das juristische dabei als die zweite Geige, hier ist es genau andersherum!
    Wenn man sich hier im Forum mal umsieht, dann stellt man auch fest, dass gerade die steuerlichen Themen zwar angeboten werden, aber nach den Forenbeiträgen zu urteilen, eben nicht von vielen auch belegt werden. Andere (Privat)-Hochschulen legen da ganz andere Schwerpunkte (z.B. IUBH - Von der ich allerdings dringend abrate!!) und verleihen eben auch den Abschluss "Wirtschaftsjurist LL.B/M".
    Wenn Du deinen BoL an der FUH machst, bist Du all das eben gerade nicht, und es sind genügend Bewerber auf dem Markt, als dass sich die Firmen dann auch diejenigen aussuchen können, die den von ihnen "gewünschten" Titel auch tatsächlich vorweisen können.
    BWL/VWL kannst man übrigens auch in jedem "normalen" Jurastudium studieren. Auch hier kann man Schwerpunkte bilden, und kann auch hier dann den Zusatztitel "(Diplom-)Wirtschaftsjurist" erhalten. In all diesen Fällen bietet der BoL an der FUH eben gerade keinen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern. Und ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass jemand mit versemmeltem 1.StEx für die "üblichen BoL" Jobs eher genommen wird, wenn seine sonstigen Leistungen vor dem Examen annehmbar waren, als ein BoL mit durchschnittlichen Noten!
    In meiner Firma sitzt in der PersAbteilung auch ein BoL, der sich für den Überjuristen schlechthin hält, und vor Gericht regelmäßig mächtig, und zum Schaden des Unternehmens, unterliegt!
    Der sitzt am Schreibtisch gegenüber von einer jungen Kollegin, die eine Ausbildung zur Bürokauffrau hat, und macht exakt die gleichen Dinge wie sie. Nur dass sie nicht meint jeden unnötig vor Gericht schleifen zu müssen, um sich mal als "richtiger Jurist" zu fühlen...

    Es wird auf absehbare Zeit auch kein "Umdenken" im Bereich der Staatsexamen geben, auch wenn das natürlich viele LL.B/M im Stillen hoffen!
    Das hätte in den 90ern beim Bolognaprozess unmittelbar mit umgesetzt werden müssen. Heute ist bewiesen, dass es auch im bisherigen Verfahren weitergehen kann, und damit ist die Lobby der Volljuristen eben in der Oberhand!
    Und Lehrer werden ohne Staatsexamen auch keine Beamten, soweit ich weiß. Um aber heutzutage überhaupt Lehrer werden zu können, benötigt man überhaupt keinen spezifischen Abschluss mehr, der Lehrermangel macht es möglich...

    Und selbstverständlich wird ein gut informierter Arbeitgeber einen gut ausgebildeten Juristen einer Universität einem Fachhochschullabsolventen vorziehen!
    Aber zum einen wird dieser Arbeitgeber dann im Zweifel den Volljuristen mit Zusatzqualifikation im Wirtschaftsrecht wählen, und zum zweiten stellt sich die Frage, ob der Arbeitgeber bei seiner Auswahl die Fern-Universität mit einer Universität gleichsetzt, oder eben nicht!
    Warum sollte ein Arbeitgeber einen Juristen wählen, der nicht uneingeschränkt auch vor Gericht auftreten darf, wenn er auch einen Volljuristen zu den gleichen Konditionen bekommen kann?
    BoL werden eben in erster Linie für die verbleibenden "Hilfsjobs" genommen, für die ein Volljurist zu teuer wäre, bekommen dann aber eben in aller Regel auch nur ein deutlich geringeres Gehalt!

