Infos und Tipps Erfahrungsberichte | 31201 Algorithmische Mathematik

Studiengang
B.Sc. Wirtschaftsinformatik
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170 von 180
@theo: Glückwunsch, gleich im 1. Versuch! Kuhn-Tucker bringt i.d.R. einen 8er oder 9er und kam bisher auch immer in der Klausur vor. Ist auch eigentlich gut zu rechnen. Tricky sind nur die Fallunterscheidungen, also dann, wenn der "normale Rechenweg" nicht möglich ist, was also in der Klausur die Regel ist. Bei Klausuren mit hohen Durchfallquoten ist Kuhn-Tucker aber ein unverzichtbares "must-have". N-adisch ist meines Wissens die letzten Jahre nicht mehr vorgekommen, was aber nichts heissen muss...
 
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Studiengang
B.Sc. Wirtschaftsinformatik
@all vergleichbar sind Teile aus Papula, Mathe für Ingenieure, 1141 Grundlagen Mathe für Informatiker FUH, wie schon mitgeteilt wurde. Ich lerne noch mit Lothar Kusch (mein Dad hat in den 70ern Elektrotechnik studiert, daher habe ich die alten Schätzchen) und Peter Dörsam als Aufbau für partielle Ableitungen, Matrizen (eher Vorbereitung auf den algo Mathekurs). Eins ist noch wichtig zu wissen: ich habe fertige Mathestudenten, Mentoren gefragt. Niemand kennt den mathematischen Bereich Algorithmische Mathematik. Das ist ein Zusammenbau der Kursautoren. Zudem habe ich im Job Informatik- und Mathematikabsolventen die Lösungsvorschläge z.B. zur vollständigen Induktion nachrechnen lassen. Es sind Umstellungsfehler da drin, mal wurde eine hochgestellt minus 1 vergessen, Schritte ausgelassen, weil das für fertige Mathematiker logisch ist und noch mehr. Die Lösungsvorschläge sind also mit Vorsicht oder viel Vorwissen zu genießen. Die Einsendearbeiten sollen abschrecken und haben ein utopisches Niveau, dass in der Klausur selten so vorkommt. D.h. leider nicht, dass die Klausur einfach wäre. Es kommt immer wieder vor, dass Bereiche in den Klausuren abgefragt werden, die nicht im Kurs auftauchen. Die Beweisführung ist in der Klausur fast das Wichtigste. Einfach nur das Ergebnis runterrechnen heißt noch lange nicht, dass man volle Punkte erhält. Das Modul hat nichts mit fair gestellt oder fair bewertet zu tun, es geht um Kleinigkeiten, die man als Mathematiker sicher fordern kann, nur hier liegt ein Pflichtmodul vor und ich möchte nicht Mathematik studieren in naher Zukunft. Das Problem ist, dass die WiInfos vorher Wi-Mathe & Statistik machen, was dagegen echt machbar ist und dann kommt mit algo M. der Hammer. Die reinen Informatiker werden von Anfang an beweislastig aufgebaut, denen fällt es logischerweise nicht schwer, die Beweiskette zu führen. Zweierlei Maß, die dann auf einem Niveau zusammentreffen, dass kann nicht gut gehen. Wer statistikaffin ist, kann sich ja mal ansehen, wieviel % der WiInfo algo Mathe bestehen und wie viel % der Informatiker. Das sollte schon alles klar machen. Weiterbringen wird es niemanden, es bleibt ein Pflichtmodul.
 
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B.Sc. Wirtschaftsinformatik
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170 von 180
@susi88
zum Thema "statistikaffin":
es gab keine nennenswerten Unterschiede bei der "Bestehensquote" zwischen Informatik und WiInf, zumindest
in den letzten beiden Semestern...

Und falls BA Informatiker mitlesen und es einige noch nicht wissen: ab diesem Semester gibt es (leider) nur noch
Prüfungsklausuren, ob alte oder neue PO: alle Leistungsnachweise fallen weg...
 
