1. In diesem Bereich werden alle Beiträge aus den Plauderecken der einzelnen Studiengänge zusammengefasst.
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Plauderecke Börsenhandel

Dieses Thema im Forum "Plauderecke FernUni Hagen" wurde erstellt von joho, 14 Oktober 2013.

  1. Hallo,

    man sollte ja frühzeitig beginnen für das späte alter vorzusorgen :) dehalb bin ich derzeit am überlegen einige investitionen zu tätigen beziehungsweise mit aktien zu handeln. Jetzt wollte ich mal die hagener bwler mal fragen ;), ob es sinnvoll ist als student mit aktien zu handeln oder nicht? Also eher Learning by doing oder lieber erst nach dem Master? Denn ich hab mir aus Interesse ein demokonto bei xxx angelegt und bin überraschenderweiser zufrieden :)

    Was meint ihr?


    Liebe Grüße
     
  2. Unsortiert

    Unsortiert

    Studiengang:
    M.Sc. Praktische Informatik
    Das hängt von Deinem finanziellen Background ab und von Deinem Know-How. Wenn das stimmt, dann würde ich einen Termin mit einem Bankberater machen und ein längeres Gespräch führen.
    Für Schülergruppen gibt es jährlich das Börsenspiel. Vielleicht kann man da auch als Privatperson teilnehmen? Dort kann man auch viel lernen ohne Risiko tragen zu müssen.
     
  3. sandstein

    sandstein

    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftsinformatik
    Wenn ein Master ein Garant für erfolgreichen Aktienhandel wäre... :D
    Du lernst im Studium (wenn Du die richtigen Fächer belegst) die Bewertung von Aktien etc. allerdings lernst Du nicht, wie man erfolgreich handelt. Klar, Du kannst die Bilanz lesen und so schauen, wie es dem Unternehmen finanziell geht. Allerdings beschäftigen die großen Unternehmen zig Buchhalter die den Tag über nichts anderes machen, als versuchen die Bilanz zu schönigen.
    So kann man schnell auf die Nase fallen.
    Kauf Dir jeden morgen das Handelsblatt oder andere Finanzzeitungen und nach einer Zeit hast Du ein Gefühl dafür, was sich in der Wirtschaft so tut. Dann würde ich anfangen. Allerdings mit kleinen Beträgen!

    Und lass Dir vom Bankberater nix aufschwätzen was Du nicht verstehst ;)
     
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  4. bookworm

    bookworm

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Hallo Mitforisten, es geht doch hier wieder nur darum, dass möglichst viele den Link anklicken.
     
  5. Antonio

    Antonio Fernuni-Hilfe

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Da muss ich bookworm recht geben und deshalb wird der Link auch entfernt.
    Eine Diskussion über Aktien finde ich persönlich immer spannend :cool:
     
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  6. Unsortiert

    Unsortiert

    Studiengang:
    M.Sc. Praktische Informatik
    Das ist wohl klar ;-), aber man kann manchmal noch Kleinigkeiten oder Spezialitäten lernen, zumindest über die betreffende Bank, oder auch nur andere Sichtweisen ;-)
     
  7. sandstein

    sandstein

    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftsinformatik
    Klar, nur muss einem immer bewusst sein, dass das bei der Bank niemals ein "Beratungsgespräch" wird sondern immer ein "Verkaufsgespräch".
    Sonst gibt's bei der Fernuni noch das Modul Banken und Börse (heißt das so?) das war recht spannend!
     