    Ich will hier niemandem das Studium ausreden, als Zusatzqualifikation ist es mit Sicherheit für viele eine gute Sache, ich denke aber dass sich jeder, der dies als Grundlage für einen Berufseinstieg absolvieren möchte, der vielen Nachteile bewusst sein muss, und sich die Sache nicht dadurch "schönreden" sollte, das er einfach unscharf viele verschiedene Begriffe zusammenmixt, und sich dann seine eigenen Wahrheit daraus bastelt!
    Auch wenn es z.B. Leute mit dem Abschluss "Wirtschaftsjurist LL.B/M" gibt, bedeutet dies eben nicht, das jeder LL.B/M auch automatisch "Wirtschaftsjurist" ist!

    Mach Euch Gedanken, was ihr mit einem Abschluss tatsächlich konkret anfangen wollt, und dann darüber welches der richtige Weg dorthin ist, aber lasst den Bereich des "Glaubens" am Sonntag in der Kirche, der bringt Euch bei der Berufswahl nicht weiter!

    Und geht bitte auch nicht davon aus, nur weil möglicherweise Einzelfälle mit dem Abschluss tatsächlich ihren Traumjob bekommen haben, dass dies für alle so gilt!
    Die Branche ist heiß umkämpft, und spuckt jedes Jahr wesentlich mehr Absolventen aus, als auf dem Markt benötigt werden. Und im Gegensatz zum Volljuristen, kann sich ein LLB./M. nicht einfach ein Kanzleischild an die Tür hängen, und drauf hoffen, dass schon jemand den Weg zu ihm/ihr findet! Hier sind durch das RDG enge Grenzen gesetzt!

    Der Weg in den gehobenen Dienst ist grundsätzlich mit einem LL.B eröffnet, das ist ja nicht falsch, aber zum einen werden die "beliebten" Stellen von genügend geeigneten internen Bewerbern besetzt, zum anderen besteht auch hier ein erhebliches Missverhältnis zwischen verfügbaren Stellen (wie erwähnt habe ich aktuell 3 (drei!) gefunden!) und der Anzahl der jedes Jahr auf den Markt geworfenen Absolventen, zumal bei diesen drei Stellen die Ausschreibung praktisch für alle Bachelor offen war, was die Zahl der möglichen Bewerber nochneinmal um einige Potenzen nach oben schießen lässt!
     
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  16. Ulli01

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    Das von Dir angesprochene Studium ist ein Vorbereitungsdienst, der entsprechend vergütet wird, und ein Semester kürzer ist, als der BoL im Vollzeitstudium an der FUH!
    Ich mache das Studium hier, aus Spass an der Freude, und als Hobby!
    Ich beabsichtige nicht damit irgendwann auch nur einen Cent zu verdienen, gerade weil ich mir der Unzulänglichkeiten die damit zusammenhängen vorher bewusst gewesen bin! Ich habe einen gut bezahlten Job, und bin hier voll und ganz auf Lebenszeit abgesichert, solange ich keine goldenen Löffel vom Chef klaue!
    Ich bin also keinesfalls "frustriert" sondern lediglich informiert!
    Und bei dem was ich hier wiedergegeben habe handelt es sich um "Erfahrungswerte", von mir und aus meinem familiären Umfeld und Freundeskreis.
    Tatsächlich bringen Dir erfolgreiche "Erfahrungen" anderer aber nicht einen Cent, den hierbei handelt es sich eben um "Einzelschicksale", und die sind eben nicht auf die große Menge an Absolventen und Berufseinsteigern übertragbar!
    Und das die Leute mit der Wahl des Studium für den Berufseinstieg einen Fehler gemacht haben, wird auch so gut wie niemand öffentlich einräumen!

    Ich weiß nicht, wie man sich in die Vergangenheit zaubern kann, ich weiß aber, das man in fast jeder Situation im Leben in der Lage ist, die Situation zu reflektieren, und auch einen radikalen Kurswechsel durchzuführen, wenn man den auch selber die Bereitschaft dazu mitbringt, und sich nicht lieber selber etwas in die Tasche lügt!