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B.Sc. Wirtschaftsinformatik
Das ist korrekt und nur fair. Einen Leistungsnachweis unendlich oft wiederholen zu dürfen macht auf mich den Eindruck: Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn....
Die Bestehensquote der WiInfos liegt bei knapp 2 %. Es gibt Module, wo es nicht so extrem schlecht ausfällt. ;-)
Das liegt vermutlich an unserer im Gießkannenprinzip verteilten Intelligenz in Wirtschaftswissenschaften. ;-)
 
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B.Sc. Wirtschaftsinformatik
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170 von 180
@susi88:
Du meinst sicher: "Der Unterschied der Bestehensquote der WiInfos zu den Infos in Algomathe liegt bei knapp 2 %", oder? ;-)
 
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Hochschulabschluss
Bachelor of Arts
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B.Sc. Wirtschaftsinformatik
So, ich habe gestern die Klausur geschrieben (und vermutlich geschafft), war ein ziemliches Chaos. Zuerst gab es in München keine Sitzordnung, das positionieren und Austeilen der Klausuren hat dementsprechend Zeit verschlungen. Da in nem anderen Kurs (4 Kurse haben zusammen geschrieben) dann noch ein Klausurexemplar gefehlt hat, wurde erst mit einer Dreiviertelstunde Verzögerung begonnen. Ärgerlich, und wirklich unnötig, und macht die Leute noch nervöser als ohnehin schon.

Was kam dran? Eigentlich so das Übliche, eine Aufgabe über Vollständige Induktion, Bäume, Graphen, lineare/nichtlineare Optimierung, Fibonacci-Suche, noch was zu Unimodalität usw. Bis auf eine Aufgabe über Bäume, die ich schnell beiseite gelegt habe, hat mich so nicht viel überrascht. Ich kam nur hin und wieder ins Strudeln, was wohl eher der Nervosität geschuldet war. Ich denke trotzdem, das ich es geschafft habe.

Wie habe ich mich vorbereitet?
Ich habe mir zuerst die Skripte angeschaut, mir dann die Themen herausgesucht, hierfür selber Recherche betrieben, Altklausuren zur Rate gezogen, und mir einen Großteil der Lösungswege selbst erarbeitet, ich habe mir aber auch die Schema-F-Unterlagen besorgt. Ich habe dann Strategien für die verschiedenen Aufgabentypen sowie die Klausur als Solche entwickelt, und habe anhand der Altklausuren geübt. Die Einsendearbeiten habe ich nur zur Referenz genommen, falls mal doch noch ein Detail oder so gefehlt hat.

Ein paar Tipps möchte ich aber noch veröffentlichen, weil diese meiner Meinung nach Vieles vereinfachen:
1.) Die Klausur ist auf 60 Punkte ausgelegt, beinhaltet aber 90 Punkte. Somit also 150%. Ich habe in der Vorbereitung auch explizit darauf geübt, das ich zuerst die Aufgaben, die sich relativ gut systematisch und schnell lösen lassen, abarbeite (LU-Zerleguung, Graphen/Bäume, lineare Optimierung, etc.) abarbeite, und mich dann an die anderen Inhalte rantraue. Ich habe nicht auf 60, sondern auf 90 Punkte hingearbeitet. Das ist auch relativ einfach zu erklären: Sagen wir mal, ich habe in jeder Aufgabe etwas gemacht, aber insgesamt nur die Hälfte richtig, dann sind bei 60 Punkten das 30 Punkte (wenn überhaupt), bei 90 Punkten hingegen sicherlich mehr als 30. Man begeht ein Risiko, da immer eine Aufgabe kam, die man selbst nicht kann, die u.U. völlig neu ist, oder sowas. Hier war es eine Teilaufgabe zu Bäumen, und eine bestimmte Problematik zu Unimodalität, die ich so nicht kannte. Insgesamt habe ich auch einige Dinge ausgelassen, so das ich vermutlich an die 70 von 90 Punkten bearbeitet habe. (Zum nachrechnen war keine Zeit.) Es kann auch passieren, das man Aufgaben nicht zu Ende rechnet, weil z.B. einfach das Zeitkontingent für die Punkte überschritten wird. Dann habe ich abgebrochen und wo anders weiter gemacht (kam 2x vor). Ich habe auch auf diesen Fall explizit geübt. Bei 60 zu schaffenden Punkten sind das 2 Minuten pro Punkt, sind 10 Minuten für 5 Punkte. Demnach sollte man auch vorher immer mit Stoppuhren üben und sich optimieren.