  8. bookworm

    bookworm

    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Ich würde als Anfänger mich mit einer Aktie aus dem Dax "vorbereiten", bevor ich ein Beratungsgespräch mit der Bank führe. Aus dem Dax deswegen, da die Infos dazu leichter zu finden sind. Dann würde ich den Bankberater fragen was er von dieser Aktie hält. Danach fragen, ob er denn einen besseren Vorschlag hätte und ihn dann mit Fragen nach dem Warum löchern. Dies bei mehren Bankinstituten durchziehen. Man lernt da nämlich wirklich dazu, wie ja schon andere Schreiber hier angesprochen haben.
    Dabei auch daran denken, dass Banken für sehr vermögende Kunden eigene Beratungsverträge haben. Da wird die Beratung dann auch schon mal über eine Teil des Anlagegewinns bezahlt. Sprich, damit dieser Kunde einen guten Gewinn hat, müssen eben andere Kleinkunden dafür bezahlen (Fonds sind ja immer auch eine Ansammlung von Aktien verschiedener Branchen). Gut kann man das sehen, wenn man sich bestimmte Fonds einer Bank ansieht. Es gibt sehr wohl Fonds, die schönes Geld bringen, nur die werden Otto Normalverbraucher erst gar nicht angeboten, oder die Einstiegssummen bewegen sich um die 10.000 -50.000€. Also alles andere als das viel geliebt (wenigstens bei den Banken) Ratensparen mit Fonds.

    Ein anderes Problem ist, dass du natürlich das nötige Kleingeld (und damit meine ich "Spielgeld", das dir zwar auch weh tut, wenn es weg ist, aber dich nicht in deinen Zukunftsplänen behindert) zum Aktien kaufen brauchst. Wenn du als Neuling (im Aktiengeschäft) bei einer Bank (und sei es deine "Hausbank") aufkreuzt und sagen wir mal für 3.000€ Aktien kaufen möchtest, wird die erste Frage sein, ob es in deiner Situation (Alter, Kinder, Kontostand, Einkommen, Rücklagen) nicht besser wäre in einen Fond zu investieren, oder einen Bausparer abzuschliessen, schliesslich sei da das Risiko fast Null und natürlich für die Bank das bessere Geschäft. Letzteres wird der Berater dir natürlich nicht sagen. Da heisst es dann hart bleiben.

    Zusätzlich bei Aktienkauf auch immer dran denken, dass für das Kaufen und Verkaufen Gebühren anfallen, die erst einmal durch einen Aktiengewinn erwirtschaftet werden müssen. Wenn da kein wirkliches Insiderwissen vorhanden ist (vielleicht weil der Papa, die Freundin/der Freund, der Onkel etc.genau in dieser Firma arbeitet) führt Day-Trading (wobei ich persönlich darunter bis zu einem Jahr verstehe;-)) eher zu Frust und Verlusten.

    Es wird ausserdem immer schwieriger nur anhand der Infos über eine Firma sich für eine Aktie zu entscheiden. Da spielen zu viele zusätzliche Faktoren mit rein, wie Leerverkäufe, Investoreninteressen etc.. Spätestens dann, wenn du in der Zeitung von einem der "Gurus" eine Empfehlung liesst ist es für diese Aktie zu spät. Der will dann deine Aktienkäufe (ich nenne das immer das Geld des Kleinviehs) um den Preis seines vorher bereits abgeschlossenen Kaufs zu erhöhen, und bis der Kleinanleger mitbekommt, dass die (Hedge-)Fonds (dies gilt für mich übrigens auch für Fonds, die von den Banken aufgelegt werden) schon wieder verkaufen, hat er bereits Verlust gemacht.

    Ansonsten finde ich, wie Antonio, eine Diskussion über Aktien immer interessant. Man lernt auch viel über Firmen und deren Verbindungen kennen. Und noch eine Anmerkung, ich komme übrigens nicht aus dem Finanzbereich.
     
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  9. Hallo leute,
    ich als nebenberuflicher trader, der wirtschaftsinformatik studiert und scheine in finanzwirtschaft hat.
    kann euch folgende tipps geben.
    -Geht auf seminaren.
    -lest das Magazin Traders....
    -sucht euch einen broker(IG Markets,FXCM) sorry für die Werbung sind aber die schon lange am Markt sind
    -es gibt webinare wo eingies erklärt wird,
    diese sind kostenlos und unter der app webinarguide anmeldbar und auswählbar.
    -Bücher vom FBV Finanzbucherverlag helfen euch weiter.... euch gut für den einstieg
    -Auch kann ich euch sagen, das dies harter Tobak ist.... auch ich musste anfangs Lehrgeld zahlen bis der erfolg kam(12k)
    -spezielisiert euch auf etwas: EUR/USD,Dax oder was auch immer...