    Gerade für Einsteiger ist es dabei wichtig, dass sie sich umfangreich informieren, und nicht mit den bekannten Phrasen abgeben, um dann nach dem anstrengenden und teuren Studium festzustellen, dass es ihnen keinen einzigen Cent aufs Konto spült, sich nun "Jurist" nennen zu dürfen, was im Übrigen, meines Wissens nach, keine geschützte Bezeichnung ist!
    Und auch wer das Ganze schon eine Zeit lang betreibt, kann seine Situation immer noch überdenken, und notfalls auch das Steuer rumreißen, und auf anderem Wege zu seinem Traumjob zu streben!

    Mach Dir doch mal den Spass, und durchforste mal die Stellenanzeigen nach Arbeitsstellen für BoL!
    Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit nur Stellen finden, bei denen der BoL als eine von vielen möglichen Abschlüssen aufgeführt wird!
    Und warum sollte die Stelle dann mit einem BoL besetzt werden, wenn es z.B. auch Volljuristen, oder Leute mit 1.StEx unter den Bewerbern gibt?
    Und nochmal, an der FUH macht man seinen LL.B, aber keinen Abschluss als Wirtschaftsjurist!
    Wenn ein Arbeitgeber einen Wirtschaftsjuristen sucht, dann will der das auch auf den Zeugnis lesen können.
    Das ist so ähnlich wie die Diplom-Diskussion an anderer Stelle hier im Forum!

    Für BoL gibt es eben kein eigenes Berufsbild, und explizite Stellen, wie für Volljuristen!
    Hier werden Leute für juristische Hilfstätigkeiten ausgebildet, die z.B. auch Fachangestellte ausüben könnten, und dürften.
    Eine eigenverantwortliche "aussergerichtliche" Fallbearbeitung in einer Anwaltskanzlei, von der man z.B. immer wieder liest, ist schlicht nicht zulässig, und kann die Anwälte Kopf und Kragen kosten!
    Wenn es anders wäre, dann hätte z.B. die Fernuni auf ihrer Seite auch konkrete Angaben zu den Berufsmöglichkeiten, weil es eine gute Werbung wäre, und nicht nur den verklausulierten Text, den es dort wirklich gibt...
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2018
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  17. Pusheen

    Pusheen

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    2. Studiengang:
    Erste Juristische Prüfung
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    180 von 210
    Ulli01 läuft zu Höchstform auf... Das brauchen wir hier unbedingt*...
    *nicht
     
  18. Ulli01

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    Bachelor of Laws
    Prima, dann verrate uns doch mal, warum Du offenbar EJP studierst, und Dir der BoL nicht reicht...?!?
     
  19. Pusheen

    Pusheen

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    2. Studiengang:
    Erste Juristische Prüfung
    ECTS Credit Points:
    180 von 210
    :-p
     
  20. Ulli01

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    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Genau dies hatte ich erwartet...:wall:
     
  21. Mein Güte :eek::ROFL: Sonntagslektüre lässt grüßen.

    Also zunächst ist nicht jeder Lehrer Beamter stimmt, aber auch nicht jeder Volljurist ist gleich Beamter, gerade der Rechtsanwalt nicht.Sogar die Referendare sind keine Beamten mehr, bis auf in Thüringen.
    Zudem begründest du Ulli01, dass man immer den Volljuristen vorziehen würde, weil er vor Gericht auftauchen kann.
    Aber gerade bei Unternehmen ist die gerichtliche Vertretung unternehmensinterner Juristen verboten. Das Einzige das ein Unternehmensjurist vor Gericht tun kann, ist Platz neben einem externen Rechtsanwalt zu nehmen.Es sei denn man tritt vor dem Amtsgericht auf , dann kann man auch ohne externen Rechtsanwalt Platz nehmen, weil da kein Anwaltszwang herrscht. Aber da macht es auch keinen Unterschied ob Volljurist oder BoL. Ich sag ja gut informierter Arbeitgeber.:hammer:
    Auch mir steht der Weg zum Staatsexamen noch offen, aber darauf habe ich gerade einfach keine Lust. Und ich glaube das derjenige der dieses BoL Studium anfängt gerade Jurist werden will, dass man zu Beginn des Studiums oder auch mitten drin noch nicht weiß in welche Branche bzw. Unternehmen man genau will ist doch egal. Schließlich wird hier ja auch nicht davon gesprochen als Rechtsanwalt oder Richter tätig werden zu wollen.:-p

    Es geht hier vielmehr darum Erfahrungen von anderen zu hören, was sie mit ihrem BoL gemacht haben, umso zu sehen was möglich ist. Und nicht ständig zu hören was nicht möglich ist.
     
