Seminar Wie läuft ein WiWi-Seminar ab? (Erfahrungsberichte)

Dieses Thema im Forum "Seminare & Abschlussarbeit WiWi Diskussion" wurde erstellt von Münchner Kindl, 6 Februar 2015.

  1. Münchner Kindl

    Münchner Kindl Tutorin und Forenadmin

    Ort:
    München
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    120 von 120
    Erst einmal, Bachelor-, Master- und Diplomstudenten besuchen alle das gleiche Seminar, da gibt es keine Trennung.

    Seminarplatz bekommen


    Um an einem Seminar teilnehmen zu können, muß man erst mal einen Seminarplatz bekommen.

    Die Anmeldung für das Seminar erfolgt sehr früh, so mußte ich mich z.B. im Mai anmelden um im darauffolgenden Februar das Seminar am Steuer-Lehrstuhl von Prof. Meyering besuchen zu können.
    Achtung: dieser Seminar-Anmeldezeitraum ist 3 bis 4 Monate vor den Terminen für die (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein) und die (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein)!
    Die aktuellen Anmeldetermine stehen auf der (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein).

    Einen Überblick über die angebotenen Seminare, inklusive der verschiedenen Voraussetzungen die die Lehrstühle setzen, findet Ihr in den (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein)
    Fast alle Lehrstühle verlangen, daß man bei Ihnen das Seminar gemacht hat, damit man bei Ihnen seine Abschlußarbeit schreiben kann. Und um zum Seminar zugelassen zu werden, verlangen sie, daß man ihre Fächer belegt hat.

    Also sollte man sich die Fächerwahl schon frühzeitig überlegen, und die passenden Wahlpflichtfächer gleich am Anfang machen, damit man bei der Seminar-Anmeldung schon die Noten für die Fächer des Lehrstuhls hat und sich so auf einen Platz dort bewerben kann.

    Bei der Seminarplatzvergabe gibt es noch andere Kriterien, die sind auf der (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein) aufgelistet.
    Generell gilt: man sollte schon möglichst viele Module absolviert haben, und das in einer möglichst geringen Anzahl von Semestern.

    Ende August
    Ende August kam dann die Zusage des Lehrstuhls als Brief, mit dem Link zum Seminar-Moodle und dem Passwort dafür.



    Ablauf Vorbereitung (am Beispiel des Steuer-Seminars von Prof. Meyering)

    Ende August
    Im Moodle stand der grobe Zeitplan, daß ab sofort formelle/organisationelle Details zum Seminar im Moodle stehen würden. Ebenso eine lange Powerpoint-Präsentation zum wissenschaftlichen Arbeiten, da sieht man auch, auf welche Punkte der Lehrstuhl wert legt.

    Ende September
    Dann ab Ende September standen im Moodle das genaue Thema, das einem zugeteilt wurde (den Oberbereich mußte man schon bei der Seminar-Anmeldung im Mai aus den vorgegebenen Bereichen auswählen) und wer einen betreute.

    Dort stand auch der ursprüngliche Termin des Seminars, in meinem Fall 2. bis 5. Februar.
    Falls das Seminar auf dem FernUni-Campus stattfindet sollte man jetzt sofort ein Zimmer in der Bildungsherberge buchen denn sie ist schnell ausgebucht, sonst muß man auf teurere Hotels ausweichen, Details in Welche Hotels sind in der Nähe des FernUni-Campus?
    In unserem Fall sind viele Leute wieder vom Seminar zurückgetreten und zwei wurden auch nach Auswertung der Seminararbeit durchfallen gelassen, also lief das Seminar nur über 2,5 Tage und nicht wie geplant 4 Tage, aber stornieren geht ja immer.

    Hier mal die Zahlen:
    31 Personen.................Seminarplatz bekommen
    - 6 Personen.................zurückgetreten (geht bis 6 Wochen vor Abgabetermin Seminararbeit)
    - 2 Personen.................Seminararbeit wurde schlechter als 4,0 bewertet
    ____________________________________________________________________________________________
    23 Personen.................zugelassen zum Seminarvortrag
    - 1 Person....................zu krank um vorzutragen, der Lehrstuhl bestimmt Ersatzleistung, z.B. später vortragen
    ____________________________________________________________________________________________
    22 Personen.................beim Seminar vorgetragen​

    Oktober
    Im Oktober konnte man optional eine Gliederung der Arbeit an den Betreuer schicken, und wurde dann vom Betreuer zurückgerufen, und der Betreuer hat sie mit einem besprochen und Verbesserungsvorschläge gemacht.
    Dieses Angebot sollte man unbedingt in Anspruch nehmen, so hat man die Sicherheit, daß man in die richtige Richtung gegangen ist.

    1. Dezember
    Die Seminararbeit selber (3.500 Worte) sowie ein (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein) (max. 1 Seite, nur ein paar kurze numerierte Thesen) mußte man bis 1. Dezember (Datum des Poststempels) per Post sowohl als zwei gedruckte Exemplare auf je einem Heftstreifen an das Lehrstuhlssekretariat also auch per E-Mail als .pdf-Datei direkt an den Betreuer schicken.

    Mitte Dezember
    Alle abgegebenen Seminararbeiten können aus dem Moodle heruntergeladen werden

    Mitte Januar
    Die Note der Seminarbeit (Gewicht: 60% der Gesamtnote) kam am 19. Januar als Brief vom Lehrstuhl, aber das wird von Lehrstuhl zu Lehrstuhl anders gehandhabt. Auch am Lehrstuhl von Prof. Meyering war dies das erste Semester in dem man seine schriftliche Note vorab bekam, vorher bekam man einfach nur seine Gesamt-Seminarnote nach dem Seminar.

    Jetzt steht auch im Moodle die endgültige Agenda mit allen zugelassenen Teilnehmern. Erst jetzt haben wir erfahren, daß das Seminar 1,5 Tage kürzer wurde.
    Wer also schon vor ein paar Monaten nicht umbuchbare Tickets nach Hagen gekauft hatte, mußte jetzt abwägen was teurer sein würde: Hotel bis zum ursprünglichen Abreisetermin oder ein neues Rückticket kaufen.

    Man sollte spätestens Mitte Januar die anderen Studenten kontaktieren, die das gleiche Thema hatten, denn man muß mit denen zusammen einen gemeinsamen Vortrag halten, jeder soll darin 20 Minuten halten.

    Ihr müßt Euch dann auf eine Gliederung für die Präsentation einigen, euch die Präsentation in so viele Blöcke wie ihr seid aufteilen und einen nominieren (am besten denjenigen, der am meisten Powerpoint-Erfahrung hat), der eine Vorlage erstellt, in der jeder dann in seinem Block die Folien mit Inhalt füllt:
    • Seitenzahlen auf allen Folien außer der ersten Deckblatt-Folie
    • Schriftgröße mindestens 24 Punkte, unsere Folien waren hauptsächlich 34 Punkte und das war nicht zu groß.
    • Am besten lesbar ist schwarze Schrift auf weißem Grund.
    • Prof. Meyering zum Beispiel hat eine Abneigung gegen Animationen, laut ihm soll bei einer wissenschaftlichen Präsentation der ganze Inhalt der Folie sofort da sein und nicht häppchenweise dem Zuschauer serviert werden.
    Solltet Ihr zu dritt oder mehr sein, über (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein) kann man kostenlose (sofern man eine Festnetz-Flatrate hat, sonst kostet es einfache Festnetzgebühren) Telefonkonferenzen führen, für 60 Tage ab Beantragung.
    Man muß dann einfach die Darmstädter Festnetznummer anrufen, die man zugeteilt bekommt, den angegebenen PIN an der Telefontastatur eingeben und schon ist man im "Konferenzraum" und kann die Präsentation mit den anderen besprechen.