    Sucht ihr aber eher fürs Alter geht zur Versicherung und macht eine Altersvorsorge egal ob betrieblich oder privat
    die gesetzliche gibt es auch noch, wirft aber meines wissens fast nichts mehr ab.
    Und meine Meinung unter diesen Zinsen ist eine Fondgebunde Rentenversicherung das einzige was erträge generiert,
    Auch hier müsst ihr euch mit euren Fond auseinander setzen
    dh ihr müsst dann selbst den fond switchen wenn es mal nicht so gut läuft....


    es gibt gute Internetseiten: onvista,finanzen.net,deutsche börse app und seite....
    die euch ein gefühl vermitteln...

    Nun viel spass, für mich ist das ganze sehr interessant aber auch sehr technisch
     
  10. Unsortiert

    Unsortiert

    Studiengang:
    M.Sc. Praktische Informatik
    ... und immer schön die Nebenkosten und/oder Folgekosten im Blick behalten ! :belehren:
     
  11. Requies

    Requies

    Ort:
    Hagen
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Mein Lieblingsthema und Beschäftigung (kommt direkt nach dem FU-Tippspiel :-))...

    Gibt es eigentlich hier im Forum schon eine "Trader-Gruppe" oder ähnliches, wo man sich unter angehende Wirtschaftlern locker austauscht?

    Zur Frage von "Joho": Auf Anhieb sehe ich die Frage auch als "Fänger", weil man eigentlich sowas allgemeines nicht stellt. Man sollte schon klare (Lebens-)ziele haben und dann ergibt sich die Anlagestrategie schon fast von alleine...

    Sollte die Frage jedoch doch einen ernsten Hintergrund haben, würde ich wieder auf die Lebens(ziele) hinweisen.

    Und auf die zahlreichen Wege, die zum Vermögen führen können. So wird in zahlreichen Biographien dargestellt, das alle einen anderen Weg am Markt eingeschlagen haben und damit Erfolg hatten. Dabei ist....

    Ich merke, ich fange an, Romane zuschreiben :ohyeah:. Erst mal abwarten...:speechless:
     
  12. Luis

    Luis

    Ort:
    Berlin
    Interessanter Thread..... Hat sich inzwischen etwas getan?
     
  13. Requies

    Requies

    Ort:
    Hagen
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    @Luis: War das jetzt so rein rhetorisch gefragt...:O_o:

    Ich möchte das Thema aber nochmal aufgreifen. Der Titel "Als Student mit aktien handeln" finde ich etwas unpassend, da ich mal behaupte, das wir keine "Normalstudenten" sind...also so nach dem Abi an die Uni :very_drunk:

    Da wir unter anderem aber Wirtschaftsthemen bearbeiten, finde ich es gut, wenn wir die trockene Theorie in der Praxis diskutieren würde. Dann könnte man sicher mit einem Liquiditätsgrad, ROI oder Cash-Flow etc. viel mehr anfangen. Oder wie sieht es mit Genussrechten aus ;-)?

    Und einen weiteren grossen Vorteil sehe ich hier im Forum, das auch angehende Psychologen und Philosophen über das Thema ihr Wissen weiter geben könnten (Behavioral Finance etc).

    Na, evtl. passiert ja was hier, Luis...zumindest soviel wie im Tippforum ;-)
     
  14. Antonio

    Antonio Fernuni-Hilfe

    Ort:
    München
    Hochschulabschluss:
    Bachelor of Science
    Dann schlag einen Titel vor :)
     
  15. Requies

    Requies

    Ort:
    Hagen
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Tja, so eine (Überfalls-)frage...:bugeye:...da fällt mir doch wirklich nichts zu ein :wall:

    Da es schön wäre, alle Fakultäten "ins Boot" zu holen, wäre was mit Finanzwirtschaft zu "Modul 31 501-lastig"

    evtl. "Börsenhandel...oder doch lieber Fußballspiele tippen" ;-)
     
  16. Requies

    Requies

    Ort:
    Hagen
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Also nach reiflicher Überlegung finde ich den Titel "Börsenhandel...oder doch lieber Fußballspiele tippen" gar nicht so schlecht.

    Zum einen ist das erstmal eine gute Werbung für das hiesige Tippspiel...:stupid:
    Zum anderen kann man sich bei diesem groben Titel vortrefflich austoben...:belehren:...für alle Fakultäten,Befürworter und (sachlichen ;-)) Kritikern des umsatzstärksten Geschäfts auf dieser bescheidenen Welt.