2.) Auch (oder gerade) Solche schwierigeren Dinge wie KKT, vollständige Induktion, oder Unimodalität können durchaus Punkte retten mit ein bisschen Glück. So war es gestern zumindest bei mir mit nichtlinearer Optimierung und vollständiger Induktion. Man sollte ein Thema nicht ausschließen, nur weil es vielleicht schwer erscheint. Denn anderswo kann ein Thema, das man sonst immer geübt haben, plötzlich böse Fallstricke beinhalten. Hin und wieder gibt es auch sehr einfache Lösungswege, die regelmäßig abgefragt werden und die einem viel Ärger ersparen können.

3.) Das Skript ist in vielerlei Hinsicht grauenvoll bis unmöglich geschrieben und richtet sich nicht an einen Studenten sondern eher jemanden, der über Jahre hinweg Mathematik studiert hat. Nichtsdestotrotz möchte ich dazu eine Anekdote erzählen: Ich habe mich mit einigen Themen schwer getan, weil es kaum vernünftige Erklärungen dazu gibt und ich trotz mehrfacher Rechnerei irgendwie daran hing. Ich habe dann in aller Verzweiflung doch das Skript aufgeschlagen, erst mal über die betreffenden Themen natürlich nichts verstanden, mir aber dann Google aufgemacht und Vokabel für Vokabel übersetzt. Die daraus resultierende Erklärung z.B. für Havel-Hakimi war wesentlich besser als das, was ich irgendwo anders gelesen habe. Ich hätte daher von Anfang an so vorgehen sollen, das ich die betreffenden Themen mir hätte raussuchen und dann nachschlagen sollen. Auch das hätte viel Zeit bei der Vorbereitung erspart.

4.) Das Mentoriat empfand ich doch eher als Zeitverschwendung, weil der Mentor Mathematiker war, und lieber Mathematik lehren, als effektiv auf die Klausur vorbereiten wollte. Ich war 2x da, (am Anfang und am Ende) da zwischendurch sehr viel beruflich zu tun war, aber habe dort auch trotz Mentoriat zur Prüfung hin relativ wenig mitgenommen und mir wesentlich mehr selbst angeeignet. Vielleicht geht es anderen Leuten ja anders, vielleicht gibt es andere Mentoriate, vielleicht versteht jemand anderer auch bei diesem Dozenten mehr will ich an dieser Stelle nicht ausschließen, und deswegen möchte ich hier weder Ort noch Namen nennen. Vielleicht bin ich da auch zu pragmatisch, da ich ein Modul anfange mit dem Ziel, die Abschlussprüfung zu bestehen und mich nicht mit etwaigen Sentimentalitäten zu befassen: Am Ende habe ich aus zwei Stunden Selbststudium wesentlich mehr mitgenommen.

Insgesamt sicherlich ein interessantes Fach, wenn es nicht leider so eine Unmenge an Stoff über alle möglichen und unmöglichen Themen wäre, die man sich hierzu aneignen muss und so viel Übungen, die man machen muss, bis die Sachen einigermaßen sitzen.
 
Hochschulabschluss
Bachelor of Arts
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B.Sc. Wirtschaftsinformatik
Ahja, laut vorläufigem Ergebnis bestanden. Denke mal, das bleibt so.
 
Hochschulabschluss
Bachelor of Arts
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B.Sc. Wirtschaftsinformatik
Schnitt lag bei 4,18.
Es haben 93 von 170 nicht bestanden, was also bedeutet, das die Durchfallquote bei 54% lag.

Wie gesagt: Vorläufige Ergebnisse ohne Gewähr...
 
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B.Sc. Wirtschaftsinformatik
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170 von 180
Also wie immer eine schwierige Klausur. Dann ist Deine Leistung auf jeden Fall überdurchschnittlich :thumbsup:
Algomathe ist ähnlich wie OOP irgendwie auch immer kreativ und daher schwierig vorherzusehen,
der Vorteil wiederum ist -wie Du sagst- die Auswahl an Aufgaben (150%).
 
Hab dieses Semester AlgoMath hoffentlich bestanden. Da ich hier vor Studienbeginn den ein oder anderen Hinweis bekommen habe, möchte ich mit einem kurzen Erfahrungsbereich revanchieren.

- Waren die Kurseinheiten verständlich?

KE1: Beweise/Abbildungen/Abschätzungen/Diskrete Wahrscheinlichkeitsrechnung

Insgesamt ist die KE1 ok. Problem ist hier, dass eine ganze Menge (im Prinzip recht einfacher) Themen behandelt werden. Bei den zahlreichen Beispielen zum Thema Abschätzung ist mir persönlich nicht ganz klar, warum sie einen derartigen Umfang haben.