  22. iii

    iii

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    @Ulli01 Dann herzlichen Glückwunsch zum gut bezahlten Job, aber darum geht es hier nicht.
    Es geht weder um Pro/Contra BoL noch um was man alles nicht werden kann, sondern um einen ganz allgemeinen Erfahrungsaustausch. Und wenn du der Meinung bist, dass dieser nichts bringt, dann bitte, geh doch. Ob er mir etwas bringt oder nicht kann ich noch selber entscheiden.
    Ich denke, es ist allen bewusst, dass ohne Staatsexamen gewisse Wege nicht möglich sind. Das brauchst du hier nicht immer und immer wieder wiederholen. Und ganz so schlecht kann der BoL auch nicht sein, weil ich sogar ohne Abschluss aktuelle einen ganz guten Job habe. Ob man den auch mit einem anderen Studiengang bekommen hätte (WiWi mit Schwerpunkt Recht, Wirtschaftspsychologie o.ä.) bezweifle ich nicht, denn das ist doch bei den meistens Jobs so (außer den ganz klassischen Staatsexamens-Studiengängen wie Jura, Medizin etc.). Und in welcher Branche, in welchem Unternehmen genau man später man landet weiß bestimmt nicht jeder nach dem Abi, im 1. Semester.
    Man man man...
     
  23. Ulli01

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    @Käffchen
    Also, Du willst die Probleme nicht sehen, und hast daher eine Reihe von Gründen, warum dies OK ist!
    Da habe ich ja überhaupt kein Problem mit, jeder ist seines Glückes Schmied, und steht für die Fehlentscheidungen gerade, die er so in seinem Leben treffen will.
    Ich habe z.B. keine Ahnung, worauf Du mit der Beamtengeschichte jetzt hinaus willst? Nicht jeder Volljurist ist Beamter, richtig! Das gilt z.B. für alle Richter :ROFL:!

    Worum es aber ging, war Dein Hinweis, dass man als Lehrer auch ohne StEx angestellt wird, und das ist ebenfalls richtig!
    Tatsächlich benötigt man als Lehrer sogar überhaupt keinen Abschluss mehr, da der Lehrermangel derzeit so hoch ist, dass jeder genommen wird, der sich bereit erklärt sich das anzutun!
    Das hat aber nicht das geringste mit der hier bestehenden Themenfrage zu tun, was man mit dem BoL der FUH nach dem Studium anfangen kann!
    Und Dein "gut informierter Arbeitgeber" (wo gibt es den eigentlich??) wird im Zweifel eine Stelle, die auch für Volljuristen ausgeschrieben ist, in wohl 98% der Fälle mit dem Bewerber mit der höchsten Qualifikation besetzen, und das ist niemand mit einem BoL, wenn auch Assessoren dabei sind!