    So ist jetzt zum Beispiel eine Studie von Prof. Dr. Pellens, RUB, veröffentlicht worden, das die Deutschen der Aktie immer noch sehr skeptisch gegenüber stehen.
    Auf der anderen Seite legen u.a. ca. 75.000 private Anleger ihre Altersversorge in ein einziges Unternehmen an. Dafür bedienen sie sich Genussrechte, die nach meiner Ansicht risikoreicher sind, da sie diese u.a. nicht relativ schnell an einer Börse veräußern können.... Und dieses Beispiel ist nur eines von vielen (s.zB. die Doku "Wenn der Vermögensberater klingelt" vom 15.1.2014, Einsfestival).

    Liegt dieses Misstrauen wirklich allein an den Medien oder an die misserable Ausbildung an den Schulen, die uns lieber die binomischen Formeln beibringen (also ich hab diese nie wieder benutzt :O_o:)?
     
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  17. sandstein

    sandstein

    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftsinformatik
    Ich behaupte mal, das liegt an einer Mischung aus mangelndem Interesse (aber das Interesse lässt bei den Menschen generell bei allem nach - nur noch Facebook und saufen im Kopf) und mangelndem Ehrgeiz.
    "Warum soll ich mit Aktien handeln? Solange der Bohlen regelmäßig Leute im Fernsehen nieder macht, gehts mir doch gut".
    Und der Rest, der einfach kein Geld hat.
    Aber ohne ausreichendes Wissen ist Aktienhandel halt auch Glückspiel - ausser man geht auf konservative Werte wie McDonalds oder Nestle
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Februar 2014
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  18. Requies

    Requies

    Ort:
    Hagen
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Nun, Geld scheint wohl da zu sein (für Prokon, AWD etc). Ja, mangelndem Ehrgeiz, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sehe ich auch als Grund an. Obwohl dieses Thema ja ausgesprochen wichtig ist. Es geht um die Altersvorsorge und wenn das hartersparte Geld dann weg ist wird (verständlicherweise) gejammert.

    Ich kann nicht verstehen, wie man sich bei einem Einkauf eines Autos, Handy etc. mehr auseinandersetzt als über so eine wichtige...ja, lebensweisende Entscheidung.
     
  19. schmetterling

    schmetterling

    Hochschulabschluss:
    Diplom-Kauffrau
    Studiengang Diplom:
    Diplom Wirtschaftswissenschaft
    Status Diplom:
    abgeschlossen
    Handy und Auto-Kaufen sind gefühlt "einfacher".
    Die Rente ist was, was vielleicht erst in 20, 30 oder 40 Jahren kommt.. manchmal ist das ein Zeitraum der noch länger dauert als die Zeit, die man bereits lebt.
     
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  20. sandstein

    sandstein

    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftsinformatik
    Stimmt, bei einem Autokauf hat man "was in der Hand" - bei einem Aktienpaket nicht.
    Allerdings erklärt das nicht unbedingt, warum so viele Leute scharf auf Genusscheine sind. Ich mein, das ist ein Anlageprodukt, das keiner freiwillig anfässt, der sich mal durchgelesen hat, was das ist.
     
  21. Brettlespätzle

    Brettlespätzle

    Ort:
    Da am Knick im Westen
    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftsinformatik
    Ja, ich betreibe Aktienhandel. Wobei dieser Handel eher aus Kaufen besteht.

    Was man gleich vergessen kann, ist der Vermögensaufbau über die Hausbank. Der baut nämlich primär das Vermögen der Bank auf.
    Kam bei mir fast direkt mit der Volljährigkeit, dass einer dieser überaus netten Bankberater(!) mich wöchentlich beläs.. fragte, ob ich denn schon an meine Altersvorsorge gedacht hätte, er habe da ganz vorzügliche Empfehlungen, etc.