KE2: Graphen

Skript ist verständlich. Alles in allem aus meiner Sicht die einfachste KE.

KE3: Bäume

Skript ist verständlich. Ausnahme ist aus meiner Sicht das Kapitel zum Isomorphismus von Bäumen. Das habe ich nur durch weitere Erläuterung 100% verstanden. Ansonsten sind die meisten Themen nicht so schwer. Die Themen bipartite Graphen und Matchings sind sehr beliebte Klausuraufgaben. Man sollte diesen Themenbereich deshalb in allen seinen Facetten und Zusammenhängen (M-augmentierende Wege, Kantenüberdeckung, Heiratssätze) verstanden haben, dann ist das Fehlerpotential bei entsprechenden Aufgaben in der Klausur auch nicht so hoch.

KE4: Numerik und lineare Algebra

Aus meiner Sicht eine merkwürdige KE, anders kann ich es nicht beschreiben. Dem eigentlichen relativ einfachen Inhalt stehen bisweilen sehr lange Beweise gegenüber. Bei der Klausurvorbereitung habe ich hier mit Abstand die wenigste Zeit verbracht.

KE5: Nichtlineare Optimierung

Hier gehts zur Sache: Der Schwierigkeitsgrad steigt sprunghaft an mit mehrdimensionaler Analysis, die in teilweise echt unschönen Fallunterscheidungen bei KKT münden. Hier muss man einfach durch. Je mehr Vorkenntnisse man in Analysis hat, desto besser. Das Skript ist irgendwo zwischen naja und ok. Für die meisten wahrscheinlich der zeitraubenste/schwierigste Abschnitt...

KE6: Numerische Verfahren zur Nichtlinearen Optimierung

Aus meiner Sicht ist KE6 das große Missverständnis im Kurs. Einige scheinen das Kapitel bei der Vorbereitung wegzulassen, was aus meiner Sicht ein Fehler ist. Wenn man sich durch KE5 gekämpft hat, ist das hier nicht schwer und die Klausuraufgaben zu KE6 können durchaus Punktelieferanten sein. Leider finde ich die einleitenden Abschnitte zum allgemeinen und speziellen Suchverfahren nicht besonders gelungen. In den Studientagsmaterialien wird das zum Teil besser erklärt.

Das Kapitel über das Verfahren der konjugierten Richtungen am Ende von KE6 war das einzige Kapitel, das ich mehr oder weniger komplett weggelassen habe. Wird soweit ich weiß auch in den Klausuren kaum/gar nicht gefragt.

KE7: Lineare Optimierung

Der erste Abschnitt zur Modellbildung ist gut, danach fand ich das Skript dann nicht mehr so verständlich (Aus meiner Sicht ist diese KE didaktisch die schwächste). Das Gute ist, dass der Simplex-Algorithmus eigentlich nicht schwer ist, wenn man ihn mal verstanden hat. Dann können die entsprechenden Aufgaben in den Klausuren wertvolle Punkte bringen.

- Wie ist das Moodle Angebot?

Die NewsGroup wird fleißig vom Lehrstuhl betreut. Allerdings sollte man die Antworten da eher als Hilfe zur Selbsthilfe verstehen.

- Empfehlenswerte mentorielle Veranstaltungen?

Ich war bei Herrn Herzog, der super Arbeit leistet.

- Gibt es hilfreiche Bücher oder Fremdskripte?

Ich persönlich habe keine Bücher oder Fremdskripte verwendet, außer der Zusammenfassung zum Lernstoff, die man auch hier im Forum finden kann (sehr hilfreich, aber der eine oder andere Fehler ist drin). Über die Lernhilfen der bekannten Drittanbieter habe ich gemischte Sachen gehört, kann mir aber selbst kein Urteil erlauben.

- Was würdest Du im Nachhinein anders machen?

Offen gestanden nichts, wobei ich sehr viel Zeit investiert habe.

- Sonstige Hilfen und Tipps?

- Die Beweise im Skript habe ich persönlich nur in KE1-3 konsequent nachvollzogen. Ich denke, wenn man Zeit sparen will, sollte man die Beweise in KE4-7 nur überfliegen.