    Man wird mit diesem Studium "Jurist", ja!
    Aber dieser "Jurist" ist ein völlig ungeschützter Begriff, und jeder Zuckerbäcker darf sich ungestraft so nennen!
    Das Problem liegt aber eben vielfach in der Verwendung dieses Begriffes!
    Der "normale Bürger" versteht unter einem "Juristen" in aller Regel den klassischen "Volljuristen". Dieses Bild prägt dann das "Verständnis" der Leute darüber, was man als solcher darf.
    Im Bezug auf die im Zuge von Bologna eingeführten, gegenüber dem klassischen Volljuristen, eingeschränkten Studiengänge trifft dies aber schlicht nicht mehr zu!
    Man hat also nichts davon, wenn man sich nach einem Abschluss "Jurist" aber eben nicht "Volljurist" nennen darf.
    Gerade daher ist es bei diesen Studiengängen, im Gegensatz zum Volljuristen dem tatsächlich die ganze Bandbreite an möglichen Anstellungen offen steht, wichtig sich vorher Gedanken über die wesentlichen, und gravierenden, Einschränkungen zu machen, und darüber, was man anschließend mit dem Abschluss tatsächlich anfangen kann.
    In ein solches Studium hineinzugehen, und nicht zu wissen (oder es nicht wissen zu wollen!) wie eingeschränkt die späteren Möglichkeiten sind, ist geradezu grob fahrlässig, wenn man nur den Begriff des "Juristen" vor Augen hat!
    Gerade auch, wenn man dann darüber hinaus auch noch der Ansicht ist, man wäre nach dem Abschluss an der FUH "Wirtschaftsjurist" wird es bedenklich, den die Arbeitgeber erhalten (wenn die Stelle halbwegs attraktiv ist!) genügend Bewerbungen von Leuten, die den Begriff "Wirtschaftsjurist" auf der Urkunde stehen haben!
    Dies ist meines Wissens nach an der FUH aber eben gerade nicht der Fall!

    Du hoffst hier weiterhin auf irgendwelche "Erfolgsgeschichten"!
    Wie Du bei den leicht im Internet zu findenden anderen Diskussionen zu dem Thema erkennen können wirst, gibt es die nicht in so übermäßig großer Zahl, dass darüber Seitenweise geschrieben werden könnte, oder dass es mit der relativ großen Anzahl von Absolventen in einem gesunden Verhältnis stehen würde!
     
  24. Ulli01

    Ulli01 Gesperrt

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    Es geht hier um die mögliche "Karriere nach dem BoL" und die ist eben sehr eingeschränkt, darum geht es hier!
    Auch Du hoffst offenbar darauf, dass jetzt hier Dutzende Erfolgsgeschichten auftauchen, und Dich in Deiner Entscheidung zu diesem Studium bestärken.
    Deswegen bist Du auch so negativ auf meine Kommentare eingestellt, weil ich Dein gewünschtes Bild nicht untermauere!
    Ein deutlicher Anteil an Abiturienten geht übrigens nach dem Abi in eine Ausbildung, weiß also offenbar sehr wohl in welche Branche, oder zumindest initial in welches Unternehmen er möchte!
    Sind die soviel besser, als diejenigen, die sich, Deiner Ansicht nach(!), offenbar vor dieser Entscheidung durch ein Studium drücken, bei dem sie sich offenbar vorher noch nicht einmal über die damit verbundenen konkreten Möglichkeiten informiert haben?

    Den Hinweis mit deinem "ganz guten Job" verstehe ich ebenfalls nicht?
    Ein Freund von mir ist Bäcker. Der liebt seinen Job (wäre für mich aufgrund der ständigen frühen Uhrzeit gar nichts) und verdient recht gut dabei.
    Er hat also auch einen "ganz guten Job"!
    Wenn der jetzt einen BoL mit 1,0 macht, was bringt ihm der dann in seinem Job?
    Nur weil man irgend einen Abschluss gemacht hat, heißt das doch nicht, dass dieser einen beruflich auch nur einen Deut weiterbringt!
    Das kann der Fall sein, ja, aber es muss eben nicht zwingend so sein!
    Genau deswegen ist es, gerade wenn man so ein Studium mit eingeschränkten Möglichkeiten betreibt, wichtig, sich hierüber vorher eingehende Gedanken zu machen, da man sonst irgendwann mit tiefen Depressionen auf "der Couch" landen dürfte, wenn man statt großer juristischer Abhandlungen,"nur" die Tätigkeit einer Fachangestellten ausüben darf!
    Es werden hier von verschiedenen Seiten immer wieder falsche Hoffnungen bei den Studenten geweckt, und diese lassen sich dann im Ergebnis eben nicht erfüllen.
    Ein schönes Beispiel ist die Hoffnung vieler (das Netz ist voll davon, es gibt sogar entsprechende Lobbyvereine), min. mit LL.M irgendwann einmal in D die Anwaltszulassung zu bekommen, oder auf einer Richterbank sitzen zu dürfen!
    Solange die Universitäten genügen Volljuristen auswerfen, wird dies schlicht nicht geschehen!
    Und selbst wenn, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass dies dann auch Absolventen der Vergangenheit mit einschließt...
     