    Ich mag damals naiver gewesen sein, es hat aber zum Glück nicht dazu gereicht eines dieser Produkte zu erwerben. Und das war noch vor diesem "Finanzcrash". Jedenfalls sahen die Ertragschancen bei hoher Sicherheit naturgemäß mau aus. Und bei den potentiell ertragreicheren Anlagen trägt vornemlich der Kunde das Risiko, da die Provisionszahlungen bzw. Gebühren die Bank entweder direkt erhält oder in den ersten Jahren vom Gewinn abzweigt.
    Man kann das den Leuten im Umfeld noch so oft erklären, ab einem gewissen Alter wird renitent zum "Bankberater" gegangen.

    Genauso gibt es in der Welt der Börse moralisch höchst fragwürdige Produkte. Die sollte man als Privatanleger den Profis überlassen (meinetwegen der Millionär der mit einem Teil seines Geldes an der Börse spielen will, weil es ihn nicht wirklich trifft, wenn es weg ist).
    Termingeschäfte, Wetten, Devisenhandel sind solche Sachen. Da hat man als "Kleiner" auch gar nicht die Chance effizient mitzuspielen, eben weil man auch nebenbei für sich sorgen muss.

    Aktien von Unternehmen, welche man sich genau anschaut (das ist DER Anwendungsfall für Externes Rechnunsgwesen sowie Finanzierung&Investition!), und die man lange halten möchte (>8 Jahre), lohnen noch. Auf keinen Fall irgendwelche angepriesenen Aktien kaufen! Die Masse der Kleinanleger erfährt alles erst zu spät, und wenn sogar in den Medien geworben wird, dann versuchen die Big Player das Schlachtvieh zur Bank zu führen (es wird versucht, den Kurs durch gesteigerte Nachfrage hoch zu treiben, sodass man dann höchstmöglich verkaufen kann, bevor alles zusammenbricht). Ilse Koschinski hat dann 20.000€ vom Sparbuch runter geholt und den netten Bankberater besagte Trendaktien zum Wert von meinetwegen 100€ kaufen lassen. Zwei Wochen später dümpelt der Kurs bei 10€, ohne Aussicht auf kurzfristige Erholung. Würde sie jetzt geschockt verkaufen, hätte sie 18.000€ verloren. Die Handelsgebühren stehen auch da: 10€ sowie 0,5% vom Orderwert: 110€. Beratungsgebühr und Depoteröffnung sowie Depotführungsgebühr auf 10 Jahre im Vorraus (wollte man mir auch schon andrehen, weil besonders günstig^^): 200€.
    Und so schnell hat die Beispiels-Ilse aus 20.000€ von ihrem alten Sparbuch 1690€ gemacht.

    Zurück zu mir: Ich kaufe hin und wieder, von Geld das übrig bleibt und sonst nur in unsinnige Anschaffungen fließen würde, Aktien bzw. Fondsanteile. Mittlerweile sind das Namensaktien von 14 verschiedenen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen sowie Anteiler zweier Indexfonds (passiv).
    Warum? Weil ich bei den Unternehmen aufgrund der Struktur, den Bilanzen und Jahresberichten und dem allgemeinen Geschäftsgebahren davon überzeugt bin, dass es sie in 15 oder 20 Jahren noch gibt und sie durch Nachhaltiges Wirtschaften auch dann noch erfolgreich sind.
    Und von passiven Indexfonds (keinesfalls die Swap-basierten!) überzeugt mich die Tatsache, dass da keiner in der Zusammensetzung rumpfuscht und entsprechend Gebühr verlangt.

    Puuh, ich sollte lieber lernen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Februar 2014
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  22. Luis

    Luis

    Ort:
    Berlin
    Der große Kostolany hat irgendwo mal geschrieben, dass die deutschen in Sachen Aktien noch ein Entwicklungsland sind und um die 30 Jahre hinterherhinken... In den USA dagegen sei die Aktienkultur deutlich verbreiteter....

    Warum lässt sich vermutlich so erklären:
    Die ältere Generation (60-70 und aufwärts) traut sowieso keine Bank und hortet Bargeld in großen Mengen (im vergleich zur Jungen Generation um die 30) zuhause... Dazu haben diese Herrschaften schon mehrere Enteignungen, Entwertungen und der gleichen mitgemacht.... Die Leute um die 40-60 haben dies mehr oder weniger so von ihren Eltern vorgelebt bekommen... Lieber Sparbuch + Bausparvertrag und irgendwann etwas Wohneigentum und immer Geld auf die Kante legen (für die Ausbildung der Kinder etc....) Daran ist ja auch vom Grundsatz her nichts falsch.... Die Generation <30 verballert in meinen Augen ihr Geld für Party, Handy, Reisen...
    Nun die Frage, welcher dieser Generationen soll denn nun sein Geld in Aktien anlegen?