- Wenn möglich thematisch nicht auf Lücke lernen. Wie bereits oben gesagt, können Aufgaben aus KE6 und KE7 durchaus sichere Punkte sein, wenn man sich auf die Thematik einlässt. Schwierigere Aufgaben/Beweisaufgaben in Klausuren kommen thematisch meistens aus den KE1-4. Wenn das bei Eurer Klausur der Fall ist und ihr zusätzlich mit KE6 und 7 wenig anfangen könnt, wirds dann am Ende knapp.

- Viele Klausuraufgaben basieren letztendlich auf reinem Handwerk. Niemand ist vor Rechenfehler in einer Stresssituation gefeit, aber LU-Zerlegung/Simplex/Baumcodes/Valenzsequenzen/Isomorphe Graphen/Cholesky/Matching/Newton/Hesse-Matrix berechnen/Matrixmultiplikation etc kann (und muss!) man gut trainieren. Geschwindigkeit ist in der Klausur wichtig. Bestes Beispiel ist das graphische Verfahren in der linearen Optimierung: Mit genug Training und Routine ist man in 2-3 Minuten damit fertig, und das bei relativ geringem Fehlerpotential.

- Wenn ihr nicht nur einfach die Klausur bestehen wollt, sondern richtig etwas mitnehmen wollt, macht die Einsendeaufgaben, die aber zugegebermaßen zeitaufwändig sind.

- Lerngruppe bilden und Aufgaben besprechen! Es hat sich ein inoffizieller Fernuni Informatik Discord etabliert, wo ihr Mitstreiter finden könnt.

- Mentoriate besuchen/Altklausuren rechnen sollte klar sein.

- Bei KE7 anhand von Mentoriaten und Studientagen versuchen den Simplex mit seinen Spezialfällen verstehen. Das Skript eher für die Beispiele als den übrigen Text nutzen.


Noch etwas zum Abschluss:

Auch wenn das Skript bisweilen frustrierend ist, wird an allen Ecken deutlich, dass der Lehrstuhl Euch beim Bestehen der Klausur unterstützen möchte, wenn ihr etwas Aufwand betreibt: Die Betreuung in der NewsGroup ist gut, EAs werden detailliert bewertet, es gibt gute Mentioriate und ich bin bei der Vorbereitung über keine Altklausur gestolpert, die ich wirklich unfair fand (Natürlich ist eine Klausur mal schwieriger als im Jahr davor, aber das lässt sich wohl nicht vermeiden).
Bestehen kann man diesen thematisch anspruchsvollen Kurs also auf jeden Fall.
 
Ich habe das Modul im WS 20/21 erfolgreich abgeschlossen und möchte meine Erfahrung hier teilen.

Waren die Kurseinheiten verständlich?
Das wurde hier denke ich schon oft thematisiert und ich denke es ist klar das die Kurseinheiten schwer zu verstehen sind. Ich habe sie dennoch alle gelesen und zumindest versucht alle Beweise so gut es möglich war nachzuvollziehen was nicht immer ganz einfach ist. Meine Empfehlung wäre es deshalb das Skript nicht gänzlich zu ignorieren sondern es je nach Kenntnisstand versuchen zu verstehen. Wenn es dann nichts mehr bringt würde ich auf alternative Materialien zugreifen(Youtube (Prof. Spannnagel ist ein guter Einstieg), Wikipedia etc.)
Wie ist das Moodle Angebot?
Die Newsgroup wird sehr gut betreut u.a antwortet Professor Hochstättler auch persönlich auf Fragen. Leider sind die Antworten wie im Skript meist streng mathematisch, was dann nicht sonderlich hilfreich ist wenn man schon mit dem Skript Probleme hat.
Empfehlenswerte mentorielle Veranstaltungen?
Die meisten Studenten nutzen die Mentoriate wenn sie denn einen Platz bekommen. Den Namen Dr. Herzog hört man in diesem Zusammenhang sehr oft, da er wohl sehr gute Unterlagen hat und diese auf Nachfrage auch an die Studenten gibt. Ich muss dazu sagen das ich dieses Angebot nicht genutzt habe deshalb kann ich hier nur das wiedergeben was ich von anderen Studenten mitbekommen habe.
Gibt es hilfreiche Bücher oder Fremdskripte?
Matoušek, Nešetřil wurden hier glaub ich schon erwähnt. Die Bücher sind sehr gut aber nicht unbedingt notwendig um diesen Kurs zu bestehen. Wer gerne viel macht und viel verstehen möchte der kann sich das Buch auf jeden Fall anschauen, es ist im Gegensatz zum Kurstext sehr viel angenehmer geschrieben und man kann mehr mitnehmen.
Was würdest Du im Nachhinein anders machen?
Ich würde mehr lernen, vor allem würde ich die EAs bearbeiten die wirklich sehr schwer und zeitaufwendig sind aber sehr zum Verständnis des Stoffs beitragen können.
Sonstige Hilfen und Tipps?
Wer diesen Kurs nur bestehen möchte und seine Lernzeit minimieren will der kann sich auf die Themen vollständige Induktion, Graphentheorie, Bäume, LU/Cholseky Zerlegung, Simplex Algorithmus (oder Kuhn Tucker, je nach Geschmack) beschränken. Diese sollten aber auf jeden Fall dann sitzen und man muss in der Lage sein in der Klausur die Verfahren ohne Fehler anwenden zu können. Allerdings sollte man die anderen Themen nicht gänzlich vernachlässigen sondern grundsätzlich auch verstehen und anwenden können um evtl. noch ein paar Punkte rauszuholen.
 