    28. Januar
    Abgabe der Präsentation per E-Mail beim Betreuer.

    Der Lehrstuhl stellte einen Laptop mit (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein) (= Fernbedienung zum weiterklicken der Folien).
    Wir sollten auch noch die Präsentation auf Overhead-Projektor-Folien ausgedruckt mitbringen (kosten in schwarz-weiß um die 0,80€ pro Folie), für den Fall, daß die Technik versagt. Tatsächlich ist der Windows-Laptop dann auch wirklich abgestürzt und hat uns mit einem blue screen erfreut, aber glücklicherweise brauchte keiner seine bedruckten Folien.
    War aber beruhigend sie dabeizuhaben.



    Präsenzphase Seminar (am Beispiel des Steuer-Seminars von Prof. Meyering)

    2. bis 4. Februar

    Am 2. Februar um 9:00 Uhr fing es an, im Kombiraum E 051 / E 052 im Erdgeschoß des Philipp-ReissGebäude, Details wie man dorthin kommt in Wie komme ich zum Philipp-Reiss-Gebäude auf dem Campus?

    Die Plätze waren alphabetisch zugeordnet, mit A vorne links angefangen bis Z vorne rechts. Hinten, also parallel zur Projektionsfläche, sitzt der Prof. und der jeweilige Betreuer:

    IMG_20150202_121144.jpg

    Als erstes mußte man sich reihum kurz vorstellen, Beruf, wo man arbeitet, wo man herkommt, ob man im Bachelor/Master/Diplom ist und wann man an der Fernuni angefangen hat. Dies haben einige Leute, die vergessen hatten, sich auf dem offiziellen Wege um einen Platz für die Abschlußarbeit zu bewerben, genutzt, um dies so nachzuholen - ihnen wurde gesagt, das nachher direkt mit dem jeweilig gewünschtem Betreuer zu besprechen.

    Aber generell ist es eher empfehlenswert, den offiziellen Weg der Zuteilung für die Abschlußarbeit zu gehen, dann hat man den Platz sicher. Aber dazu muß man lange im voraus planen. Falls man direkt nach dem Seminar die Abschlußarbeit schreiben will, sollte man sich ca. 2 Monate nach der Seminaranmeldung ebenfalls wieder über das Anmeldeportal tun, Termine und Details auf der (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein).
    Ich hatte mich im Juli online im Anmeldeportal angemeldet, damit ich im darauffolgenden Februar mit der Abschlußarbeit anfangen durfte. Die Zusage kam dann per Brief direkt vom Lehrstuhl Ende September.

    Dann ging es sofort mit den Präsentationen los, nach jeder Präsentation hat der Prof. die Vortragenden 15 Minuten heftigst "gegrillt" (sein Ausdruck), also Fragen gestellt, die aber teilweise weit über den Inhalt Präsentation hinausgingen, es wurden da teilweise Intelligenzfragen gestellt (wie könnte man das existierende Steuersystem verbessern?) auf die man sich einfach nicht vorbereiten kann.
    Man sollte ein breites Wissen auf dem Gebiet Steuern mitbringen, die Fragen fangen irgendwo an und hören dann ganz woanders auf.

    Nicht notwendig war es (das gilt jetzt nur für das Steuer-Seminar bei Prof. Meyering, bei anderen Lehrstühlen läuft das anders!), alle Seminararbeiten vorher gelesen zu haben. Hatte ich gemacht und mir Fragen zu jeder aufgeschrieben, und als ich schön brav nach der ersten Präsentation (bevor ich wußte wie der Hase läuft) den Vortragenden eine "konstruktive" (= das können die sicher beantworten) Frage stellen wollte, hat mich der Prof. sofort abgewürgt, Fragen sollen nur zur Präsentation selbst gestellt werden.

    Im nachhinein lief es dann so ab, daß der Prof. jeden ca. 15 Minuten grillte, manchmal auch indem er versuchte sie auf's Glatteis zu führen indem er richtige Sachen anzweifelte und dann von ihnen erwartete, daß sie ihre Position verteidigen.
    Falls keiner der Vortragenden die Frage beantworten konnte, ging die Frage an alle, man konnte sich melden falls man die Antwort wußte. Das wurde dann wohl unsere Beteiligungsnote (macht 15% der Gesamtnote aus), der Prof. hatte eine Sitzskizze und machte sich Striche bei jeder Beteiligung neben den Namen.

    Dann durfte der jeweilige Betreuer Fragen stellen, diese Fragen waren näher am Thema, z.B. kamen bei einer Präsentation zum Schachtelprivileg (Steuerbefreiung auf Ausschüttung falls eine Kapitalgesellschaft eine Beteiligung an einer anderen Kapitalgesellschaft hält) dann Fragen dazu, wie die Besteuerung der Ausschüttung denn wäre, falls die Beteiligung von einer Person im Geschäftsvermögen (--> Teileinkünfteverfahren) bzw. im Privatvermögen (--> Abgeltungsteuer) gehalten wird.
    Fragen der anderen Studenten an die Vortragenden kamen dann eigentlich nie, die 20 Minuten Diskussion wurden auch so fast immer überzogen, und aus den 20 Minuten Pause zwischen Präsentationen wurden 10 Minuten.

    Zur Präsentation selbst (macht 25% der Gesamtnote aus) hat Prof. Meyering einige Anmerkungen nach dem Seminar gemacht:
    • möglichst frei sprechen, dem Publikum zugewandt und im Blickkontakt zum Publikum.
    • falls man doch mal auf eine Folie blicken muß, sich am besten hinter dem Laptop positionieren, dann kann man unauffällig hin und wieder einen Blick darauf werfen wenn man den Faden verliert.
    • falls man unbedingt Karteikarten braucht, keine im Format A4, je kleiner desto besser.
    • sich den Präsentationsraum so zurecht rücken, wie man ihn braucht. Es stand ein großes Pult vorne, das einen Teil der Folien verdeckte, erst am zweiten Tag hat es eine Studentin gewagt, es in die Ecke zu stellen. Der Prof. meinte er wollte nicht eingreifen, sondern sehen, wann jemand die Initiative dazu hätte.
    Mittags ging es gemeinsam in die Mensa, der Prof. ist mitgegangen.
    Details zur Mensa findet Ihr in Wo ist die Mensa auf dem FernUni-Campus?

    Am Ende eines jeden Tages haben diejenigen, die an dem Tag vorgetragen haben, eine 20minütige Besprechung mit ihrem Betreuer gehabt, bei der einem die Note für die Präsentation gesagt wurde und erklärt wurde, wie die Note der Abschlußarbeit zustande kam.
    Dabei bekommt man gutes Feedback, auf was der Lehrstuhl in einer schriftlichen Arbeit Wert legt, sehr nützlich für die Abschlußarbeit.