    Und dann kommt in Deutschland noch das Thema "Neid" dazu. Weit verbreitet der Slogan "Über Geld redet man nicht." Und wie soll denn nun eine Aktienkultur enstehen wenn keiner über Geld redet? Natürlich werde ich meinem Frisör oder Nachbarn nicht erzählen wann ich wo wieviel Geld anlege oder parke. Das wird in anderen Gegenden auch keiner machen. Aber Börse wird ganz vorurteilbehaftet immer mit Geld in Verbindung gebracht. Also redet man auch nicht darüber....

    So jedenfalls meine Wahrnehmung.... Hier und da sicher etwas überzogen von mir dargestellt! Aber ich denke man versteht schon worauf ich hinaus möchte.... Oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Februar 2014
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  23. Luis

    Luis

    Ort:
    Berlin
  24. Requies

    Requies

    Ort:
    Hagen
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Zu Schmetterlings Beitrag: Der Begriff "Rente" wird auch allgemein gleichgesetzt mit Alter(sruhesitz) als mit Ertag aus Kapitalanlage. Und wer möchte sich schon mit dem Altern auseinandersetzen :chewingnails:


    Und das, nachdem die Steuerzahler (also auch die im gewissen Alter) die Banken gerettet haben. Nach dem reinen Kapitalismus gäbe es diese Banken garnicht mehr und wir hätten, da sich die Menschheit ohne Hilfe weiterentwicklen (muss), evtl. eine andere, bessere Bankenkultur. Und trotzdem hört die Mehrheit auf die Bankangestellte und auf die Ratingagenturen und auf die Bankanalysten ...also das kann ich wirklich nicht nachvollziehen :confused:

    Diese Diskussion soll doch die Theorie in die Praxis überführen...Das Leben ist der beste Lehrer!

    Jepp, sehe ich genauso...und das Thema "Börse"...puuh...wenn ich meine Ruhe haben will, dann sag ich in der Runde, das ich u.a. Trader bin und schon bin ich Out (oder das :devilish:)
     
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  25. Luis

    Luis

    Ort:
    Berlin
    Ich kenne das auch....
    Einmal wollte mir ein Kumpel etwas erzählen... Er zückt sein Smartphone, zeigt die App irgendeiner CFD-Bude und erzählt mir dann das man nun raten kann wohin sich Gold o.ä. bewegen und dann Geld verdienen könne. :O_o: Schon als ich die App sah und die Wörter "raten" und "gewinnen" hörter, hab ich schon abgeschaltet :dejection:

    Aus der Verwandschaft sagte mir mal jemand, dass die Person die Börse auch wirklich interessant finden würde. Aber gleich im nächsten Satz kam dann wortwörtlich der Hinweis "aber bitte nicht dein ganzes Geld verzocken".

    Ein langjähriger Freund hatte ich mich auch mal angesprochen: "Du machst doch auch irgendwas mit Trading oder sowas Geht das leicht?" :paperbag:

    nach diesen drei Erlebnissen habe ich für mich beschlossen:
    Kein Börsen- oder Trading-Smalltalk mehr mit Leuten, von denen ich ich nicht 100%ig weiß, dass sie sich selbst auch wirklich ernsthaft damit beschäftigen.....
    Denn diese Smalltalk-Szenarien nehmen immer den gleichen Verlauf:
    a) man wird gefragt ob man dies beibringen oder klären könne
    oder
    b) man wird nach einem heißen Aktientip gefragt.
    oder
    c) man wird schief angeschaut und unterschwellig als Zocker oder :devilish: bezeichnet....

