Erfahrung Lehrstuhl Lehrstuhl Univ.-Prof. Dr. rer. pol. Olbrich (Marketing)

Hallo zusammen,

kann mir Jemand von seinen Erfahrungen beim Seminar am Lehrstuhl Olbrich berichten?

Wie lief die Vorbereitung ab?

Wann fing die Vorbereitung an?

Wie lange habt ihr für die Anfertigung der Arbeit benötigt?

Welche Englischkenntnisse sind nötig?

Wie war die Benotung?

Danke im Vorraus!
 
Hochschulabschluss
Bachelor of Arts
Studiengang
M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
ECTS Credit Points
0 von 120
Hallo

Mag jemand über ein Seminar am Lehrstuhl Marketing berichten?

:danke:
 
Für die bisherigen Posts kommt meine Antwort zwar zu spät, aber vielleicht hilft sie ja in Zukunft noch :)

Ich habe das Seminar im WS 17/18 belegt. Es gab am Anfang des Semesters einen Kick-Off-Termin in Hagen, zu dem man erscheinen sollte/musste. Wer aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht kommen konnte, hat hinterher ein Thema zugewiesen bekommen, soweit ich mich erinnere.
Der Termin ging den ganzen Tag. Anfangs lernten wir die Betreuer und Mitarbeiter des Lehrstuhls kennen und haben Vorträge zu korrekter Zitierweise und Literaturrecherche (Wie und wo?) gehört und kleinere Gruppenaufgaben erledigt. Gegen Mittag wurde jedem eine Liste der verfügbaren Themen für die Seminararbeit ausgeteilt. Es gab deutlich mehr Themen als Teilnehmer, trotzdem waren natürlich einige gefragter als andere. Wir hatten bis Nachmittags Zeit, uns für eines der Themen zu entscheiden. Bei der Vergabe wurde jedes Thema aufgerufen und vergeben. Falls es mehrere Interessenten gegeben hat und diese sich nicht einigen konnten, wurde ausgelost.
Danach konnte man sich mit seinem Betreuer zusammensetzen und schon einmal erste Fragen zum Thema klären.
Die Bearbeitungszeit dürfte knapp 4 Wochen betragen haben, da kann ich mich gerade nicht genau erinnern, aber das dürfte ja in der Prüfungsordnung verankert sein, genauso wie der Umfang von 15 Seiten.
Meine Betreuerin war sehr hilfreich und hat direkt Termine zu einer ersten Gliederungsbesprechung vorgeschlagen. Wenn Fragen aufgekommen sind, hat sie immer direkt geholfen.

Zusätzlich zu der Seminararbeit mussten wir Folien für eine Präsentation abgeben, die wir beim zweiten Termin halten mussten.
Der zweite Termin in Hagen war dann Ende Februar 2018 und ging über mehrere Tage.
Dort musste jeder seine Präsentation halten, den anderen zuhören und sich aktiv an der Diskussion beteiligen, denn auch die Beteiligung floss in die Benotung mit ein.
Am letzten Tag hatten wir die Gelegenheit nachdem wir unsere Noten bekommen hatten, uns mit unserem Betreuer zusammenzusetzen und die Arbeit durchzusprechen. Es gab einen Bewertungsbogen und nützliche Hinweise im Bezug auf die anstehende Abschlussarbeit.

Alles in Allem habe ich das Seminar als interessant empfunden, die Benotung war fair und die Betreuung sehr gut.
 