  25. iii

    iii

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    @Ulli01 Soweit ich gelesen habe, hast du auch kein Staatsexamen und bist direkt ohne Examen zu deinem Arbeitgeber gekommen? Ohne weitere Ausbildung etc? Würdest du also diesen Weg empfehlen? Und wusstest du direkt nach dem Abi, dass du das Examen nicht machen wirst, sondern den Job, den du jetzt machst?;) Nach deinen eigenen Aussagen dürfte er ja nicht viel mit Jura zutun haben außer Hilfstätigkeiten etc.
    Und wie du sagst, es liegt im Auge des Betrachtets, welcher Job als „gut“ gesehen wird.

    (Und zum Lehrermangel: den gibt es in Bayern nicht und wird es so schnell nicht geben. Also kannst du deine Aussage auch nicht pauschalisieren.)
     
  26. Ulli01

    Ulli01 Gesperrt

    Ort:
    FS-
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Ich habe einen Job, bei dem man kein StEx benötigt (eine andere staatliche Prüfung sehr wohl;-)), genauso wie eine mehrjährige intensive und anspruchvolle Ausbildung.
    Aufgrund der Entwicklung meines Berufes würde ich heute niemandem mehr empfehlen diesen zu ergreifen, da ein junger Mensch diesen im Idealfall 40-50 Jahre ausüben werden muss, und absehbar ist, dass der Job in dieser Zeit komplett "den Bach runter" gehen wird (betrifft mich aber zum Glück nicht mehr persönlich...)!
    "Nebenberuflich" habe ich sehr wohl intensiv mit "Jura" zu tun, aber das spielt hier keine Rolle.

    [OT]
    Wie kommst Du eigentlich darauf, dass es in Bayern keinen Lehrermangel geben würde?:ROFL:
    Der wird hier nur Statistisch nicht wie in anderen Bundesländern in allen Facetten akribisch erfasst, aber geben tut es den sehr wohl, wie überall in Deutschland...
    Anträge auf Pension vor Erreichen des Regelalters sollten dieses Jahr abgelehnt werden, und z.B. in einer Grundschule in der Nähe wurden nun Klassen zusammengelegt, und um ca. 50% vergrößert. Auf diese Weise konnten Planstellen gestrichen werden, und schwubs hat man natürlich keinen Lehrermangel mehr, auf dem Papier! Das darunter die Schüler, und der Unterricht, gerade auch in Zeiten von Inklusion, leiden spielt ja keine Rolle!:wall:
    Anders als in so manchem anderen Bundesland können "Quereinsteiger" in Bayern unter gewissen Umständen sogar das 2.StEx machen, und danach verbeamtet werden, so groß ist die Not in Bayern!:whistling:
     
  27. Du hast doch damit angefangen über Beamte zu reden. So solltest dir deine eigenen Texte auch noch mal durchlesen. Ist aber nicht schlimm.