    Die Note für die Beteiligung bekommt man dann eher indirekt mitgeteilt, wenn man 3 Wochen darauf die Gesamtnote für das Seminar erfährt, per Post, im Seminarschein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 Februar 2015
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  2. Leilla

    Leilla Tutorin und Forenadmin

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Ich hab Angst :-(
     
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  3. Kiwi1979

    Kiwi1979

    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    120 von 120
    2. Studiengang:
    B.Sc. Mathematik
    ECTS Credit Points:
    0 von 180
    So schlimm ist es gar nicht :troest:

    Toller Bericht @Münchner Kindl

    Ich möchte aber hinzufügen, dass sich die Seminare je Lehrstuhl durchaus unterscheiden. Mein Seminar hatte ich bei PD Dr. Niehoff

    Vor dem Seminar (also vor dem Schreiben) fand eine Präsenzveranstaltung in Hagen statt. Hier wurden auch die Themen vergeben. Ein Moodle-Forum gab es zu unserem Seminar nicht.

    Zusätzlich zu der Seminararbeit musste ich ein Thesenpapier einreichen.

    Das Einreichen einer Gliederung (nach ca. 3 Wochen) sowie deren Besprechung war nicht optional sondern Pflicht!

    Kurz vor dem eigentlichen Seminar bekam ich das Thema meiner Präsentation geschickt (Es handelte sich um einen Einzelvortrag von 15 bis 20 Minuten - Die Präsentation war lediglich über ein Teilthema meiner schriftlichen Arbeit (natürlich der Schwachpunkt ;-) )

    Man sollte sich im Vorfeld in alle Arbeiten der Mitstreiter einlesen und eine aktive Teilnahme war mehr als gefordert. Auch hier gab es eine Strichliste, wer sich wie oft gemeldet hat.

    Im Nachgang durfte ich noch ein Ergebnisprotokoll zu ausgewählten Präsentationen anderer Teilnehmer anfertigen und binnen 2 Wochen einreichen.

    Die Gesamtnote setzte sich wie folgt zusammen
    Seminararbeit + Thesenpapier (40 %)
    Mündliche Leistung (50 %)
    Ergebnisprotokoll (10 %)

    Im Vorfeld gab es nur eine grobe Einschätzung über die schriftliche Arbeit. Die Gesamtnote wurde dann kurz nach Abgabe des Ergebnisprotokolls mitgeteilt.

    Alles in Allem fand ich es eine echte Herausforderung, die aber durchaus Spaß gemacht hat und zur Vorbereitung auf die BA sehr gut beigetragen hat!
     
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  4. Antonio

    Antonio Fernuni-Hilfe

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Vor was denn genau?
     
  5. Krimgum

    Krimgum

    Ort:
    32139 Spenge
    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    50 von 180
    Kann ich durchaus nachvollziehen :troest:

    Vielen Dank für den tollen Bericht. Wäre cool, wenn hier noch ein paar Bericherstatter wären, damit man vielleicht einen breiteren Überblick erhält. Wenn ich ihn (gefühlt) Jahrzehnten (:haumichwech:) mein Seminar machen werde, werde ich das wohl auch machen :allsmiles:
     
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  6. Flubber

    Flubber

    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    180 von 180
    Ich finde die Berichte auch klasse und wirklich sehr hilfreich. Es wäre wirklich toll, wenn auch für die anderen Lehrstühle Berichte geschrieben werden könnten. Ich werde mich daran selbstverständlich auch beteiligen...im Sommer nach meinem Seminar bei Prof. Volling. :-)
     
  7. Initialised89

    Initialised89

    Studiengang:
    B.Sc. Informatik
    Bei uns gibt es neben zahlreichen anderen (“normalen”) Seminaren das Seminar “E-Government.” Dieses läuft komplett zu 100% virtuell ab mittels TeamSpeak und Wiki ohne Präsenztermine. Ich bekam dieses Semester einen Platz und nahm daran teil (ist ja sehr begehrt). Ich und Partner hielten dreistündigen Vortrag (Kryptographie und Bla). Spaß hat es sicherlich gemacht.

    @Leilla Wäre das nichts? :haumichwech:

    Gibt's da Buffet? Dann würde ich mitmachen. Ohne hmm … :music:
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Februar 2015
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  8. Leilla

    Leilla Tutorin und Forenadmin

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Ich habe furchtbare Panik vor Menschen zu sprechen, Vorträge zu halten. Und Panik meine ich wörtlich. Mir wird übel, Schweißausbrüche, Kreislauf dreht Amok etc. ... :-(
     
  9. Initialised89

    Initialised89

    Studiengang:
    B.Sc. Informatik
    Ich referiere eigentlich relativ gerne.
     
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  10. Kiwi1979

    Kiwi1979

    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    120 von 120
    2. Studiengang:
    B.Sc. Mathematik
    ECTS Credit Points:
    0 von 180
    Das ist natürlich übel. Nervös war ich auch zu genüge ;-) (viele andere Studenten auch)
    Ich kann dir da nur die Empfehlung geben, den Vortrag rasch fertig zu stellen und so oft wie möglich vor irgendwelchen Personen zu präsentieren (also quasi die Situation so oft durchspielen, bis du die "Vortragssituation" ausblenden kannst).
     
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  11. netere

    netere

    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    10 von 120
    ... geht mir ähnlich und daher hatte ich echt schon zu Beginn des Studiums bammel vor diesem teil :inthebush:
    Mir hat geholfen, dass es einigen anderen Teilnehmern in der Gruppe genauso ging und das die Stimmung von den Betreuern her auch sehr locker war ... also ging das mit der Aufregung und da ich Kärtchen in der Hand hatte, liess sich das Händezittern gut verbergen. :-)


    ich kann vom Seminar Prof. Grosser Lehrstuhl Wirtschaftspolitik Seminar „Freakonomics“ berichten:

    Nachdem man die Info über die Zuteilung eines Platzes bekommen hat, muss man eine Präferenzenliste für die Themen an den Betreuer schicken. Die Themen sind in Moodle im Seminarraum eingestellt. Dann werden am Tag vor dem Bearbeitungsbeginn (Anfang September) die einzelnen Themen zugewiesen (ich hab mein Wunschthema bekommen)
    Bis ungefähr zur Hälfte der Bearbeitungszeit kann man dem Betreuer eine Projektskizze (4-5 Seiten) schicken und mit ihm besprechen. Man muss nicht, aber man wird gebeten es im Eigeninteresse zu nutzen.
    Es war jederzeit möglich mit dem Betreuer Kontakt aufzunehmen und Fragen zu stellen. Antwort kam meist spätestens am nächsten Tag. Die Arbeit sollte dann per mail bis zu Abgabefrist als pdf an den Betreuer geschickt werden. (war bei mir dann Anfang Dezember)
    Kurz vor Weihnachten kam dann die nette Nachricht per mail, über das Bestehen des schriftlichen Teils und die Teilnahme am Seminarvortrag. In dieser mail wurde auch die Note und Kommentare zur Arbeit mitgeschickt und auch Hinweise für den Vortrag.
    ca. 1 Woche später kam die Einladung mit dem Zeitablauf für den Vortrag.
    Seminardauer: 2 Tage. Man bekam im Vorfeld Teilnehmerliste und die Themen der Anderen und dazu die Angabe das man zu 2 Vorträgen inhaltliche Fragen stellen soll. Der Vortrag sollte 30 Minuten dauern und die Diskussion danach war auf 20 Minuten angesetzt. Es standen 11 Teilnehmer auf der Liste.
    4 wochen später dann das Präsentieren. Seminarraum sehr klein, so das man sich im Raum auch nicht sonderlich verloren vorkam :-)
    Die Leute waren alle sehr nett. Ich hatte eine angenehme Gruppe in der einige der Teilnehmer genauso aufgeregt waren wie ich. Prof. Grosser war nicht dabei, aber die 2 Betreuer waren sehr nett und echt locker. Durch die Diskussion an der man sich ja quasi vorgegebener massen beteiligen musste wurde die Anspannung auch noch ein wenig gelöst. Es wurde vor jedem Vortrag jemand bestimmt der das Präsentieren selbst beurteilen sollte - also Vortragstechnik und flüssiges reden usw. Fand ich sehr gut, denn gerade wenn man sowas ungern macht oder wie ich gar zum ersten mal, dann ist so ein Feedback hilfreich.