Ich kann den Erfahrungsbericht bestätigen. Ich war sehr zufrieden mit dem Ablauf und der Betreuung. Die Präsentation und Diskussion fand über Zoom statt, was ich als sehr angenehm empfand und auch die Bewertung der mündlichen Leistung empfand ich als fair.
Jedoch wurde die Seminararbeit an sich wirklich lächerlichst schlecht bewertet. Vor Bekanntgabe der Noten wurde uns schon nahegelegt, dass wir quasi zu "doof" wären die Themen zu verstehen und eine angemessene Leistung zu erbringen.
Ich formuliere es mal so: Wer das Seminar mit 3,0 abgeschlossen hat, hat den Jackpot geknackt.
Eine richtige Besprechung gab es nicht, uns wurden nur kurz die Kritikpunkte genannt. Diese Kritikpunkte waren bei mir auch zutreffend, ich möchte das gar nicht abstreiten, aber die Auslegung und die Benotung war ein schlechter Witz!
Das einzig positive: Der Prüfer hat bereits bekannt gegeben, dass er die FU Hagen zeitnahe verlassen wird.

Die Themen sind wirklich nicht leicht und im Vergleich zu anderen Unis und anderen Seminaren ist sowohl der Anspruch, als auch die Notenvergabe eine bodenlose Frechheit.
 
Ich möchte noch etwas zum Umgang mit dem Thema hinzufügen:
Die Gliederung und der Aufbau der Arbeit ergibt sich immer! indirekt aus dem Thema.
Beispiel:
Thema XYZ
Erklärungsansätze/Messmethoden/..., Problembereiche und korrespondierende Lösungansätze aus Sicht/von/... eines Herstellers/Händlers/...

Der Aufbau ergibt sich dann wie folgt:

Einleitung
Grundlagen zum Thema/Erklärungen zum Thema XYZ
Analyseteil: Erklärungsansätze/Messmethoden/... darstellen und darauf aufbauend auf die Problembereiche überleiten/herleiten
Problem 1 -> Lösungsansatz 1
Problem 2 -> Lösungsansatz 2
Zusammenfassung/Fazit

Für die Seminararbeit sind es 2 Problembereiche mit entsprechenden Lösungsansätzen, bei der BA >3.

Ganz wichtig ist immer die Perspektive des Herstellers/Händlers/... zu beachten und den Bezug innerhalb der Arbeit zu halten!

Die Präsentation eurer Seminararbeit bezieht sich auf die von Euch gewonnen Erkentnisse, daher steht auch klar in der Einladung, dass Ihre Eure Ergebnisse vorstellen sollt und nicht eure Seminararbeit. Daher ganz wichtig, um eine gute Note zu bekommen:
- Forschungsfrage/Ziel vorab nennen um klar zu machen, worum es geht und was erreicht werden soll.
- Grundlagen nur kurz erklären, sodass man die Erarbeiteten Problembereiche verständlich vorstellen kann.
- Eigene Lösungsansätze vorstellen und die Problembereiche damit beantworten.
- Bezug zum Hersteller/Händler/... halten!!! (Wieso grade dort diese Problembereiche und wieso genau diese Lösungsansätze).
- Ich habe Abschließend nochmal großzügig den Bezug zum Hersteller/Händler/... hergestellt und alle Erkentnisse eingeordnet, sodass ich durch das Zusammensetzen der einzelnen Puzzleteile meine FF vom Anfang (hoffentlich gut genug) beantworten konnte.
- Ich habe die ganze Präsentation ohne Notizen frei vorgetragen (habe ja auch die Arbeit geschrieben? Sollte also machbar sein) und nur in die Kamera geschaut. Ich hatte nur meine Gliederung hinter dem Laptop an der Wand hängen, falls ich den Faden verliere. Ich denke das kam ziemlich gut an, zudem fast alle massiv abgelesen/vorgelesen haben.


Kritik an meiner mündlichen Leistung im Seminar:

- Präsentation etwas zu kurz (ca. 12 Minuten). Maximal 15 Minuten heißt also je nähe dran, desto besser.
- Bei der Fragerunde keine/zu wenige Fachbegriffe verwendet, zu umgangssprachlich geantwortet.
- Meine Folien waren schlecht organisiert, sodass ich bei der letzten Folie ca. 3 Minuten gesprochen/gehangen habe, das fiel auf.
- Meine Folien waren insgesamt nicht besonders ansprechend, nennen wir es mal pragmatisch gestaltet.

Bewertung mündliche Leistung: 2,0.
 
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