    Du spricht davon, dass jemand der mit einem BoL in den gehobenen Dienst zu kommen keine Chance hat.
    Andererseits sagst du, dass derjenige der Lehrer werden möchte kein Lehramt studieren muss, weil auch ein Seiteneinstieg möglich ist. Wieso verteufelst du dann den vermeintlichen Seiteneinstieg in den gehobenen Dienst, wobei es vermutlich eher selten ist, dass jemand ohne Lehrerausbildung auch als Lehrer an einer Schule tätig wird.
    Anders würde ich dies bei einem BoL Abschluss beurteilen, da hier auch der geforderte Abschluss vorliegt. Stellen für Juristen mhh Volljuristen sind auch begrenzt, man muss sich immer individuell von anderen Bewerbern abheben. Und interne Stellenangebote sind nicht nur in Behörden (wobei man hier sagen muss, dass alle Stellen öffentlich ausgeschrieben werden müssen und nach dem Prinzip der Bestenauslese der Beste für diese Stelle herausgesucht wird, dies kann der Volljurist sein oder sogar der BoL der besser ins Profil passt.) üblich, sondern auch bei anderen Firmen. Wenn wir so weiter denken würden, würde niemand mehr eine Stelle woanders bekommen, wenn diese nur intern vergeben wird.
    Jeder hat seine eigene Meinung / Erfahrung und dies sollte respektiert werden, wobei diese ganze Diskussion von der Themenerstellerin iii nicht gewollt ist und man sich doch wieder auf die Möglichkeiten konzentrieren sollten was mit dem BoL alles möglich ist.:thumbsup:
    So und nun habe ich genug dazu gesagt!:-D
     
  28. Anja27

    Anja27

    Studiengang:
    Master of Laws
    @ Ulli:
    Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Du von Deinem BoL Kollegen und der Einstellungspolitik Deines AG genervt bist.

    Aber daraus zu folgern, dass alle unzurechnungsfähig sind, die den BoL nicht rein hobbymäßig studieren, weil sie offenbar
    der Illusion erlegen sind, einen guten Job zu finden, halte ich für falsch. Ich weiß nicht woher diese Verbitterung kommt. Wenn sich im Unternehmen ein promovierter Jurist bewirbt und einer ohne Promotion, stelle ich also immer den mit der formal höchsten Qualifikation ein, unabhängig von der Eignung?
    Fächer wie Rechtsphilosophie sind Schwachsinn, weil ich sie berufspraktisch nicht anwenden kann?
    Ein Volljurist (edit: der als RA zugelassen ist) darf als Organ der Rechtspflege Steuerberatung betreiben (p.3 Nr.1 StBerG). Das nutzt ihm in der Regel aber relativ wenig, weil er davon einfach keinen Plan
    hat.

    Alle, die den BoL studieren, sind sich einig, dass sie kein Volljurist werden können und damit eine klassische Selbständigkeit als RA oder das Richteramt
    passé sind. Der BWLer wird nur mit dem Studium auch kein Steuerberater, auch wenn er Steuerrecht im Studium hatte. Einen Job findet er dennoch.

    Und ein Lehrer benötigt auch kein Studium mehr? Als Fachlehrer trifft das zu aber das hat nichts mit Lehrermangel zu tun. Ich weiß nicht was das für Stammtisch-
    parolen sind, dass jeder der bei drei nicht auf dem Baum ist, Lehrer werden kann. Im Übringen weiß ich nicht, was das mit "sich antun will" zu tun hat, denn es gibt
    durchaus viele Lehrer, die den Job gerne machen, und das ist auch gut so.

    Aber zurück zum Ausgangspunkt:
    Es gibt Möglichkeiten für den BoL und das nicht nur als Einzelfall. Wer Interesse für IT mitbringt, sollte in den Bereich Datenschutz gehen (ja, da werden jetzt Leute gesucht) oder sich als externer DSB selbständig machen, bei Interesse für Steuerrecht in die StB/WP, in den Inkassobereich, in den Personalbereich oder in die Rechtsabteilung eines Unternehmens, um nur einige Beispiele zu nennen. Ansonsten, wenn jemand zu einer Behörde möchte, dann gibt es Möglichkeiten im Bereich Wirtschaftskriminalität, Finanzbehörden und BW. Und wenn die Stellen formal nicht das 2. Staatsexamen fordern, dann wird ein Volljurist nicht zwangsweise vorgezogen. Ich weiß nicht, warum sich diese Vorstellungen noch immer hartnäckig halten. Es gibt durchaus gute Volljuristen aber ein Staatsexamen ist kein Garant dafür.