    Ob man jetzt mit Folie oder den Projektor nutzte war egal, aber von Spielereien und vielen bunten Bildchen wurde abgeraten. Man sollte von seinem Vortrag zwei Ausdrucke an die Prüfer geben. Frei sprechen war wichtig und ich hatte nicht das Gefühl, daß es nachteilig war mit oder ohne Kärtchen vorzutragen. Es wurde empfohlen zwischendrin auch mal die Tafel oder Flipchart zu nutzen um die Aufmerksamkeit wieder zu steigern. Gern wurde auch gesehen wenn die Zuhöhrer mal direkt mit eingebunden wurden.
    Die Betreuer selbst haben auch Fragen zum Inhalt gestellt, aber mehr Verständnisfragen und Erklärungsfragen und keine "in die Pfanne hau Fragen" und wirklich auch nur zum Thema des Vortrages. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck das die Prüfer einen in die Irre führen oder sonstwie "Testen" wollten. Selbst der eine Teilnehmer der seinen Vortrag total verhauhen hatte, weil er a) so aufgeregt war und b) schlecht vorbereitet, wurde nur auf seinem Niveau hin "befragt" und nicht noch mehr fertig gemacht.
    Abends ging man (wer wollte) zusammen essen. Am zweiten Tag dann die restlichen Teilnehmer.
    Das Ergebnis bekam man dann in der nächsten Woche per mail mitgeteilt. Inkl. Gesamtnote und Bewertung des Vortrages. Gewichtung Seminararbeit (60%) und Vortrags (40%)

    Die Anmeldung zur Bachelorarbeit hatte ich eigentlich beim Lehrstuhl gleich beim Seminar gemacht, aber durch die Umstellung des Systems auf webregis wurden die dortigen Anmeldungen nicht mehr berücksichtigt und so habe ich im Anschluss leider keinen Platz für die BA-Arbeit bekommen und musste das Sommersemester warten. Für die BA-Arbeit kann man bei einigen Themen das Thema der Seminararbeit vertiefen. Welche Themen das sind wird schon in der Themenliste für das Seminar mit angegeben.

    Alles in allem war es eine wirklich gute Erfahrung, ich habe viel für mich daraus gelernt. Die Betreuer Herr Paul und Herr Sonnabend sind wirklich nett und machen es einem nicht unnötig schwer. Und ja jetzt im Nachinhein kann ich sagen es war durchaus auch Spaß an der Sache dabei. :-)
     
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  12. Foo83

    Foo83

    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    110 von 180
    So ähnlich ging es mir auch lange. Inzwischen komme ich einigermaßen mit der Situation klar. Die zwei Punkte die hier besprochen wurden (gute, frühe Vorbereitung und immer wieder präsentieren) helfen mir. Und: Irgendwas in der Hand halten, auch wenn es ein Stift ist.

    Vielleicht kannst du auch noch ein spezielles Rhetorikseminar besuchen, bevor du beim FernUni Seminar angekommen bist.
     
  13. Kröte

    Kröte

    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    180 von 180
    2. Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Hallo Leila,
    mir graut auch davor. Ich habe bei der vhs ein Präsentations-Seminar gebucht und hoffe mal, dass das etwas hilft....
     
  14. Kröte

    Kröte

    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    180 von 180
    2. Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Super Bericht, Münchner Kindl, vielen Dank!
     
  15. @Leilla: Ist das Problem, dass du vorne stehen musst oder sind die Leute, die auf dich schauen, das Problem? Bei letzterem hilft es, sich einen Punkt knapp über dem Kopf des hintersten Zuhörers zu suchen. Während des Vortrags dann dort hin blicken und höchstens der hinterste Zuhörer merkt, dass du gar niemanden wirklich ansiehst :-)
     
  16. Auch auf die Gefahr hin, dass das nicht sonderlich motivierend oder angstnehmend wirkt: Wie hoch ist den die Durchfallquote bei den Seminaren? Kann man das irgendwo einsehen?
     
  17. JosefZ

    JosefZ

    Ort:
    Passau
    Hochschulabschluss:
    Magister Artium
    2. Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    0 von 180
    Hallo @Amina ,

    ich glaube, man kann die Durchfallquoten nicht einsehen. Zumindest gab es keinen Notenspiegel auf meinem Seminarschein. Am Lehrstuhl Scherm muss man erst die Arbeit schreiben und diese bestehen. Erst dann wird man zur Präsenzveranstaltung eingeladen. Einge fielen in den vorangegangen Semester in der Seminararbeit durch, aber nicht wirklich viele.

    Beim Vortrag eher weniger Leute, zumindest gefühlt. Auch wenn bei mir im Seminar einige nach dem Vortrag "gegrillt" wurden. Aber wenn man seinen Vortrag im Vorfeld gut mit dem Betreuer abspricht und ihn dann aus dem Effeff kann, sollte das Bestehen wirklich kein Problem sein. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mir viel zu viele Gedanken gemacht habe.

    Gruß
    Josef
     
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  18. Leilla

    Leilla Tutorin und Forenadmin

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Ach ja, mir fiel das schon immer schwer. Ich kann noch nicht mal genau sagen, worauf und wieso und überhaupt.. aber das Probleme habe ich ständig, egal ob in Meetings in der Arbeit oder in meiner Schulzeit bei Referaten.. das Seminar wird auch meine größte Hürde.

    @Amina Danke für den Tipp, allerdings habe ich alles Mögliche da schon probiert und kein Stück weiter gekommen :-(

    @all: Danke für eure Berichte, die helfen sicherlich vielen von uns, wenn wir weiter gekommen sind. Meine präferierten Lehrstühle wären Scherm, Weibler und Olbrich voraussichtlich. Gibt es hier auch schon Erfahrungsberichte? :-)
     
  19. Initialised89

    Initialised89

    Studiengang:
    B.Sc. Informatik
    Ich weiß, das ist für euren Fachbereich etc. kein Stück repräsentativ, aber wir waren dieses Semester 19 Studenten, 1 Betreuer, 1 Professor. Es gibt jedoch weitere Seminare bei uns (Präsenzseminare), über die ich nichts sagen kann.
     