    Und seit den letzten Chrashs oder Filmen (Wallstreet, Margin Call, Wolf of Wallstreet) sind die Vorurteile bald noch verbreiteter als vorher :tongue2:
    Kleines Beispiel:
    http://www.spiegel.de/karriere/beru...-job-ist-immer-noch-gut-bezahlt-a-953559.html
     
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  26. Luis

    Luis

    Ort:
    Berlin
    Zu diesem Thema kann ich nur wärmstes das Buch "The Big Short" von Michael Lewis empfehlen.
    Das ist wirklich beeindruckend, oder besser gesagt erschreckend, was bei riesigen Bankhäusern so los ist.
     
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  27. Requies

    Requies

    Ort:
    Hagen
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Na gut,das es jetzt diesen Thread gibt...;-)

    Es gab man eine Doku auf arte, wie die Politik mit Goldman Sachs verflechtet ist (oder Goldman Sachs mit der Politik). Klar hilft da jeder jeden!
     
  28. Requies

    Requies

    Ort:
    Hagen
    Studiengang:
    Bachelor of Laws
    Ach übrigens, netter Titel...:perfekt:
     
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  29. P.Kay

    P.Kay

    Ort:
    Laupheim
    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftswissenschaft
    Wow, der Thread ist wohl ziemlich eingeschlafen was...
    Ich war echt froh hier einen zu finden, in dem über Börsengeschäfte gequatscht wird und vor allem mal Gleichgesinnte zum Thema Börse :thumbsup:. Ich muss dazu sagen, dass ich blutiger Anfänger bin und auch noch kein Portfolio mein eigen nennen kann (bin halt altmodisch im Umgang mit Geld erzogen worden, Stichwort "mit Bargeld gefüllte Matratze").
    Allerdings bin ich sehr interessiert und versuche aus dem dicken Nebel den die Börsenwelt noch darstellt so langsam ein Bild zu formen...wenigstens grob, wirklich durchblicken wird da wohl niemand.
    Ich seh's jedenfalls so: Daytrading und schnelles Geld sind (zumindest als Einsteiger/Kleinanleger) Schall und Rauch. Ich sehe die Börse, bzw. die Möglichkeiten, die sie einem bietet, so wie sie ist: Ich habe die Möglichkeit, Anteile an einem Unternehmen zu erwerben, von dem ich überzeugt bin, dass es auch in 10+ Jahren noch existiert und auch noch erfolgreich ist. Die Kunst besteht natürlich nun darin, die richtigen Unternehmen zu finden...
    Was meint Ihr dazu? Hab schon festgestellt, dass hier glaube ich einige so denken.
     
  30. sandstein

    sandstein

    Studiengang:
    B.Sc. Wirtschaftsinformatik
    Du beschreibst da das Value Investing.
    Vereinfacht gesagt Unternehmen finden, die wirtschaftlich gut dastehen und an der Börse unterbewertet sind.
    Ist allerdings einfacher gesagt als getan - heutzutage wird da so enorm an den Bilanzen gedreht, dass da selbst Profis tagelang dran sitzen um zu schauen, wie ein Unternehmen wirtschaftlich eigentlich da steht. (das dürfen dann die ganzen Neueinsteiger im Investmentbanking die ersten Jahre den ganzen Tag (und Nacht) machen :D

    Wenn man sich nicht "hobbymäßig" damit beschäftigen will (dh schon regelmäßig mehrere Stunden im Monat) bleibt man einfach bei der "folge dem Trend" Empfehlung.
    Man sucht sich stabile Unternehmen raus (MunichRe, Allianz, BASF usw) und schaut sich an, wie die Wirtschaft im allgemeinen gerade läuft. Ist alles im Aufwind, kann man die dann kaufen, mitgehen und nach und nach eine "Stop Loss Order" (Schleudersitz) nachziehen. (hier allerdings große Positionen nehmen, sonst fressen die Ordergebühren den Gewinn wieder auf)
    Ist die Wirtschaft an einem Wendepunkt (wie derzeit) wartet man ab und hofft auf den großen Crash. Ist der vorüber, steigt man einfach wieder ein. (hätte man 2009 groß eingekauft wäre es schwer geworden sein Geld bis heute nicht zu ver-x-fachten)
    Die Variante für ganz faule ist dann die Dividende mitnehmen. Also irgendwas mit hoher Dividende kaufen und 20-30 Jahre da lassen.
     

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