    Also lasst Euch nicht von solchen Pauschalaussagen verrückt machen, sondern studiert fertig, schaut was Euch interessiert, dann werdet Ihr auch bei der Bewerbung überzeugen und einen Job finden, bei dem Ihr nicht nur kopieren und abheften müsst (es gibt übrigens auch Volljuristen die Taxi fahren;-)).
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2018
  29. Ulli01

    Ulli01 Gesperrt

    Ort:
    FS-
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Schau Dir doch einfach mal an, wieviele Stellen für BoL (im FUH-Style!) explizit ausgeschrieben sind!
    Es spielt doch gar keine Rolle, ob es mit BoL einen Seiteneinstieg in den gehobenen Dienst geben kann, solange diese Stellen extrem selten sind, sollte der "normale" BoL-Absolvent dies eben nicht als seinen angestrebten Karriereweg ansehen, da er nur mit einer geringen Aussicht auf Erfolg diesen Weg auch gehen können wird!
    Und selbst diese Stellen gibt es im Zweifel nur mit spezifischen Fächerkombi´s, einschlägiger Berufserfahrung etc.
     
  30. Ulli01

    Ulli01 Gesperrt

    Ort:
    FS-
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Es geht nicht darum, ob alle unzurechnungsfähig sind, die BoL studieren, sondern dass sich alle die das Studieren darüber im Klaren sein sollten, das sie leider vielfach einem Berufswunsch hinterherjagen, der sich aus falschen Vorstellungen, und unzureichenden Informationen zusammensetzt! Wer sich darüber im Klaren ist, was er mit dem BoL anfangen kann, oder eben gerade nicht, der sollte mit gutem Gewissen den BoL studieren!
    Wer dies aber nicht tut, weil er z.B. irriger Weise davon ausgeht, dass er mit dem Abschluss in Hagen "Wirtschaftsjurist" sei, oder einen guten Zugang zum öffentlichen Dienst bekommt, oder ähnliches, der sollte zu sich selber ehrlich sein, und sich einmal umfangreich zu den wirklichen Möglichkeiten informieren, ehe Zeit und Geld in einen Traum versenkt wird, der so nicht in Erfüllung gehen wird!

    Übrigens, nur am Rande, ein Volljurist ist kein Organ der Rechtspflege, und darf auch nicht als Steuerberater tätig sein!
    Ein zugelassener Rechtsanwalt ist ein Organ der Rechtspflege, und zu unbeschränkter geschäftsmäßiger Hilfeleistung in steuerrechtlichen Dingen befugt. Auch dieser darf aber nicht als Steuerberater tätig werden, ohne hierzu die Zulassung zu besitzen, die eine Prüfung, und weitere Voraussetzungen erfordert!

    Schau dich doch mal in anderen Foren hierzu um, ein nicht unerheblicher Teil der LL.B/M (ohne die Volljuristen!) Absolventen hofft eben doch darauf, dass es hier zu einer Änderung der Zulassungsregelungen kommen wird!
    Das mit den Lehrern hat nichts mit Stammtischparolen zu tun, sondern ist das Ergebnis meiner BEobachtungen sowohl bei Familien in meinem Umfald, aber auch aus meiner nebenberuflichen Tätigkeit, bei der ich mich hier teilweise mit Fragen der Arbeitsverhältnisse in diesen Fällen, der Entfristung etc. beschäftigen muss.

    Eine Interessante, allerdings völlig abstrakte, Auflistung, ohne konkrete Beispiele!
    Zeige doch mal die Stellen, die in diesen Bereichen für BoL (aus Hagen!) tatsächlich zur Verfügung stehen!?
    Insbesondere die Stellen bei der BW interessieren mich aus familiären Gründen doch sehr...
    Beim Thema "Wirtschaftskriminalität" gebe ich Dir allerdings recht, mit dem BoL hast Du uneingeschränkten Zugang zu einer Karriere als Wirtschafts(klein)krimineller;-)
     

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