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  20. Gast4012

    Gast4012 abgemeldet

    Ihr dürft euch glaub ich net so verrückt machen wg dem Vortrag...anders als bei ner Konferenz auf der Arbeit sitzen hier nur "Studenten" wie ihr drinnen, die halt versuchen das Ganze möglichst stressfrei etc. über die Bühne zubekommen - denke auch nicht dass viele eueren Vortrag sooo hochmotiviert folgen:-D ...also einfach locker vortragen und dass möglichst im Stil, wie es der Lehrstuhl verlangt:thumbsup:

    ...gibt ja auch oft den Tipp sich die Leute nackt vorzustellen damit man selber nicht mehr so nervös ist...mhhh...kommt halt immer weng aufs Publikum an:-D nicht dass man plötzlich nur noch an das eine denkt:haumichwech::haumichwech::haumichwech:
     
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  21. JosefZ

    JosefZ

    Ort:
    Passau
    Hochschulabschluss:
    Magister Artium
    2. Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    0 von 180
    Hallo zusammen,

    hier mein Bericht zum Seminar am Lehrstuhl Scherm im Wintersemester 14/15.

    Mai 2014
    Ende Mai habe ich mich für mein Seminar angemeldet. Damals hatte ich "erst" 120 ECTS-Punkte als Vollzeitstudent. Da ich unbedingt ein Seminar machen wollte, habe ich neun Präferenzen angegeben.
    Meine Erstwahl war der Lehrstuhl Scherm, aus diesen Gründen: Erstens natürlich, weil mir die Thematik zugesagt hat, zweitens weil es zumindest theoretisch möglich ist, Seminar und Abschlussarbeit in einem Semester zu schreiben.

    Ende Juni/Anfang Juli 2014
    Meine Zusage kam per Post. Im Schreiben war gleich alles Wissenswerte (Fristen, Ablauf, Betreuer etc.) vermerkt. Das Thema hat mir der Lehrstuhl gegeben, ich durfte noch das Unterthema wählen. Ich nahm sofort Kontakt mit meinem Betreuer auf.

    August 2014
    Der Zeitrahmen war stramm, die Abgabe der ersten Gliederung musste bis 8. August erfolgen. Mitte Juli war ich erst noch im Urlaub, deshalb war die Zeit ein bisschen knapp. Außerdem war ich bereits für drei Klausuren angemeldet. Die Abgabetermin für die Seminararbeit war der 17. September 2014 und fiel damit mitten in meine Prüfungszeit. Mit der Zusage bekam man auch eine Literaturliste mit zehn Titeln, zum Einstieg in das Thema.

    Betreuung der Seminararbeit: Diese war wirklich sehr gut. Auf der Homepage des Lehrstuhl gibt es einen ausführlichen Leitfaden, wie man die Seminararbeit erstellen und formatieren muss. Auch ein kurzer Leitfaden für die Vortragsfolien ist dort zu finden. Die Gliederung der Arbeit habe ich insgesamt vier Mal mit meinem Betreuer in der telefonischen Sprechstunde abgesprochen, bevor ich zum schreiben anfing. Positiv hervorzuheben ist, das mein Betreuer sich auch von sich aus gemeldet hat, wenn ihm noch was eingefallen ist. Außerdem war er gut per E-Mail zu erreichen. Mit meinem Betreuer war ich wirklich sehr zufrieden.

    Schreiben der Arbeit: Das hat mich sehr viele Nerven gekostet, auch weil ich mich beim Schreiben verzettelt hatte. Das hat mich viel Zeit gekostet. Die Klausuren rückten immer näher, außerdem waren da noch die Arbeit und ein schwieriges Privatleben. Mich hat es überrascht, wie schwer mir das Schreiben fiel. In meinem Erststudium (das schon mehr als sechs Jahre her ist) habe ich praktisch nur solche Arbeiten geschrieben. Mein Thema war sehr sperrig und vor allem umfangreich. Je mehr ich mich damit auseinandersetzte, desto mehr Fragen kamen auf. Aber irgendwann war die Talsohle überwunden und es ging auf die Zielgerade.

    Allgemeine Tipps für die Arbeit:
    • Lieber zu viel als zu wenig Literaturangaben. Bei mir waren es 26 Literaturangaben auf rund 13 Seiten.
    • Aktuelle Literatur verwenden, viel mit Aufsätzen arbeiten, wenig betriebswirtschaftliche Lehrbücher verwenden (Lexika etc.)
    • möglichst alle Literaturangaben auf der Literaturlist des Lehrstuhl einbauen
    September 2014
    Am 13. September, also 4 Tage vor Abgabefrist, brachte ich meine Arbeit per Einwurfeinschreiben auf den Postweg. Richtig zufrieden war ich nicht, aber ich habe es dann sein lassen, schließlich musste noch Klausuren schreiben. Die Schwierigkeiten beim Schreiben beeinflussten die Vorbereitung, weshalb ich auch durch eine Klausur gerasselt bin. Die anderen beiden waren OK.

    Oktober/November 2014
    Am 30. Oktober 2014 habe ich dann Bescheid bekommen, dass ich die SA bestanden hat und zur Präsenzveranstaltung am 15.-17.12.2014 in Hagen eingeladen bin. Etwas entsetzt stellte ich fest, dass das Thema meines Vortrages ein anderes war als das meiner SA. Ich musste also nochmal neu anfangen.
    Für die Präsenzveranstaltung wurde auch ein Moodle eingerichtet, das aber nicht sonderlich genutzt wurde. Jeweils vier bis fünf Studenten bearbeiteten einen Themenblock. Man musste die Themen voneinander abgrenzen, aber das Referat hielt man alleine. Also kein Gruppenreferat oder so. Fand ich sehr gut, weil lieber selber für meine Leistung verantwortlich sein will.

    Bis zum 19.11.2014 musste man einen Entwurf seiner Vortragsfolien einreichen
    . Die thematische Abstimmung mit dem Betreuer erfolgte so wie im Vorfeld der SA.

    Dezember 2014
    Die fertigen Folien (PDF-Format, keine Animationen erlaubt/erwünscht) mussten bis 8.12.14 in Moodle hochgeladen werden. Ich habe mich für ein sehr spartanisches/druckerfreundliches Layout entschieden. Andere Studenten hingegen haben viel mehr Arbeit/Farbe in die Folien gesteckt.

    15.-17.12.2014: Präsenzveranstaltung in Hagen
    Anwesend waren 29 Studenten, drei Betreuer und Herr Prof. Scherm. Nach einer kurzen Einführung ging es dann auch gleich los mit den Vorträgen. Jeder Vortrag sollte ca. 15 Minuten dauern, manche haben überzogen, so auch ich. Nach jedem Vortrag gab es eine Diskussion, die von dem Betreuer geleitet wurde, der thematisch damit betraut war. Man musste Fragen zu seinem Vortrag beantworten, sowohl von den Studenten als auch von den Betreuern. Die Diskussion zu meinem Vortrag dauerte vielleicht 5 Minuten, bei den anderen teilweise deutlich länger. Die Atmosphäre im Seminar war insgesamt entspannt.

    Herr Prof. Scherm hielt sich meistens zurück. Hin und wieder stellte er teils kritische Fragen. Er legt großen Wert darauf, dass man sein Vortragsthema wirklich komplett beherrscht, also auch Randaspekte. Man sollte möglichst frei sprechen und wirklich alle Begriffe definieren/umschreiben können.

    Die Präsenzveranstaltung ging meist von 9.30 bis 16.30 Uhr. Pro Tag wurden zwei Themenkomplexe abgehandelt. Am Ende eines Tages wurden die Seminararbeiten der jeweiligen Referenten mit dem Betreuer besprochen. Man ging nacheinander in den Seminarraum und las erst einmal das Gutachten (ungefähr zwei Seiten lang, man darf es nicht mitnehmen). Dann bespricht man die Arbeit mit dem Betreuer. Man erfährt aber noch nicht, ob man den Vortrag auch bestanden hat. Die Seminararbeit zählt 60 %, der Vortrag 40 % zur Endnote. Beides muss mit mindestens einer 4,0 bestanden werden.