Studiengang
B.Sc. Wirtschaftsinformatik
Zum Thema Mentoriate fällt mir gerade ein, dass mehrere der hier in der Vergangenheit positiv erwähnten Mentorinnen (Hagen, Bonn, München) mittlerweile aufgehört haben. Leider gibt es kaum aktuelle Berichte. Mag vielleicht auch mit der Platzknappheit zu tun haben. Fernuni halt.
 
Moin Moin,
Schon mal vielen lieben Dank für die geteilten Erfahrungen!! Wie würdet ihr das Modul Algorithmische Mathematik im Vergleich zum Modul Mathematische Grundlagen bewerten?
Fielen euch da die Grundlagen leichter oder ist auch dieses Modul machbar / vergleichbar?
Herzlichen Dank für die Antworten!
Grüße
 
Ort
SüdTirol
Studiengang
B.Sc. Wirtschaftsinformatik
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90 von 180
Hallo, nur kurz zur Info: Auswahlklausur heißt, dass man sich (theoretisch) die Aufgaben in der Klausur zusammensuchen kann, die einem 30 Punkte bringen? (Wenn 90 Punkte 150% sind). Ist natürlich extrem risikoreich, auf Lücke zu lernen, aber habe ich das richtig verstanden?
 
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B.Sc. Wirtschaftsinformatik
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170 von 180
Wie würdet ihr das Modul Algorithmische Mathematik im Vergleich zum Modul Mathematische Grundlagen bewerten?
Das Modul selbst hab ich nicht gemacht, aber 1141 soll angeblich schwerer sein. Je nachdem, was man in der Schule für Schwerpunkte hatte. Matrizenrechnung, vollständige Induktion und Vektoren sind ja eigentlich eher noch Schulstoff.
Hallo, nur kurz zur Info: Auswahlklausur heißt, dass man sich (theoretisch) die Aufgaben in der Klausur zusammensuchen kann, die einem 30 Punkte bringen? (Wenn 90 Punkte 150% sind). Ist natürlich extrem risikoreich, auf Lücke zu lernen, aber habe ich das richtig verstanden?
Sofern diese Regelung weiterhin besteht: ja, dann sind 60 Punkte=100%. . Ich würde aber ehrlich gesagt nicht bei 1142 auf Lücke lernen, weil man jeden Punkt braucht. Soweit ich weiß, sind bei der letzten 1142-Klausur ca. 70% der Winformatiker durchgefallen. Das Modul also keinesfalls unterschätzen und hier viel Zeit investieren. Mein Tipp, in kurzer Zeit Punkte zu machen sind Graphen und Bäume (Verständnis wichtig).
 
Moin Moin,
Schon mal vielen lieben Dank für die geteilten Erfahrungen!! Wie würdet ihr das Modul Algorithmische Mathematik im Vergleich zum Modul Mathematische Grundlagen bewerten?
Fielen euch da die Grundlagen leichter oder ist auch dieses Modul machbar / vergleichbar?
Herzlichen Dank für die Antworten!
Grüße
ich habe beide Kurse gemacht und fand Algorithmische Mathematik nicht so schwer wie die Mathematische Grundlagen, aber immernoch ein anspruchsvolles Modul
 
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