    Wer noch im selben Semester die Bachelorarbeit schreiben wollte, konnte sich in eine Liste eintragen. Die Kapazitäten waren aber begrenzt. Bei mir hat es leider nicht geklappt, weil einfach zu viele Studenten schon scheinfrei waren. Ich habe noch zwei Klausuren vor mir.

    Kurz vor Weihnachten habe ich erfahren, dass ich das Seminar bestanden habe. Den Schein habe ich mir unter dem Baum gelegt, er war mein schönstes Weihnachtsgeschenk. Es war sehr viel Arbeit und ich war froh, als es vorüber war. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, es war bisher mein bestes an der FU Hagen.

    Fazit
    Ich war sehr zufrieden. Hervorzuheben ist die sehr gute Betreuung und die faire Bewertung der Leistung. Der Lehrstuhl ist auch wirklich auf Zack. So hatte ich vier Tage nach Anmeldung für meine Bachelorarbeit schon meine Zusage in der Post. Nach meinen letzten Klausuren im März fange ich mit der Arbeit an.
    Das verlangte Niveau im Seminar ist aber nicht ohne, aber insgesamt fair und angemessen. Aber an der FernUni bekommt man sowieso nie etwas geschenkt. Auch der knappe Zeitplan sollte erwähnt werden. Für mich war das als Vollzeitstudent mit Teilzeitarbeit aber kein Problem. Auch wenn es für ein Seminar ebenfalls 10 ECTS-Punkte gibt, ist der Arbeitsaufwand deutlich höher als bei einem Modul.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 Februar 2015
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  22. Kiomi

    Kiomi Tutorin und Forenadmin

    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    2. Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    60 von 120
    Mein erstes Seminar liegt schon eine Weile zurück, vielleicht hat sich am Ablauf beim Lehrstuhl Baumöl aber auch nicht so viel geändert. Ich kann mich auch nicht mehr an alle Details erinnern :paperbag:

    Seminar am Lehrstuhl Baumöl, SS2011:

    Die Zusage zum Seminarplatz kam Mitte Dezember 2010, also recht schnell nach Ablauf der Bewerbungsfrist (war noch nach dem alten Modus).

    Mitte Januar 2011 gab es einen Pflichttag in Hagen. Es wurden die Themen vergeben, Tipps und Tricks zur Recherche in der Uni-Bib gegeben sowie die Erstellung von Gliederung und Motivationsschreiben geübt. Da ich vor meiner ersten schriftlichen Arbeit nach wissenschaftlichen Maßstäben stand, fand ich die unterstützenden Maßnahmen sehr hilfreich.
    Es gab Themen, die in einzelnen Themenblöcken zusammengefasst worden waren. Die Themen wurden mehrfach vergeben. Jeder hat dann die Arbeit für sich alleine geschrieben. Beim Seminar wurde das Thema dann als Gruppenpräsentation vorgestellt.

    Ende Februar musste eine Gliederung nebst Motivationsschreiben abgegeben werden. Diese wurde telefonisch mit der Betreuung besprochen. Es wurden Hinweise gegeben, was noch verbessert werden kann.
    Geschrieben habe ich die Arbeit dann im März und April und Abgabe war Anfang Mai 2011. Das ließ sich parallel mit Klausuren ganz gut bewerkstelligen.

    Anfang Juni 2011 kam die Einladung zum Seminar und die Mitteilung der Note für die schriftliche Seminararbeit. Ab dann habe ich mich mit den anderen aus der Gruppe zusammengetan und wir haben die Präsentation erstellt. Das lief alles per Mail und Skype, da wird über die Republik verteilt waren. Neben der Präsentation bekamen wir zwei Texte (Fallstudien) auf Englisch zugesandt, die wir vor dem Seminar durchgearbeitet haben sollten.

    Das Seminar selbst fand an zwei Tagen Mitte Juli 2011 in Hagen statt. Es wurden vormittags die Themen gruppenweise vorgetragen und nachmittags die Fallstudien bearbeitet. Es wurde erwartet, dass man anschließend zu den Präsentationen aktiv diskutiert. Die mündliche Beteiligung war Bestandteil der Endnote. Die Atmosphäre habe ich als entspannt in Erinnerung. Alle Lehrstuhl-Mitarbeiter und die Professorin waren freundlich und es wurde keiner zerpflückt.

    Nachdem das Seminar zu Ende war, haben sich die Lehrstuhl-Mitarbeiter mit der Professorin zurückgezogen und die Noten besprochen. Diese wurden uns dann anschließend mitgeteilt, wobei jeder einzeln ins Büro gebeten wurde.

    Bewertung für die Endnote: Gliederung 20%, Seminararbeit 50%, Präsentation und Beteiligung an Diskussion 30%

    Fazit: Im Gegensatz zu den Modulen, die teilweise einfach nur ätzend sind, fand ich das Seminar sehr gut. Die Betreuung, insbesondere der Pflichttag zu Beginn war sehr hilfreich, wenn man - so wie ich - vor seiner ersten wissenschaftlichen, schritflichen Arbeit überhaupt steht. Das Seminar war gut strukturiert und ich konnte aus den Diskussionen einige Denkanstöße für mich mitnehmen.
     
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  23. LuluCat

    LuluCat

    Ort:
    Berlin
    Hochschulabschluss:
    Diplom-Verwaltungswirtin (FH)
    2. Hochschulabschluss:
    Diplom-Volkswirtin
    Studiengang:
    M.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    60 von 120
    Status Diplom:
    abgeschlossen
    Ich kann von meinen zwei Seminaren berichten:
    • WS 2012/13 „Freakonomics“ bei Prof. Grosser und
    • SS 2013 „Statistik“ bei Prof. Singer
    Zu dem Seminar bei Prof. Grosser hat @netere ja bereits ausführlich geschrieben. Den Ausführungen kann ich nur zustimmen. Bei mir hat es leider erst beim zweiten Anlauf mit einer Zusage geklappt. Die Themen sind größtenteils jedes Semester identisch. Die Einstiegsliteratur wird bei moodle zur Verfügung gestellt. Die Betreuung war wirklich gut. Man hat immer schnell eine Rückmeldung bekommen. Gut fand ich, dass man sowohl zu der Seminararbeit als auch zu dem Seminar insgesamt ein ausführliches Gutachten bekommen hat. Allerdings war das wohl von dem Betreuer abhängig. Nicht jeder hat dies so ausführlich gemacht. Ich habe sogar meine Seminararbeit mit ganz vielen Kommentaren versehen zurückbekommen, was sehr hilfreich war, um eigene Schwächen aufzudecken. Die Atmosphäre während des Seminars war sehr locker und angenehm.

    Als zweites Seminar habe ich dann das Seminar bei Prof. Singer gemacht. Der Lehrstuhl bietet ein sogenanntes Proseminar an, wo man sich einfach mal reinsetzen kann und an einem Seminar teilnimmt, ohne irgendwelche Leistungen zu erbringen. Das Angebot hatte ich 2011 wahrgenommen und wusste zumindest was mich grob erwartet. Darüber hinaus hatte das Seminar den Vorteil, dass die Seminararbeit sehr früh abgegeben werden musste, so dass man durchaus in dem Semester noch gut Klausuren schreiben konnte. Ich habe neben diesem Seminar noch vier Klausuren geschrieben. Allerdings lag ein Teil der Arbeit in dem davorliegenden Semester. Das sollte man auf jeden Fall bei diesem Seminar berücksichtigen.

    Die Zusage zum Seminar hatte ich am 21.12.2012 per Mail bekommen. Bis 8.01.2013 musste man seine Themenpräferenzen abgegeben haben. Auf der Internetseite des Lehrstuhls gibt es einen Themenkatalog, der sogar nach dem mathematischen Wissen gegliedert ist. Es gibt also auch Themen, die man gut meistern kann, ohne eine Mathe oder Statistikfreak zu sein (aber auch die finden dort was). Vier Wochen später (bei mir als 8.02.2013) ist zwingend eine Gliederung abzugeben. Nach der Rückmeldung kann man dann loslegen. Abgabetermin war der 5.04.2013. Die Betreuung war ebenfalls sehr gut. Man bekam immer sehr schnell eine Rückmeldung. Die Vorträge selber sollten Anfang Mai stattfinden. Bei mir kam allerdings ein Krankenhausaufenthalt dazwischen und ich konnte die Präsentation erst im November 2013 halten. Da die Themen teilweise auch doppelt vergeben werden, hatte ich mir den Vortrag mit einer Kommilitonin geteilt. Aber auch hier muss ich sagen, dass die Stimmung sehr gut war. Der gesamte Lehrstuhl ist sehr nett. Am Abend war die Gruppe geschlossen essen (inkl. Prof. und alle Betreuer) und hatte so die Möglichkeit die Mitarbeiter noch mal besser kennenzulernen.

    Rückblickend muss ich sagen, dass obwohl der Lehrstuhl Grosser als sehr streng gilt, meine Note einen kleinen Tick besser war und das obwohl ich in das Statistikseminar mehr Arbeit investiert hatte. Ich hatte dann auch von beiden Lehrstühlen eine Zusage für die Abschlussarbeit und hatte mich dann aus beruflichen Gründen für den Statistiklehrstuhl entschieden. Ob es die richtige Entscheidung war, lässt sich nachträglich natürlich nur schwer beurteilen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Februar 2015
  24. Wow

    Ist es auch irgendjemandem möglich die Erfahrungen der Rewi Seminare mitzuteilen
     
  25. Flubber

    Flubber

    Ort:
    Rhein-Main-Gebiet
    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    180 von 180
  26. silvia76

    silvia76

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Diplom-Volkswirtin
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    130 von 210
    So, dann werde ich auch mal berichten.

    Mein erstes Seminar war im SS 2011 am Lehrstuhl Prof. Wagner (Makroökonomik)

    Die Anmeldung erfolgt somit noch nach dem alten Schema.
    Ende Januar 2011 bekam ich die Zusage per Post, dass ich einen Seminarplatz hatte. Diesem Schreiben lag eine Themenliste für das Seminar bei. Bei den einzelnen Themen stand ganz kurz, in welche Richtung die einzelnen Themen gehen. Nun sollte man nun seine Präferenzen für die Themenvergabe bis 05.02.2011 dem Lehrstuhl mitteilen.
    Die Bearbeitungszeit begann am 14.02.2011 und endete am 02.05.2011.

    Nachdem dies meine erste Arbeit dieser Art war, fand ich die ganz kurzen Erläuterungen zu den Themen ganz hilfreich für die Auswahl. So standen bei einigen Themen schon kurze Fragen dabei. Hat mir zumindest bei der Erstellung der Gliederung geholfen.
    Bis zum 28.03.2011 sollte eine erste Gliederung beim Betreuer eingereicht werden.
    Im Schreiben, indem das genaue Thema bekanntgegeben wurde, stand aber, dass eine Nichtabgabe der Gliederung sich negativ auf die Note auswirken wird.

    Ich für meinen Teil fand die Betreuung ganz gut. E-Mails wurden sehr schnell beantwortet. Telefonate waren auch möglich.

    Das Schreiben der Arbeit selbst fiel mir doch schon recht schwer. Es lag aber weniger am Thema, sondern eher an der Unsicherheit meinerseits, wie man so eine Arbeit schreibt. Folglich habe ich bis zum letzten Tag gebraucht, um die Arbeit einigermaßen rund zu bekommen.

    Wie bereits erwähnt, war der Abgabetermin der 02.05.2011. Voraussetzung für die Teilnahme an der Präsenzphase war eine mit mindestens 4,0 bewertete Seminararbeit.
    Ende Mai kam der - für mich - erlösende Brief mit der Einladung für die Präsenzphase. Diese fand vom 20.-21.06.2011 (Mo-Di) in Hagen statt.

    Vor der Präsenzphase ging es dann an die Ausarbeitung der Präsentation. Auch hierfür standen die Betreuer wieder für Rückfragen zur Verfügung.

    In Hagen waren wir dann 11 Leute, wobei es einen eindeutigen Frauenüberschuss gab (10 Frauen - 1 Mann).:-)
    Nervös waren wir alle gleichermaßen. Zuerst gab es eine kleine Vorstellungsrunde und dann ging es schon mit dem ersten Vortrag los.
    Die einzelnen Vorträge dauerten zwischen 20-30 Minuten. Danach kamen noch Fragen vom jeweiligen Betreuer und es wurde noch ca. 20-30 Minuten in der Runde diskutiert. Wie bereits öfters erwähnt, führten auch hier die Betreuer Strichlisten.

    Für den Abend am ersten Tag (20.06.) hatten die Betreuer in einem Hagener Restaurant Plätze reserviert zum gemeinsamen Abendessen. So hatte man auch die Gelegenheit, die Betreuer mal besser kennen zu lernen. Auch der Kontakt untereinander war super.

    Am Dienstag nach dem letzten Vortrag war dann Schluss. Die Note für die Seminararbeit und die Gesamtnote gab es nach einer kurzen Wartezeit gleich im Anschluss an das Seminar.

    Fazit: Es war sehr interessant und lehrreich, aber auch sehr anstrengend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Februar 2015
    Weasel, Antonio, Münchner Kindl und 3 anderen gefällt das.
  27. silvia76

    silvia76

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Diplom-Volkswirtin
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    130 von 210
    Und nun noch Seminar Nr. 2.

    Seminar bei Prof. Eichner (Finanzwissenschaft) im SS 2012

    Auch hier war noch die Anmeldung nach dem alten Schema.

    Anfang Januar 2012 kam der Brief, dass ich einen Seminarplatz erhalten haben. Auch hier war dem Schreiben wieder eine Themenliste beigefügt.
    Auf der Themenliste standen hier nur das Thema und die jeweilige Einstiegsliteratur.

    Ende Januar kam der Brief mit dem zugeteilten Thema.

    Termin für die Abgabe der Arbeit war der 18.05.2012. Nachdem na sich einen ersten Überblick über das Thema verschafft und eine erste Gliederung hatte, sollte man auf jeden Fall Kontakt mit dem Betreuer aufnehmen. Hierbei wurden nähere Einzelheiten besprochen.

    Ich selbst hatte meine erste Gliederung per E-Mail an meinen Betreuer geschickt. Die Antwort kam schnell und so ging es dann ans Schreiben.
    Mit dieser Arbeit bin ich besser zurecht gekommen. Zum einen lag es am Thema und zum anderen an der nicht mehr so großen Unsicherheit. Habe bei einer VWL-Arbeit sogar einen kleinen Abstecher in die Soziologie gewagt.

    Ursprünglich sollte das Seminar selbst am 01. und 02.06. in Hagen stattfinden, aber Anfang Mai kam per Brief die Info, dass sich das Seminar selbst um zwei Wochen nach hinten verschiebt. Somit war es dann am 15. und 16.06.2012 (Fr-Sa). Zusätzlich hat sich auch der Abgabetermin für die Seminararbeit auf den 01.06.2012 verschoben.
    Bei dieser Arbeit war ich mehr als rechtzeitig fertig und konnte ein paar Tage vorher abgeben.

    Anfang Juni kam die Einladung für die Präsenzphase. Die Präsentation sollte ca. 35-40 Minuten dauern mit anschließend noch 5 Minuten Diskussion.
    Auch das Erstellen der Präsentation fiel mir bei dieser Arbeit leichter.

    Das Seminar fing am Freitag erst um 13 Uhr an. So bin ich das Risiko eingegangen und bin erst in der Früh mit dem Auto von München nach Hagen gefahren. Zum Glück bin ich gut durchgekommen und konnte so noch in Mensa Mittag essen. Ich muss aber sagen, dass diese zeitliche Planung nicht unbedingt empfehlenswert ist. Abends ging es dann bis 19 Uhr. Danach bin nur noch müde ins Bett gefallen.:sleeping:
    Am Samstag ging es dann von 9 Uhr bis 11:30 Uhr. Danach bin ich wieder nach München gefahren.

    Bei diesem Seminar war ich nicht ganz so nervös. Insgesamt waren wir 10 Leute, von denen inkl. mir 7 Leute aus dem Großraum München kam.
    Auch hier kamen Fragen zum Thema. Diesmal aber nicht von den Betreuern sondern von Prof. Eichner selbst. Zerpflückt wurde aber keiner.

    Die Note kam hier ca. 2 Wochen später per Post.

    Fazit: Es war sehr interessant und lehrreich, aber auch sehr anstrengend.
     
  28. RikeB

    RikeB

    Ort:
    Nicht weit vom Bodensee
    Hochschulabschluss:
    Diplom
    2. Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    80 von 210
    Mein Seminar im Masterstudiengang habe ich am LS Brösel im SS 2013 absolviert.

    Nachdem ich für das SS 2013 keinen Seminarplatz nach der Anmeldung bekommen habe, wurde mir in einem Telefonat mit dem Prüfungsamt mitgeteilt, dass es am LS Brösel noch freie Plätze gäbe. Ich musste mich dann per Mail am LS um einen Platz bewerben und bekam dann innerhalb von einem oder zwei Tagen eine Zusage und die Liste der Themen. Aus dieser Liste musste ich meine Präferenzen angeben. Zusätzlich wurde nach den Vorkenntnissen zur Wirtschaftsprüfung aus Studium oder Beruf gefragt. Ich hatte keine Vorkenntnisse. Bei der Themenvergabe wurden meine Präferenz und meine Nichtvorkenntnisse berücksichtigt.

    Während des Schreibens konnte ich den Betreuer per Mail kontaktieren, auf Antwort musste ich meist 2-3 Tage warten und auch Telefongespräche mussten einige Tage im Voraus vereinbart werden.

    Der LS legt zusätzlich zum fachlichen Inhalt der Arbeit sehr viel Wert auf das Einhalten der Formalien und auf Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck. Eine Anleitung für das Schreiben der Arbeiten stand auf der LS-Seite zur Verfügung.

    Die Arbeit musste sowohl gebunden und als word und pdf eingereicht werden. Zusätzlich musste sie ein Thesenpapier enthalten, das die Arbeit zusammenfassen konnte, aber auch provozierende und zur Diskussion anregende Thesen/Fragen enthalten durfte.

    Ca. 2 Wochen vor dem Seminartermin erhielt jeder Teilnehmer alle eingereichten Seminararbeiten als pdf zugeschickt. Bei meinem Seminar waren dies 16 Arbeiten (incl. meiner). Zur Vorbereitung auf das Seminar musste jeder Teilnehmer zu allen Arbeiten Korreferate anfertigen, d.h. man musste sich die Seminararbeiten der Kommilitonen durchlesen, sich in unbekannte Themen einlesen und zu jeder Arbeit ein Korreferat nach einer Anleitung auf der LS-Seite anfertigen.

    Das Seminar fand am 04./05.07.13 in Hagen statt. Die Reihenfolge der Vorträge wurde zusammen mit den Seminararbeiten verschickt. Die Sitzordnung orientierte sich an dieser Reihenfolge. Die Mitarbeiter des LS saßen im Rücken der Studenten. Jeder Vortrag durfte max. 20 Minuten dauern. Bei Zeitüberschreitungen wurde der Vortrag vom Prof. abgebrochen. Nach dem Vortrag wurde dann ein Student aufgerufen, um das Korreferat zu halten. Nach jedem Vortrag lag also Spannung im Raum, wer ausgewählt werden wird. Außer den schon zu Hause vorbereiteten Ausführungen zur Seminararbeit musste man noch ein paar Worte zum Vortrag und den Folien verlieren. Anschließend durften/sollten alle Studenten noch Fragen zur Arbeit stellen und zur Diskussion beitragen. Auch kamen hier Fragen von den Mitarbeitern des LS, die aber human waren.

    Am zweiten Seminartag gab es noch einen Praxisvortrag von Frau Glückselig von EY. Auch hier durften/sollten am Ende ihres Vortrages Fragen gestellt werden.

    Mittags wurde gemeinsam in der Mensa gegessen. Ein gemeinsames Essen am Abend gab es nicht.

    Die Note setzte sich zusammen aus schriftliche Arbeit 40%, Referat: 25%, Korreferat: 15% und Mitarbeit: 20%.

    Die beste Seminarleistung wird mit dem Kleeberg-Preis gewürdigt.

    Viele Informationen zum Seminar und auch zum Kleeberg-Preis findet ihr hier: (um den Link zu sehen musst Du angemeldet sein)

    Fazit: Das Seminar war anstrengend, aber durchaus auch für Studenten ohne Vorkenntnisse zu den angebotenen Themen zu meistern. Die Benotung war fair. Ich habe anschließend auch meine MA an dem LS geschrieben und war mit meinen Noten sehr zufrieden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Februar 2015
    Foo83, Antonio, JosefZ und 2 anderen gefällt das.
  29. Foo83

    Foo83

    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    ECTS Credit Points:
    110 von 180
    Das klingt ja nach viel Arbeit. Wie umfangreich ist ein solches Korrefart denn dann geworden?
     
  30. RikeB

    RikeB

    Ort:
    Nicht weit vom Bodensee
    Hochschulabschluss:
    Diplom
    2. Hochschulabschluss:
    Master of Science
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    ECTS Credit Points:
    80 von 210
    Ich glaube, man sollte da höchstens 5 min sprechen und ein Teil des Korreferats bestand aus der Beurteilung der Präsentation, d.h. den Teil konnte man nicht vorbereiten. Ja, es war ne Menge Arbeit, aber nach dem Lesen von 3-4 Arbeiten hatte sich eine gewisse Routine eingestellt und wenn man sich an die Vorgaben des LS zum Korreferat gehalten hat, ging das schon ganz gut.
     

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